Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Informatik und Mathematik
  • Studientyp

    weiterführend
  • Abschluss

    Master of Science
  • Lehrsprache

    Deutsch
  • Studienform

    Vollzeit, Teilzeit
  • Studienbeginn

    Winter- und Sommersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    zulassungsfrei
  • Regelstudienzeit

    4 Semester

  • Leistungspunkte

    120

Zugangsvoraussetzungen

  • in der Regel ein abgeschlossener Bachelorstudiengang Informatik oder der Abschluss einer staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsakademie, bzw. ein Nachweis darüber, dass bei geordnetem Studienablauf dieser Abschluss bis zum Beginn des Masterstudiums erreicht werden kann
  • bei Vorliegen eines erfolgreich abgeschlossenen Bachelorstudienganges eines anderen als in Absatz 1 genannten Faches entscheidet die Prüfungskommission über die Zulassung zum Masterstudiengang Informatik

Das Vorliegen der genannten Voraussetzungen wird durch die Fakultät überprüft, die hierüber einen Bescheid erlässt. Dieser dient zum Nachweis der entsprechenden Zugangsvoraussetzungen.

Inhalte

Der forschungsorientierte Masterstudiengang Informatik ist ein konsekutiver Studiengang, der auf einem Bachelorstudiengang Informatik aufbaut. Der Studiengang zielt auf eine wissenschaftlich fundierte, grundlagenorientierte Ausbildung durch Verbreiterung der Grundkenntnisse verschiedener Informatikdisziplinen und der Vertiefung des fachlichen Wissens in mehreren Forschungsbereichen ab. Er bietet breitgefächerte Wahlmöglichkeiten aus den Informatikbereichen Theoretische Informatik, Praktische Informatik, Technische Informatik und Angewandte Informatik. Studierende können ein Schwerpunktfach wählen. Hierzu stehen mit Bioinformatik und Medizinische Informatik zwei vordefinierte Schwerpunktfächer zur Auswahl. Alternativ können Studierende das Schwerpunktfach frei aus dem Lehrangebot nach eigenen Interessen gestalten.

Das zentrale Anliegen des Masterstudiengangs Informatik ist der Erwerb eines breiten und in ausgewählten Teilbereichen der Informatik vertieften fachlichen Wissens verbunden mit der Fähigkeit zur eigenständigen grundlagen- oder anwendungsorientierten Forschung auf dem Gebiet der Informatik sowie den analytischen, kreativen und konstruktiven Fähigkeiten zur Neu- und Weiterentwicklung von Softwaresystemen.

Dabei werden Kompetenzen, wie sie im Rahmen des Bachelorstudiengangs Informatik erworben werden, vorausgesetzt und erweitert. Im Vordergrund stehen allgemein die Erhöhung der Breite des fachlichen Wissens und die Vertiefung in mehreren, auch ineinander greifender Teilbereiche der Informatik, so dass die Anwendung wissenschaftlicher Methoden bei informatorisch schwierigen und komplexen Problemstellungen in der Praxis oder der Forschung erlernt wird.

Die Vertiefungsgebiete orientieren sich am Forschungsprofil der Abteilungen des Instituts für Informatik. In den vordefinierten Schwerpunktfächern Bioinformatik und Medizinische Informatik zielt der Studiengang auf eine stärker fokussierte, an den speziellen Anforderungen der Anwendungsdomäne orientierten Vertiefung unter Beibehaltung der notwendigen Breite der Informatikausbildung.

Weil die Informatik eine Wissenschaft mit vielfältigen Anwendungsbereichen ist, werden die Absolventen wichtige Brückenfunktionen zu allen Bereichen in Industrie, Wirtschaft, Staat und Gesellschaft wahrnehmen können.

Die Studieninhalte werden in Modulen vermittelt. Module bezeichnen einen Verbund zeitlich begrenzter, in sich geschlossener, methodisch oder inhaltlich ausgerichteter Lehrveranstaltungen. Module werden entsprechend ihrem Arbeitsaufwand mit Leistungspunkten bewertet. Sie werden mit einer Modulprüfung abgeschlossen, die aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen besteht.  

Es gibt drei Grundformen von Modulen:

  • Pflichtmodule: diese haben alle Studierenden zu belegen
  • Wahlpflichtmodule: die Studierenden können innerhalb eines thematisch eingegrenzten Bereichs auswählen
  • Wahlmodule: die Studierenden haben die freie Auswahl innerhalb des Modulangebots des Fachs bzw. der fakultätsübergreifenden Kooperationsvereinbarungen

Das Studium kann an der ganzen Breite der Informatik ausgerichtet oder durch Wahl eines Schwerpunktfaches in Richtung eines besonderen Teilbereichs orientiert werden. Als mögliche Schwerpunktfächer stehen zur Auswahl:

  • Medizinische Informatik
  • Big Data

Das Studium gliedert sich unabhängig vom Schwerpunktfach stets in einen Kernbereich mit 20 LP, einen Vertiefungsbereich von 40 LP, ein Ergänzungsfach mit 20 LP sowie einer fakultätsinternen Schlüsselqualifikation im Umfang von 10 LP und die Masterarbeit. Dabei gestatten die Ordnungen eine Vergrößerung des Kernbereichs um 10 LP zu Lasten des Vertiefungsbereichs für Studierende ohne vordefiniertes Schwerpunktfach.

Die Masterarbeit wird im zweiten Studienjahr verfasst. Sie ist mit einem studentischen Arbeitsaufwand von 25 LP verbunden und wird von einem Masterseminar (5 LP) begleitet.

Der Kernbereich aus vier bis sechs Kernmodulen mit jeweils 5 LP dient der Vermittlung breiten fachlichen Wissens der Informatik. Die Kernmodule sind der theoretischen, technischen, praktischen oder angewandten Informatik zugeordnet und bauen auf den Grundlagen eines typischen forschungsorientierten Bachelorstudiengangs Informatik auf, ohne besondere Vorkenntnisse in einer speziellen Informatikdisziplin zu erfordern. Die gewählten Module müssen mindestens drei der vier Informatikbereiche zugeordnet sein, um eine gewisse Breite auch für die Praxis zu gewährleisten. 

Der Vertiefungsbereich besteht aus drei bis vier Vertiefungsmodulen mit jeweils 10 LP. Er dient der Vertiefung des Wissens und der Anwendungskompetenz im Hinblick auf wissenschaftliche Forschung und Entwicklung. Studierende können hier aus dem Angebot des Instituts frei wählen. Dieses Angebot spiegelt die inhaltliche Ausrichtung der Abteilungen des Instituts wieder und deckt sich weitgehend mit den Forschungsinteressen der beteiligten Hochschullehrer. Auf diese Weise wird eine forschungsorientierte Vertiefung mit dem Ziel eigenständiger Forschung sichergestellt. Das Thema der Masterarbeit gehört in der Regel zu der gewählten Vertiefungsrichtung.

Das Ergänzungsfach dient dem exemplarischen Kennenlernen einer möglichen Anwendungsdomäne der Informatik, der Vertiefung mathematisch-naturwissenschaftlicher Grundlagen oder auch der weiteren Vertiefung oder Verbreiterung der Informatik-Lehrgebiete.

Bei der Wahl der Schwerpunktfächer Medizinische Informatik oder Big Data ist die Wahl der Vertiefungsmodule und des Ergänzungsfachs durch die Prüfungsordnung auf für den Schwerpunkt relevante Lehrgebiete eingeschränkt.

Entsprechend der Breite des Gegenstands der Wissenschaft Informatik und der Schlüsselrolle, die die Anwendung von Soft- und Hardware in allen Gebieten der Gesellschaft spielt, sind die Einsatzmöglichkeiten der Absolventen sehr breit gefächert. Informatikerinnen und Informatiker mit Masterabschluss sind hochqualifizierte Fachleute auf einem Wissenschaftsgebiet, das sich durch eine besonders dynamische Entwicklung auszeichnet. Sie sind in der Lage, rasch Führungsaufgaben zu übernehmen.

Einige Beispiele für Einsatzfelder seien hier nur stellvertretend genannt:

  • Forschung und Lehre: Mitarbeit bei der Entwicklung und Weiterentwicklung von Theorien, Methoden und Verfahren der Informatik an Hochschulen oder Forschungsbereichen der Wirtschaft, Ausbildung künftiger Informatikerinnen und Informatiker
  • Softwareentwurf: Problemanalyse, Systementwicklung, Programmierung, Softwarepflege und Qualitätssicherung
  • Hardwareentwicklung: anwendungsspezifischer Entwurf von Prozessoren, Steuerungen und weiterer Hardwarekomponenten im Allgemeinen unter Einsatz spezieller Software
  • Systembetrieb: Pflege und Anpassung vorhandener Computer-, Netz- und Softwaresysteme an sich ständig verändernde Anforderungen
  • Schulung und Weiterbildung: Qualifikation der Nutzer von Soft- und Hardwaresystemen im eigenen Unternehmen oder in Schulungszentren
  • Beratung und Marketing: Ausarbeitung, Vorschlag und Verkauf von Anwendungslösungen an Soft- und Hardware für spezifische Aufgabenkomplexe eines Unternehmens.

Die beständig hohe Nachfrage nach Informatikabsolventen, die bislang nicht befriedigt werden kann, garantiert den Absolventen exzellente Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dies gilt sowohl für eine breite, in mehreren Informatikbereichen vertiefte Ausbildung als auch für die Absolventen mit einem Schwerpunkt in den zukunftsträchtigen Feldern der Medizinischen Informatik und Big Data. Beide Schwerpunkte erfreuen sich regen Zuspruchs der Studieninteressierten.

Ferner sind mit einem guten Abschluss alle Voraussetzungen vorhanden, um im Rahmen einer Promotion in Informatik zum eigenständigen Forscher auf dem Gebiet der Informatik heranzureifen.

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester und Sommersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): nein
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09. für Wintersemester; 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb

Weiterführende Informationen finden Sie auf unseren Seiten "Online-Bewerbung" und "Bewerbung für ein Masterstudium".

Studienangebot im Wintersemester: 2. FS, 3. FS und 4. FS - jeweils zulassungsfrei
Studienangebot im Sommersemester: 2. FS, 3. FS und 4. FS - jeweils zulassungsfrei
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09. für Wintersemester; 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: Anrechnungsbescheid

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

 

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