Altorientalisches Institut

1. Was begeistert Sie an Ihrem Fachgebiet?

Die Arbeit an jahrtausendealten Texten, die uns Kenntnisse über lange untergegangene Kulturen vermitteln. Dabei reizt immer wieder die Herausforderung, sich neuen Problemen bei der Entzifferung und Deutung zu stellen.

2. Welche Bereitschaft, Interessen, Neigungen und welche Fähigkeiten sollten Studieninteressenten aus Ihrer Sicht mitbringen, um das Studium erfolgreich zu bewältigen?

Zunächst sollte man Interesse für die altorientalische Kultur und Geschichte mitbringen. Der Schwerpunkt liegt in unserem Studiengang auf dem Studium alter Sprachen und der Keilschrift, wozu aber keine Vorkenntnisse von Nöten sind. Ein Studienanfänger sollte aber an der Lektüre antiker Texte (z.B. Literatur, Briefe, Gesetze, religiöse Texte) interessiert sein.

3. Welche Berufsbilder und Berufsperspektiven können sich für Absolventen dieses Studiengangs ergeben?

Die Altorientalistik ist ein Fach, das sich in der Hauptsache auf die Forschung konzentriert. Ein Abschluss wird daher meist zu einer akademischen Laufbahn führen. Gerade in Deutschland und dem europäischen Ausland gibt es eine Vielzahl von Instituten, die sich auf Altorientalistik spezialisieren. Je nach Ausprägung der Interessen und entsprechender Wahl von Nebenfächern können berufliche Wege auch in Richtung archäologischer, musealer, journalistischer (etc.) Tätigkeit gegangen werden.

4. Welchen Rat würden Sie Studienanfängern mit auf den Weg geben?

Zunächst rate ich Studienanfängern, die zögern sich für ein „Orchideenfach“ einzuschreiben, dem eigenen Interesse zu folgen und sich an der Altorientalistik zu versuchen. Wer diesen Schritt gewagt hat, soll sich dann gerade im ersten Studienjahr nicht entmutigen lassen, wenn auch der Sprachunterricht anfangs etwas aufwendig sein sollte. Die Mühe wird sich lohnen und Türen zum Studium vielschichtiger Kulturen öffnen.