Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Geistes- und Sprachwissenschaften
  • Studientyp

    grundständig
  • Abschluss

    Bachelor of Arts
  • Lehrsprache

    Deutsch
  • Studienform

    Teilzeit, Vollzeit
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    zulassungsfrei
  • Regelstudienzeit

    6 Semester

  • Leistungspunkte

    180

Zu „Westslawistik M.A. (Master of Arts)”

Video "Das sagen die Studierenden"

Zugangsvoraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife, Fachgebundene Hochschulreife

  • Kenntnisse in einer modernen Fremdsprache auf Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens

Inhalte

Im Zuge der verstärkten Zusammenarbeit innerhalb der EU und der Nachbarschaft zwischen der Republik Polen, der Tschechischen Republik und Deutschland ergibt sich ein erhöhter Bedarf an qualifizierten Fachkräften – Kennern der Kultur, Literatur, Geschichte und Gesellschaft beider Nachbarländer mit Sprachkompetenz in Polnisch und/oder Tschechisch. Das Studium kann ohne Vorkenntnisse in beiden Sprachen begonnen werden. Deshalb baut es auf einer gründlichen Sprachausbildung auf, wobei der Schwerpunkt nach Wahl des Studierenden entweder auf Polnisch oder auf Tschechisch gelegt wird (Vorkenntnisse in Tschechisch und/oder Polnisch werden bei Nachweis als entsprechende Leistungen anerkannt). Damit verbunden werden die für den Bachelorabschluss erforderlichen Inhalte von polonistischer und bohemistischer Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und Kulturstudien/Kulturgeschichte gelehrt. Zu den Komponenten des Studiums gehören auch berufsfeldorientierte Schlüsselquali­fikationen und optionale fachübergreifende Perspektiven.

Großer Wert wird vor allem auf interdisziplinäre und komparatistische Aspekte gelegt, sowohl innerhalb des westslawischen Bereichs (Polnisch, Tschechisch und Slowakisch) als auch im Bezug zum europäischen kulturellen, historischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontext, insbesondere zu Deutschland.

Das Studium orientiert auf ein breites Berufsspektrum. Deshalb werden entsprechend den Anforderungen und aktuellen Entwicklungen in der Westslawistik die grundlegenden fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden so vermittelt, dass die Studierenden zu wissenschaftlich-systematischer Arbeit, selbständigem Denken und verantwortungsbewusstem Handeln befähigt werden.

Damit wird die Basis für berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und für die Fähigkeit zur eigenverantwortlichen Weiterbildung geschaffen. So bereitet z.B. ein Modul zu den Grundlagen des Übersetzens den Einstieg in eine Weiterqualifikation im Übersetzer­bereich vor.

Insbesondere sollen die Studierenden zur kritischen Einschätzung und Anwendung grundlegender Theorien und Methoden des Fachs befähigt werden, darauf aufbauend zum analyti­schen Umgang mit Texten in polnischer und tschechischer Sprache. Sie sollen Kompetenzen zur selbständigen Formulierung und Bearbeitung wissenschaft­licher Fragenkomplexe erwerben, auch im vergleichenden und disziplinübergreifenden Zusammenhang, zur fremdsprachlichen interkulturellen Kommunikation und zur Anwen­dung von Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, einschließlich Recherche, mündlicher und schriftlicher Präsentation.

Das Bachelorstudium „Westslawistik“ umfasst das Kernfach „Westslawistik“, den Bereich der Schlüsselqualifikationen sowie einen Wahlbereich. Jeder der drei Bereiche besteht aus Modulen, die einen Verbund zeitlich begrenzter und in sich geschlossener methodisch oder inhaltlich ausgerichteter Lehrveranstaltungen bezeichnen und mit einer Modulprüfung abgeschlossen werden, auf deren Grundlage die Leistungspunkte (LP) vergeben werden. Ein LP entspricht einem Arbeitsaufwand von ca. 30 Zeitstunden (Präsenz-, Selbststudium, Prüfungsvorbereitung und -durchführung).

Kernfach (90 LP)

  • 70 LP Pflichtmodule
  • 10 LP Wahlpflichtmodule
  • 10 LP Bachelorarbeit

Schlüsselqualifikationsmodule (30 LP)

  • 10 LP fakultätsinterne SQ-Module
  • 10 LP fakultätsübergreifende SQ-Module
  • 10 LP Auslandsaufenthalt oder Praktikum

Wahlbereich (60 LP)

Im Kernfach muss bereits vor Studienbeginn zwischen den Schwerpunkten Tschechisch oder Polnisch gewählt werden. Besonders begabte Studierende können ab dem dritten Fachsemester auch eine Ausbildung im jeweils anderen Schwerpunkt erhalten und dann ab dem fünften Fachsemester in den achtsemestrigen Studiengang Bachelor Plus „Westslawistik interkulturell“ wechseln, in den jeweils ein einsemestriger Studienaufenthalt in Polen (Universität Wrocław) und in Tschechien (Karlsuniversität Prag) integriert ist (vgl. Studienführer Bachelor Plus Westslawistik interkulturell). Für dieses Auslandsjahr kann ein Stipendium beantragt werden.

Neben den Modulen des Kernfachs und der Schlüsselqualifikationen umfasst das Bachelorstudium „Westslawistik“ einen Wahlbereich. Im Wahlbereich werden 60 LP erworben, in der Regel aus 6 Modulen zu je 10 LP. Einige Institute der Universität Leipzig bieten ein sog. Wahlfach an, für das sich der Studierende anmeldet und dann Module im Umfang von 60 LP aus diesem Fach belegen und somit ein Nebenfach studieren kann. Ansonsten sind die Module des Wahlbereichs aus dem Angebot der Philologischen Fakultät, der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften, der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie sowie der Theologischen Fakultät bzw. aus der Moduldatenbank zu wählen. Empfohlen wird, mindestens drei fachlich zusammengehörende Module zu wählen, die als kleiner Wahlbereich eines Faches zusammengefasst sind. Die verbleibenden 3 Module/30 LP können auf ein weiteres Fach in einem zweiten kleinen Wahlbereich oder auf drei beliebige Einzelmodule entfallen. Auch eine Aufstockung des Kernfaches um bis zu 3 Module/30 LP ist möglich. Werden sechs Module belegt, die einem Studiengang zugeordnet sind oder in vergleichbarer Weise fachlich zusammengehören und als großer Wahlbereich eines Faches ausgewiesen sind, wird dies in geeigneter Weise im Diploma Supplement bescheinigt.

Bachelorabsolventen der Westslawistik finden mögliche Berufsfelder in allen Bereichen, in denen eine solide Kompetenz in der polnischen und/oder tschechischen Sprache, fundiertes Wissen über Kultur- und Literatur, Geschichte und Gesellschaft beider Nach­barländer benötigt wird, z. B. in folgenden Sparten:

  • Kultur- und Wissenschaftsmanagement, Kulturaustausch
  • Stiftungen und internationale Organisationen
  • Journalismus/Medien
  • Verlagswesen, Bibliotheken, Archive und Museen
  • Außenwirtschaft und Handel
  • Auswärtiger Dienst
  • Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
  • wissenschaftliche Dienste (ergänzender Masterabschluss und Promotion empfohlen)
  • Erwachsenenbildung und weiteres Bildungswesen (außer deutsche staatliche Schulen; hierfür ist ein Lehramtsabschluss erforderlich)

Ratsam ist es, im Laufe des Studiums beruflich verwertbare Kontakte zu entwickeln (z.B. im Praktikum des fünften Semesters). Der Career Service der Universität Leipzig kann Sie zur Vorbereitung des Übergangs in die Arbeitswelt beraten.

Wissenschaftliche Weiterqualifikation

Nach erfolgreichem Abschluss des Studiengangs Bachelor „Westslawistik“ kann ein Masterstudium angeschlossen werden.

Ein Studienaufenthalt im Ausland wird grundsätzlich empfohlen. Er ist von den Studie­renden unter Beratung durch den zuständigen Studienfachberater selbst zu organisie­ren. Sofern die Studierenden planen im Ausland zu studieren und zu erbringende Leistungen an der Universität Leipzig anrechnen zu lassen, haben sie vor Antritt sicher­zustellen, dass die zu studierenden Module durch den zuständigen Prüfungsausschuss im Einvernehmen mit dem jeweiligen Institut anerkannt werden.

Die zahlreichen Austauschverträge der Leipziger Westslawistik zu Universitäten in Polen (Breslau, Krakau, Warschau, Katowice, Danzig, Posen) und Tschechien (Prag, Brünn, Ústí nad Labem, Olomouc, Ostrava) ermöglichen die Wahl aus einem breiten Spektrum von Auslandsstudienplätzen.

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): nein
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09.
Bewerbungsportal: AlmaWeb

Weiterführende Informationen zur Bewerbung finden Sie auf unserer Seite "Online-Bewerbung".

Studienangebot im Wintersemester: 3. FS und 5. FS - jeweils zulassungsfrei
Studienangebot im Sommersemester: 2. FS, 4. FS und 6. FS - jeweils zulassungsfrei
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09. für Wintersemester; 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: Anrechnungsbescheid

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

Internationalität

Ausschließlich für die Studiengangsvariante „Westslawistik Interkulturell – Bachelor Plus“:
Zweisemestriger Studienaufenthalt an ausländischen Partnerhochschulen

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