Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Sozialwissenschaften
  • Studientyp

    weiterführend
  • Abschluss

    Master of Arts
  • Lehrsprache

    Deutsch
  • Studienform

    Teilzeit, Vollzeit
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    örtlich zulassungsbeschränkt
  • Regelstudienzeit

    4 Semester

  • Leistungspunkte

    120

Zugangsvoraussetzungen

  • Abschluss eines Bachelorstudiums mit Kernfach/Schwerpunkt Soziologie mit in der Regel 90 Leistungspunkten (LP), mindestens jedoch 60 LP im Fach Soziologie oder Abschluss eines als gleichwertig anerkannten sozialwissenschaftlichen Studiums (in Zweifelsfällen entscheidet der Prüfungsausschuss)
  • Nachweis von Kenntnissen in Englisch und einer weiteren Fremdsprache (Kenntnisse in Englisch gemäß Stufe B2, in der zweiten Sprache gemäß Stufe A2 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen)

Für diesen Studiengang ist eine Eignungsfeststellungsprüfung erforderlich. Bitte informieren Sie sich auf der Seite des Instituts. Das Vorliegen der genannten Voraussetzungen wird durch die Fakultät überprüft, die hierüber einen Bescheid erlässt. Dieser dient zum Nachweis der entsprechenden Zugangsvoraussetzungen.

Inhalte

(1) Vermittlung vertiefter sozialwissenschaftlicher Kompetenzen  

Das Masterstudium Soziologie ist ein forschungsorientiertes Studium, das es den Absolventen ermöglicht, aus soziologischen und anderen sozialwissenschaftlichen Theorien empirische Hypothesen zu entwickeln und geeignete empirische Untersuchungsdesigns zu deren Überprüfung zu definieren. Mittels empirischer Primär- und Sekundärforschung erzeugte Datensätze sollen in professioneller Weise statistisch ausgewertet und die Ergebnisse adäquat interpretiert werden. Es werden die international und interdisziplinär in der empirischen Forschung üblichen Auswertungsverfahren der multivariaten statistischen Analyse (z.B. multiple Regressionsverfahren unter Einschluss nichtmetrischer Verfahren, Ereignisanalyse, Faktorenanalyse, Skalierungsverfahren usw.) nicht nur vermittelt, sondern auch an Datensätzen praktisch eingeübt.   

Inhaltlich stehen die Untersuchung sozialen Handelns im Kontext sozialer Strukturen und Institutionen und die aggregierten sozialen Wirkungen individueller sozialer Handlungen in Bezug auf den sozialen Wandel, die Veränderung von Institutionen und die Generierung sozialer Prozesse im Vordergrund. Die Anwendungsfelder sind unterschiedliche Aspekte der Sozialstruktur (Migration, Bevölkerung, Familie, Bildung und soziale Ungleichheit in Arbeitsmarkt und in Organisationen) und ihr Wandel im Kontext der Europäisierung und Globalisierung unter dem Einfluss der Sozialpolitik auf europäischer und nationaler Ebene. Zu weiteren Schwerpunkten zählen die Soziologie abweichenden Verhaltens und andere mikrosoziologische Anwendungen genereller Handlungstheorien, Organisations- und Wirtschaftssoziologie sowie die Weiterentwicklung und Prüfung entscheidungs- und spieltheoretischer Modelle für soziale Normen und Institutionen.   

Im Einzelnen werden dabei  folgende forschungsbezogene Kompetenzen vertiefend vermittelt: 

  • Analytische Fähigkeiten (Formulierung einer Forschungsfrage; Auswahl geeigneter Theorien; Herleitung empirisch prüfbarer Hypothesen; Interpretation und Kritik von Forschungsergebnissen)
  • Definition geeigneter empirischer Untersuchungsdesigns (Experimente: Laborexperimente, Vignettenstudien; Nichtexperimentelle Querschnitts- und Längsschnittdesigns)
  • Selbständige Durchführung eines Forschungsprojekts (Forschungsseminar) 
  • Umgang mit vorhandenen Datensätzen der Umfrageforschung (z.B. SOEP) und der amtlichen Statistik
  • Anwendung geeigneter statistischer Analyseverfahren; ggf. qualitativer Analyseverfahren
  • Erstellen eines Forschungsberichtes Mündliche Präsentation und Diskussion/Verteidigung des Forschungsberichts

 

(2) Spezialisierung durch vielfältige Wahlmöglichkeiten  

Es besteht die Möglichkeit zur Schwerpunktsetzung innerhalb des Faches Soziologie (Wahl spezieller Themenfelder) und innerhalb des Wahlbereichs (Wahl eines ergänzenden Faches bzw. ergänzender Fächer). Dadurch wird den Studierenden einerseits die Möglichkeit gegeben, ihre besonderen wissenschaftlichen und beruflichen Interessen zu verfolgen und andererseits ihre fachlichen Kenntnisse und beruflichen Einsatzmöglichkeiten durch die Wahl weiterer Fächer zu erweitern.  

Innerhalb des Faches Soziologie stehen dabei folgende spezielle Themenfelder zur Wahl:

  • Globalisierung, Europäisierung und soziale Sicherheit
  • Abweichendes Verhalten und Kriminalitätswahrnehmung
  • Märkte, Organisationen und Institutionen 
  • Sozialstruktur im gesellschaftlichen Wandel
  • Ausgewählte Fragestellungen der Soziologie I und II  

Innerhalb des Wahlbereichs können Module belegt werden aus den Fächern:  

  • Betriebswirtschaftslehre 
  • Volkswirtschaftslehre 
  • Wirtschaftsinformatik 
  • Geographie 
  • Kulturwissenschaften
  • Kommunikations- und Medienwissenschaft

Der Masterstudiengang Soziologie (120 LP) setzt sich zusammen aus dem Kernbereich Soziologie mit 60 Leistungspunkten, einem Wahlbereich mit 30 Leistungspunkten und der Masterarbeit mit 30 Leistungspunkten.

Die Arbeitsmarktchancen unspezifisch ausgebildeter Absolventen sozialwissenschaftlicher Studiengänge stellen sich bekanntlich als nicht durchgängig günstig dar und dürften neben den konzeptuell-analytischen Fähigkeiten und dem schriftlichen und mündlichen Darstellungsvermögen verschiedenster Inhalte stark von weiteren außerfachlichen Qualitäten bzw. Qualifikationen wie Kommunikationsfähigkeit, sozialer Kompetenz und Teamfähigkeit abhängen, die zu fördern jeder sozialwissenschaftliche Studiengang sich bemüht.   

Anders ist die Lage von Absolventen mit einer theoretisch fundierten und durch forschungspraktische Erfahrungen untermauerten Ausbildung, die schwerpunktmäßig die quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung umfasst. Es besteht nach wie vor eine starke Nachfrage nach in der empirischen Sozialforschung qualifizierten Absolventen, die sowohl von universitären Institutionen (etwa PhD- Programme im In- und Ausland; empirische Forschungsprojekte) und in der angewandten und Grundlagenforschung tätigen Forschungseinrichtungen, als auch von Firmen der kommerziellen Markt- und Meinungsforschung, Beratungsfirmen und Institutionen der Bildungs- und Hochschulevaluation ausgeht. Es zeichnet sich eine zunehmende Hinwendung zu methodisch kontrollierter (evidenzbasierter) empirischer Forschung zur Abstützung von Handlungsempfehlungen ab, zum Beispiel jüngst auch verstärkt im Bildungsbereich (Stichwort: PISAStudien).

Auch Verbände, Parteien und Unternehmen suchen heute verstärkt nach Sozialwissenschaftlern mit fundierten Methodenkenntnissen. Solche Methodenkenntnisse sind selbst dann unverzichtbar, wenn es nicht primär um die Durchführung empirischer Primärforschung geht, sondern um die Erstellung von Expertisen und die Auswertung der Ergebnisse empirischer Primärforschung mit dem Ziel der Vorbereitung von Handlungsempfehlungen (zum Beispiel in der Sozialpolitik).  Dabei treten Absolventen soziologischer Studiengänge in Konkurrenz zu denen aus anderen Studiengängen (Betriebswirtschaftslehre, Kommunikationswissenschaft, Erziehungswissenschaft usw.), können sich allerdings dann durchsetzen, wenn sie über im Studium erworbene forschungspraktische Kenntnisse und Erfahrungen verfügen.      

Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang eine theorieorientierte, aber disziplinär offene Ausbildung, die es möglich macht, einerseits empirische Forschung problembezogen und unter Anwendung einschlägiger, theoretisch begründeter Hypothesen des jeweiligen Forschungsfelds zu betreiben bzw. zu beurteilen. Andererseits ist es wichtig, auch ökonomische und andere, nicht genuin soziologische und sozialwissenschaftliche Theorien in ihrer Aussage- und Erklärungskraft einschätzen zu können. Dem Rechnung tragend bereitet das Masterstudium im Fach Soziologie an der Universität Leipzig entweder auf eine Fortführung und Vertiefung der wissenschaftlichen Ausbildung im Kontext eines Promotionsstudiums oder auf eine forschungsnahe Tätigkeit in der angewandten oder kommerziellen Forschung, in Beratungsfirmen, Verbänden und Wirtschaftsunternehmen vor.   

Durch die Vermittlung zusätzlicher Qualifikationen (Analytische Fähigkeiten im Umgang mit verschiedenartigen Problemen, Umgang mit IT-Anwendungen, Kommunikationsfähigkeit, Fähigkeit zur Präsentation und Verteidigung von Ergebnissen und Thesen) kommen auch andere berufliche Tätigkeiten, die für Sozialwissenschaftler üblicherweise in Frage kommen, in Betracht (insbesondere Tätigkeiten im Human Ressource Management und in verschiedenen anderen Feldern der Wirtschaft; Unternehmensberatungen; Journalismus und Wissenschaftsjournalismus; usw.).

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): ja
Bewerbungsfrist: 02.05.-31.05.
Bewerbungsportal: AlmaWeb

Weiterführende Informationen finden Sie auf unseren Seiten "Online-Bewerbung" und "Bewerbung für ein Masterstudium".

Studienangebot im Wintersemester: 3. FS - zulassungsfrei
Studienangebot im Sommersemester: 2. FS und 4. FS - jeweils zulassungsfrei
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09. für Wintersemester; 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: Anrechnungsbescheid, Eignungsprüfung

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

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