Der Studiengang Musikwissenschaft vermittelt Ihnen breites Wissen über Musik in Geschichte und Gegenwart. In der Historischen Musikwissenschaft setzen Sie sich mit musikalischen Werken und Praktiken in ihren kulturgeschichtlichen Kontexten auseinander, in der Musiksoziologie und -philosophie mit den gesellschaftlichen, psychologischen und philosophischen Dimensionen von Musik. Nach dem Studium sind Sie in der Lage, musikkulturelle Phänomene zu analysieren und sich kompetent in den Diskurs über Musik einzubringen.

Tag der offenen Tür am 13.01.2022: Wir laden Sie herzlich ein, in Vorlesungen und Seminare digital hineinzuschnuppern, sich beraten zu lassen und unsere Studiengänge kennenzulernen. Hier geht es zu den Angeboten der Fakultät.

Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften
  • Studientyp

    grundständig
  • Abschluss

    Bachelor of Arts
  • Lehrsprache

    Deutsch
  • Studienform

    Vollzeit, Teilzeit
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    zulassungsfrei, Eignungsfeststellungsprüfung
  • Regelstudienzeit

    6 Semester

  • Leistungspunkte

    180

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Zugangsvoraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife, Fachgebundene Hochschulreife

  • keine besonderen Sprachkenntnisse erforderlich

Für diesen Studiengang ist eine Eignungsfeststellungsprüfung erforderlich. Bitte informieren Sie sich auf der Seite des Instituts.

Inhalte

Der Bachelorstudiengang Musikwissenschaft vermittelt Ihnen ein breites Wissen über Musik. Er führt ein in die Musikgeschichte, Musiksoziologie und -philosophie und setzt weitere Schwerpunkte in Tonsatz, Instrumentenkunde und auf berufsfeldspezifischen Qualifikationen.

  • Historische Musikwissenschaft

Musikgeschichte widmet sich den Personen, den musikalischen Werken und Praktiken in der Geschichte. Dazu gehören natürlich berühmte Musikwerke, Komponistinnen und Komponisten, aber beispielsweise auch Musizierende sowie Hörerinnen und Hörer und ihre Umgangsformen mit Musik. Von der Musik der Antike bis in die Gegenwart lernen Sie die gesamte europäische Musikgeschichte kennen. Schwerpunkte in der Forschung sind die Musik vor 1700 in ihrem „alteuropäischen“ Kulturzusammenhang und die Musik seit dem 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart, wobei räumlich neben Süd- und Osteuropa auch die „Musikstadt Leipzig“ eine wichtige Rolle spielt. In der Lehre vermitteln wir eine breite Grundlage (Überblicksvorlesung, Formanalyse, Tonsatz, Notationskunde, Editionspraxis), auf die Kurse zu speziellen musikgeschichtlichen Themen aufbauen.

  • Musiksoziologie und Musikphilosophie

Musiksoziologie und -philosophie beschäftigen sich mit der gesellschaftlichen Natur von Musik und mit der Klärung der Konzepte, die das schillernde und vieldeutige Phänomen Musik mit sich bringt. Musiksoziologie verfährt interdisziplinär: historisch, anthropologisch, semiotisch, empirisch und medientheoretisch. Sie muss fragen: Wie hängen die klangliche Gestaltung und begriffliche Durchdringung einer speziellen musikalischen Form mit der sozialen Wirklichkeit zusammen? Musikphilosophie reflektiert Begriffe wie Praxis, Kommunikation, Kunst, Werk, Ausdruck, Klang, Körper oder Zeit.

  • Tonsatz und Musiktheorie

Der Tonsatzunterricht vermittelt musiktheoretisches Grundlagenwissen. Er ist untergliedert in Harmonielehre mit den Schwerpunkten 18. und 19. Jahrhundert, Kontrapunkt mit den Schwerpunkten Palestrina-Stil und Bach-Fuge, sowie Musik des 20. und 21. Jahrhunderts und Komposition.

  • Instrumentenkunde und Akustik

Die Instrumentenkunde widmet sich der Bau- und Funktionsweise sowie der Geschichte der Musikinstrumente einschließlich ihrer akustischen Grundlagen und der musikalischen Aufführungspraxis. Die Lehrveranstaltungen zur Instrumentenkunde finden am universitätseigenen Museum für Musikinstrumente statt, das ein Alleinstellungsmerkmal der Universität Leipzig in der deutschen Hochschullandschaft bildet.

Zu den berufsfeldspezifischen Qualifikationen zählen insbesondere philologische Quellenarbeit, Editions- und Lektoratstechnik, das Verfassen musikbezogener Texte sowie Museologie. Regelmäßig lehren Akteure aus der Leipziger Musikszene am Institut und geben Einblicke in die Berufspraxis.

Diese Grafik zeigt den Aufbau des Bachelor of Arts Musikwissenschaft. Der Aufbau ist auch im Textteil beschrieben.

Das Bachelorstudium Musikwissenschaft wird im Umfang von insgesamt 180 Leistungspunkten studiert.

Es setzt sich aus Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen und der Bachelorarbeit im Kernfach Musikwissenschaft (90 Leistungspunkte) und einem frei gestaltbaren Wahlbereich oder einem Wahlfach zusammen. Für den Wahlbereich oder das Wahlfach sind 60 Leistungspunkte vorgesehen.

Darüber hinaus werden weitere 30 Leistungspunkte im Bereich der Schlüsselqualifikationen studiert. Letztere können sowohl fachspezifisch, fakultätsintern oder fakultätsübergreifend gewählt werden.

Mit dem Thomanerchor, Musikverlagen, dem Deutschen Musikarchiv und dem Gewandhaus hat Leipzig eine lange Tradition als Musikstadt.

Als Studierende profitieren Sie von der Vernetzung des Instituts mit den unterschiedlichen Musikinstitutionen. Dazu gehören auch die Oper Leipzig, das Museum für Musikinstrumente, das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften und das Bach-Archiv. Hieraus ergeben sich Praktikumsplätze, Sie gewinnen Einblicke in die Praxis und wertvolle Kontakte für den Berufseinstieg.

Das Institut pflegt vielfältige internationale Beziehungen, beispielsweise nach Frankreich, Großbritannien, Italien, Portugal und Osteuropa. Wir unterstützen Sie, wenn Sie einen Auslandsaufenthalt in Ihr Studium integrieren.

Im Studium erhalten Sie eine wissenschaftliche Grundlage, die Sie für Berufstätigkeiten in allen gesellschaftlichen Feldern, in denen professionelle musikbezogene Kompetenzen gefragt sind, qualifiziert.

Dazu gehören insbesondere Tätigkeiten:

  • an Forschungs- und Editionsinstituten,
  • an Musikhochschulen und Universitäten,
  • in Musikverlagen,
  • in Museen,
  • in Konzerthäusern und Musiktheatern,
  • in Musikschulen,
  • in Medienhäusern (Presse, Rundfunk, Fernsehen),
  • in kommunalen und staatlichen Organen der Kulturverwaltung,
  • in vielfältigen Bereichen der Musikproduktion,
  • in der Erwachsenenbildung.

Zugleich bildet der Bachelorstudiengang Musikwissenschaft eine Voraussetzung für die Zulassung zum konsekutiven Masterstudiengang Musikwissenschaft.

  • Praktika können ggf. als Schlüsselqualifikation angerechnet werden.
  • Wir unterstützen Sie, wenn Sie einen Auslandsaufenthalt in Ihr Studium integrieren möchten.

     

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): nein
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09.
Bewerbungsportal: AlmaWeb

Beachten Sie unbedingt unsere weiteren Hinweise auf der Seite "Online-Bewerbung".

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

 

Studienangebot im Wintersemester: 3. FS und 5. FS - jeweils zulassungsfrei
Studienangebot im Sommersemester: 2. FS, 4. FS und 6. FS - jeweils zulassungsfrei
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09. für Wintersemester; 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: Anrechnungsbescheid

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

Für das 1. Fachsemester dieses Studienganges ist eine Eignungsfeststellungsprüfung erforderlich. Bitte informieren Sie sich auf der Webseite des Institutes über das Anmeldeverfahren zur Eignungsfeststellungsprüfung und die dafür geltenden gesonderten Fristen! Die Bewerbung für den Studiengang muss unabhängig von der Anmeldung zur Eignungsfeststellungsprüfung erfolgen.

Poträt von Prof. Bernd Franke, Foto: privat
Studentin schreibt in Terminkalender, Foto: Christian Hüller
Poträt von Maria Heyne, Foto: privat
Studentin vor Wand mit Glühbirne über dem Kopf, Foto: Christian Hüller
Poträt in sepia von Manuel Bärwald, Foto: privat
Student der Musikwissenschaft am Flügel im Seminarraum, Foto: Christian Hüller
Blick über die Schulter auf die Klaviertastatur, Foto: Christian Hüller