Institut für Musikwissenschaft

1. Was begeistert Sie an Ihrem Fachgebiet?

Dass wir uns bei Musik mit einer grundlegenden und komplexen Art menschlichen Ausdrucks beschäftigen, die in allen Kulturen vielfältige Erscheinungsformen ausgeprägt hat. So unmittelbar uns Musik im Konzert oder Alltag ergreifen mag, sie in ihrer kulturellen und historischen Situiertheit oder in ihren psychologischen Wirkungen wissenschaftlich zu fassen, kann aufgrund ihres flüchtigen Charakters durchaus herausfordernd sein.

2. Welche Bereitschaft, Interessen, Neigungen und welche Fähigkeiten sollten Studieninteressenten aus Ihrer Sicht mitbringen, um das Studium erfolgreich zu bewältigen?

Ein geisteswissenschaftliches Studium bedeutet viel schriftlich zu arbeiten: Freude am Lesen und Schreiben ist dafür unabdingbar. Darüber hinaus kann die Beherrschung eines Instruments eine große Hilfe bei der Bewältigung der musiktheoretischen Anforderungen im Studium sein. Musikwissenschaft ist aber keine künstlerische Ausbildung. Es geht darum, sich systematisch, theoretisch und kritisch mit Musik in Geschichte und Gegenwart auseinanderzusetzen.

3. Welche Berufsbilder und Berufsperspektiven können sich für Absolventen dieses Studiengangs ergeben?

Musikwissenschaftlerinnen arbeiten u. a. an Konzerthäusern, Opernhäusern, in Verlagen, an Bibliotheken; natürlich auch in der Forschung. Das Spektrum reicht von wissenschaftlichen und dramaturgischen Arbeiten, die nah an den Studieninhalten sind, bis zu organisatorischen Gelegenheitsjobs. Es ist wichtig, sich frühzeitig durch Praktika oder Nebentätigkeiten zu orientieren und mögliche Berufsfelder kennenzulernen. Das kann auch wertvolle Kontakte für den Berufseinstieg mit sich bringen.

4. Welchen Rat würden Sie Studienanfängern mit auf den Weg geben?

Genießen Sie das Studium und die Stadt. Finden Sie heraus, wo Ihre Interessen liegen. Engagieren Sie sich am Institut wie in der Universität und nehmen Sie viel vom abwechslungsreichen musikalischen Leben Leipzigs mit.