Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Geistes- und Sprachwissenschaften
  • Studientyp

    weiterführend
  • Abschluss

    Master of Arts
  • Lehrsprache

    Deutsch, anteilig fremdsprachlich
  • Studienform

    Vollzeit, Teilzeit
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    zulassungsfrei, Eignungsprüfung
  • Regelstudienzeit

    4 Semester

  • Leistungspunkte

    120

Zugangsvoraussetzungen

  • Die allgemeine Qualifikation für das Studium wird durch einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss oder durch einen Abschluss einer staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsakademie nachgewiesen.
  • Kenntnisse für die gewählte B-Sprache (Sprachoption im Kernbereich) und der C-Sprache (bzw. zweite B-Sprache) (Wahlbereich Dolmetschen) auf Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens oder ein äquivalenter Nachweis für eine der folgenden Fremdsprachen: Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch
  • Nachweis der stimmlichen Eignung durch ein phoniatrisches Gutachten

Für diesen Studiengang ist eine Eignungsfeststellungsprüfung erforderlich. Bitte informieren Sie sich auf der Seite des Instituts. Das Vorliegen der genannten Voraussetzungen wird durch die Fakultät überprüft, die hierüber einen Bescheid erlässt. Dieser dient zum Nachweis der entsprechenden Zugangsvoraussetzungen.

Inhalte

Bei dem Masterstudiengang Konferenzdolmetschen handelt es sich um einen anwendungsorientierten konsekutiven Studiengang, der in der Regel auf ein translationsbezogenes Bachelorstudium aufbaut.

Durch den gezielten Ausbau, der für das Dolmetschen benötigten Kompetenzen, bereitet er die Studierenden auf eine professionelle Tätigkeit als Dolmetscher vor. Trainiert werden verschiedene Formen wie das Simultan-, Konsekutiv-, Medien-, Verhandlungs- und Flüsterdolmetschen sowie das Dolmetschen vom Blatt. Zur Ausbildung zählen darüber hinaus Aufgaben wie das Übersetzen von Konferenztexten und die Vorbereitung von Dolmetscheinsätzen mithilfe moderner Recherchiertechniken und elektronischer Arbeitsmittel.

Im Studiengang werden in der Regel zwei Arbeitsfremdsprachen studiert. Für den Kernbereich/Sprachschwerpunkt wird eine B-Sprache (Englisch, Französisch, Russisch oder Spanisch) festgelegt, die durch eine zweite B-Sprache oder eine C-Sprache mit translatorischem Profil oder eine weitere Fremdsprache als L3-Sprache ergänzt wird.

Zu den Studieninhalten gehören:

Dolmetschwissenschaft

Die Dolmetschwissenschaft erforscht die Prinzipien des Dolmetschprozesses. Die Analyse dieses Prozesses sensibilisiert die zukünftigen Dolmetscher für die dort ablaufenden Vorgänge und kulturspezifischen Handlungsmuster. Auf diese Weise werden sie in die Lage versetzt, sowohl eine fremde als auch die eigene Dolmetschleistung methodisch reflektieren zu können.

Notations- und Mnemotechniken

In den Lehrveranstaltungen dieses Bereichs werden die für das Konsekutivdolmetschen unerlässlichen Notations- und Mnemotechniken erlernt, analysiert und geübt. Dabei wird insbesondere auf das Zusammenspiel von sprachenunabhängigen Notationstechniken und der Rezeptions- und Gedächtnisleistung eingegangen.

Rhetorik und Körpersprache

Eine professionelle Dolmetschleistung verlangt sowohl rhetorische Kompetenz als auch die richtige Körpersprache. Im Studium wird daher ein Bewusstsein für diese Elemente des Dolmetschens entwickelt und die entsprechenden Fertigkeiten werden geschult.

Dolmetschtechnologie

Im Mittelpunkt steht hier der Umgang mit den technischen Arbeitsmitteln des Dolmetschers. Themen sind u.a. Konferenztechnik, d.h. die Organisation von Dolmetsch­leistungen auf Konferenzen, und der Aufbau terminologischer Datenbanken im Rahmen der Einsatzvorbereitung. In Form einer Projektarbeit werden praxisbezogene Probleme rund um den Beruf des Dolmetschers behandelt.

Fachdolmetschen allgemein

In diesem Bereich geht es einerseits darum, den Studierenden das notwendige Wissen in Bezug auf unterschiedliche fachspezifische Redestile zu vermitteln sowie sie andererseits zum Dolmetschen fachgebundener Redebeiträge zu befähigen. Dazu gehören Verhandlungen und Redetexte zu wirtschaftlichen, politischen, rechtlichen und technischen Themen sowie das Vortragsdolmetschen auf internationalen Fachkonferenzen.

Dolmetschen im juristischen Kontext

Ein inhaltlicher und methodischer Schwerpunkt ist die Vermittlung von Grundkenntnissen und Fertigkeiten des Dolmetschens für Polizei, Gerichte sowie von Kenntnissen über rechts­gebundene Themen und rechtlich relevante Aspekte des Dolmetschens.

Mediendolmetschen

Neben speziellen technischen Fertigkeiten und dem Übersetzen von Konferenzmaterialien wird hier insbesondere die Fähigkeit zum Simultandolmetschen unter hohen Anforderungen an die Präsentationsform geschult. Erreicht werden soll eine professionelle Dolmetschleistung unter Beachtung u.a. der eigenen Körpersprache, des eigenen Stils und Verhaltens.

Ziel des Studiums ist es, auf diesen Gebieten das erforder­liche Methodenwissen sowie die Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, um fachsprachliche Mitteilungen in der Quellensprache schnell und richtig zu verstehen und sie unter Wahrung des Inhalts und ihrer stilistischen Eigenschaften in sprachlich und rhetorisch angemessener Weise in die Zielsprache zu dolmetschen.

Der Studiengang Konferenzdolmetschen wird mit dem akademischen Grad Master of Arts (M.A.) als weiterem berufsqualifizierenden Abschluss beendet.

Der Gesamtumfang des studentischen Arbeitsaufwandes (Workload) für das Master­studium Translatologie beträgt 120 Leistungspunkte, die sich folgendermaßen zusam­mensetzen:

  • 6 Pflichtmodule zu je 10 LP (60 LP)
  • 3 Wahlpflichtmodule zu je 10 LP (30 LP)
  • Masterarbeit zu 30 LP

In jedem Studienjahr werden i. d. R. 60 LP erworben, die auf bestandene Modul­prüfungen vergeben werden. Ein Leistungspunkt entspricht einem Arbeitsaufwand der Studierenden von ca. 30 Zeitstunden im Präsenz- und Selbststudium, Prüfungsvorberei­tung und ‑durchführung inbegriffen. Der gesamte Arbeitsaufwand der Studierenden soll im Studienjahr – inklusive der vorlesungsfreien Zeit – 1800 Zeitstunden nicht über­schreiten.

Die Regelstudienzeit umfasst, einschließlich der Masterarbeit, vier Semester. Diese wird üblicherweise im dritten bis vierten Semester verfasst. Im Falle eines Teilzeitstudiums ver­ringert sich der studentische Arbeitsaufwand entsprechend dem Anteil des Teilzeit­studiums und die Regelstudienzeit verlängert sich entsprechend.

Ein Auslandsaufenthalt ist während des Masterstudiums möglich. Er ist von den Studierenden selbst zu organisieren. Insbesondere haben die Studierenden vor Antritt eines Studienaufenthalts sicherzustellen, dass die Studienleistungen oder die Module anerkannt und auf den Studiengang angerechnet werden. Maximal die Hälfte der Leistungspunkte kann im Ausland erworben werden.

Der Masterstudiengang Konferenzdolmetschen bereitet auf eine berufliche Tätigkeit als Dolmetscher in verschiedenen Einsatzbereichen vor. Dolmetscher sind häufig freiberuflich oder in speziellen Büros tätig. Neben den fachlichen Anforderungen ist für diesen Beruf ein ausreichendes Maß an Belastbarkeit und Mobilität notwendig. Eine Fest­einstellung ist z.B. bei Ministerien und Behörden, bei der EU und anderen internationalen Organisationen möglich. Dolmetschern mit deutscher Muttersprache bieten sich häufig interessante Arbeitsmöglichkeiten im Ausland.

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): nein
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09.
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: u.a. phoniatrisches Gutachten

Weiterführende Informationen finden Sie auf unseren Seiten "Online-Bewerbung" und "Bewerbung für ein Masterstudium".

Studienangebot im Wintersemester: 3. FS - zulassungsfrei
Studienangebot im Sommersemester: 2. FS und 4. FS - jeweils zulassungsfrei
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09. für Wintersemester; 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: Anrechnungsbescheid, phoniatrisches Gutachten

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

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