Institut für Versicherungslehre

1. Was begeistert Sie an Ihrem Fachgebiet?

Die Versicherungsbetriebslehre ist interdisziplinär und muss sich mit allen Ursachensystemen beschäftigen, die zu Versorgungsproblemen und Schadenfällen führen können: natürliche (Elementarschäden), demographische (Alters-, Gesundheits-, Pflegeversorgung), politisch-rechtliche, technische und sozio-ökonomische Aspekte prägen somit das Fach.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt die Versicherungswirtschaft auch ein äußerst buntes Bild an Menschen aus den verschiedensten Wissenschaftsdiziplinen (z.B. Ökonomen, Mathematiker, Informatiker, Juristen, Techniker, Geologen, Soziologen etc.). Die immer neuen Facetten, mit denen sich die Versicherungsbetriebslehre in einem dynamischen Umfeld beschäftigen muss, und die unterschiedlichen betriebswirtschaftlichen Funktionen (wie Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb, Rechnungswesen und Controlling, Risikomanagement, generell die Unternehmenssteuerung), die in Forschung und Lehre zu behandeln sind, sorgen für hoch interessante, abwechslungsreiche und praxisnahe Anwendungsfelder.

2. Welche Bereitschaft, Interessen, Neigungen und welche Fähigkeiten sollten Studieninteressenten aus Ihrer Sicht mitbringen, um das Studium erfolgreich zu bewältigen?

Studienbewerber sollten Interesse an Wirtschaftsthemen und an Fragen der Unternehmensführung haben. Neben zentralen Eigenschaften wie Selbstständigkeit, Initiative und Auffassungsgabe sollte auch das Denken in (wirtschaftlichen) Zusammenhängen zu den Neigungen und Fähigkeiten gehören. Ein hohes Engagement in der Vor- und Nachbearbeitung von Vorlesungsinhalten ist für ein erfolgreiches Studium der Wirtschaftswissenschaften unabdingbar.

3. Welche Berufsbilder und Berufsperspektiven können sich für Absolventen dieses Studiengangs ergeben?

Nach der Vermittlung von umfassenden Grundlagen der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie des Rechts für Wirtschaftswissenschaftler und der Formalwissenschaften Mathematik und Statistik besteht die Möglichkeit, sich für qualifizierte Tätigkeiten in Unternehmen und im öffentlichen Sektor zu qualifizieren.

Die Absolventen haben (auch abhängig von einer gewählten Spezialisierung) eine außerordentliche Breite von Einsatzmöglichkeiten als Führungskräfte und Manager in Unternehmen auf mittleren und später auch hohen Fach- und Führungsebenen. Einsatzgebiete sind in den verschiedenen betrieblichen Funktionen möglich:

  • Einkauf/ Materialwirtschaft

  • Produktion/ Arbeitsvorbereitung/ Fertigungssteuerung

  • Verkauf/ Vertrieb/ Marketing/ Marktforschung/ Werbung

  • Externes Rechnungswesen/ Unternehmensrechnung/ Bilanzierung/ Interne Revision/ Internes Rechnungswesen/ Unternehmensplanung

  • Risikomanagement, Organisation und Datenverarbeitung

  • Personalwesen/ Aus- und Weiterbildung.

Des Weiteren sind Tätigkeiten in staatlichen Verwaltungen auf Ebenen, die sich mit wirtschaftspolitischen Aufgaben befassen, in wissenschaftlichen Einrichtungen, in Organisationen ohne Erwerbscharakter, in der Medienbranche, in Wirtschaftsverbänden, in der Europäischen Union sowie in internationalen Organisationen möglich.

4. Welchen Rat würden Sie Studienanfängern mit auf den Weg geben?

Das Studium der Wirtschaftswissenschaften ist für Studierende sinnvoll, die Interesse an wirtschaftlichen Fragestellungen und deren Lösungsmöglichkeiten  besitzen. Das selbstständige Literaturstudium ist für ein erfolgreiches Studium unabdingbar.