Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Sozialwissenschaften, Geistes- und Sprachwissenschaften
  • Studientyp

    weiterführend
  • Abschluss

    Master of Arts
  • Lehrsprache

    Deutsch, anteilig englischsprachig
  • Studienform

    Teilzeit, Vollzeit
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    örtlich zulassungsbeschränkt
  • Regelstudienzeit

    4 Semester

  • Leistungspunkte

    120

Zugangsvoraussetzungen

  • Abschluss eines sechssemestrigen geschichts- bzw. kulturwissenschaftlichen Bachelors, eines sechssemestrigen sozialwissenschaftlichen Bachelors oder ein durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Kenntnisse in Deutsch auf Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens
  • Kenntnisse in Englisch auf Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens
  • Kenntnisse in einer weiteren modernen Fremdsprache auf Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens

Das Vorliegen der genannten Voraussetzungen wird durch die Fakultät überprüft, die hierüber einen Bescheid erlässt. Dieser dient zum Nachweis der entsprechenden Zugangsvoraussetzungen.

Inhalte

Das forschungsorientierte und interdisziplinäre Masterprogramm European Studies analysiert den europäischen Einigungsprozess in Gestalt seiner Vertiefung und Erweiterung. Europa wird dabei als ein politisches, wirtschaftliches, soziales und kulturelles Projekt in historischer Perspektive betrachtet. Zentrale Gegenstände des Leipziger M.A.-Programms European Studies sind die historischen Momente und sozialen Arenen von Prozessen der Europäisierung in ihrer Vielfalt und Offenheit. Dabei ist der Studiengang nicht auf einen einzigen Interpretationsansatz festgelegt. Vielmehr sollen die Studierenden befähigt werden, eigenständige Beiträge zu dieser in die Zukunft reichenden wissenschaftlichen und politischen Debatte zu leisten und dadurch ihre Berufsfähigkeit erhöhen.

Der Studiengang geht davon aus, dass Europäisierungsprozesse:

  • keine Phänomene der letzten Jahrzehnte allein sind und ihre Analyse entsprechend historische Tiefenschärfe erfordert,
  • sich nicht nur auf wirtschaftliche Vorgänge und deren soziale Folgen reduzieren lassen, sondern ebenso die Entfaltung politisch-kultureller Muster der Zustimmung oder Abwehr einschließen,
  • nicht allein als Homogenisierungsprozesse analysiert werden können, sondern ebenso in der differenzierenden Wirkung aus der Perspektive europäischer Regionen betrachtet werden müssen, und dass
  • die Betrachtung der Wirkung europäischer Zusammenhänge schließlich vom Standort und der Perspektive der Interpreten abhängig ist.

Die Messe-, Medien- und Buchstadt Leipzig gilt seit dem Mittelalter als West- und Osteuropa verbindendes Transferzentrum für Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Und auch die Universität Leipzig blickt auf eine lange Tradition der europabezogenen Forschung zurück. Seit 1990 ist das Potenzial an europabezogener Forschung, Lehre und Informationsdienstleistungen unter Rückgriff auf die im 19. und 20. Jahrhundert gelegten Grundlagen zielstrebig entwickelt worden. Heute weist Leipzig eine bundes- und europaweit einzigartige Verdichtung entsprechender Fachkompetenz auf. An der Universität ist neben der Forschung auch die europabezogene Lehre Profil bildend. Enge Kooperationen bestehen zum Sonderforschungsbereich 1199 „Verräumlichungs­prozesse unter Globalisierungsbedingungen“, dem Frankreichzentrum der Universität Leipzig, sowie zu verschiedenen außeruniversitären Forschungseinrichtungen, die sozial-, kultur-, und raumwissenschaftliche Forschung zu Europa betreiben: dem Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO), dem Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) und dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow (DI).

Im ersten und zweiten Semester wird vorzugsweise das EU-Europa nach seiner Erweiterung im Jahr 2004 aus historischer, politischer, rechtlicher und wirtschaftsgeographischer Perspektive betrachtet. Im zweiten Semester werden diese Inhalte vertieft, es können aber auch eigene Schwerpunkte gesetzt werden. Außerdem besteht im Rahmen des Moduls „Europäische Institutionen und politische Systeme“ die Möglichkeit, an einer Exkursion nach Brüssel teilzunehmen. Für Studierende, die ihren Bachelor-Abschluss an einer deutschen Hochschule erworben haben, ist im zweiten oder dritten Semester ein Auslandsaufenthalt Pflicht. Im dritten Semester werden aus verschiedenen interdisziplinären Wahlpflicht-Modulen drei ausgewählt: „Europäisierung in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa“, „Westeuropa in der Europäisierung des 19. bis 21. Jahrhunderts“, „Europäische Kulturgeschichte der Juden“, „Religionen in den europäischen Gegenwartsgesellschaften“ sowie dem „Forschungspraktikum“. Im vierten Semester fertigen die Studierenden die Masterarbeit an und besuchen dazu das Vertiefungsmodul „Aktuelle Forschungen der European Studies“.

Ab dem Wintersemester 2018/19 besteht außerdem die Möglichkeit innerhalb des Masters die Vertiefungsrichtung „Osteuropa Global“ zu studieren. Dazu werden in enger Kooperation mit dem Leibnitz-Campus „Eastern Europe Global Area“ zusätzlich zu den Pflichtmodulen weitere Wahlmodule mit Schwerpunkt auf dem östlichen Europa in seinen globalen Zusammenhängen angeboten. 

In den letzten Jahrzehnten ist die Bedeutung des europäischen Einigungsprozesses in Gestalt einer Vertiefung und Erweiterung der Europäischen Union rapide gewachsen. Darauf haben in ganz Europa und auch in der Bundesrepublik zahlreiche europawissenschaftliche Studiengänge reagiert. Des Weiteren es ist inzwischen zu einer gewissen Kanonisierung von Grundlagen der Europastudien gekommen. Dies betrifft historische Grundlagen sowie wirtschaftliche, politische und juristische Formen der Europäisierung. Die Aneignung dieses Wissens ist eine verbindliche Voraussetzung auf einem wachsenden Berufsmarkt für Positionen in den nationalen wie transnationalen Administrationen europäischer Prozesse, in Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen. Der Leipziger Masterstudiengang reagiert auf diese Herausforderungen, indem er die wissenschaftliche und politische Diskussion um Europa als ein politisches, wirtschaftliches, soziales und kulturelles Projekt in historischer Perspektive aufgreift und nach Paradigmen zur Beschreibung und analytischen Durchdringung von Europa forscht. Das Masterprogramm European Studies ist primär als wissenschaftliches Programm konzipiert. Dennoch bereitet es auf eine Reihe von Berufsfeldern außerhalb der Hochschule vor.

Jeweils in Kombination mit der Berufsqualifikation aus dem Bachelorstudium eröffnet er Zugänge zu:

  • intergouvernementalen Einrichtungen, multilateralen Organisationen sowie Nichtregierungsorganisationen,
  • interkultureller Vermittlertätigkeit,
  • Journalismus und Kommunikation,
  • den Bereichen Wirtschaft und Management.

Im Rahmen des Studiums kann ein Praktikum absolviert werden, das inhaltliche sowie persönliche Bezüge zum zukünftigen Berufsfeld herstellen soll. Es kann auch die Grundlage für ein praxisrelevantes Thema der Masterarbeit sein. Folgende Institutionen sind Partnerinstitute für Praktikumsplätze:

  • Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)
  • Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow
  • Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig
  • Frankreichzentrum der Universität Leipzig

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): ja
Bewerbungsfrist: 02.05.-31.05.
Bewerbungsportal: AlmaWeb

Weiterführende Informationen finden Sie auf unseren Seiten "Online-Bewerbung" und "Bewerbung für ein Masterstudium".

Studienangebot im Wintersemester: 3. FS - zulassungsfrei
Studienangebot im Sommersemester: 2. FS und 4. FS - jeweils zulassungsfrei
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09. für Wintersemester; 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: Anrechnungsbescheid

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

Internationalität

Einsemestriger Studienaufenthalt an ausländischen Partnerhochschulen

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