1. Was begeistert Sie an Ihrem Fachgebiet?

Der Beruf als Zahnärztin ist für mich sehr abwechslungsreich. Die Kreativität, die Eigenverantwortung, das Zusammenspiel mit anderen Fachdisziplinen, der Umgang mit den Patienten und die persönliche Leistungserbringung für eine hochwertige zahnmedizinische Betreuung sind für mich wichtig. Durch postgraduale Weiterqualifikation habe ich mich auf dem Gebiet der zahnärztlichen Prothetik, Implantatprothetik und zahnärztlichen Implantologie spezialisiert. Der Alltag an der Universität zwischen Forschung, Lehre und Patientenbetreuung unterstützt den Transfer der Wissenschaft auf moderne Behandlungsstrategien.

2. Welche Bereitschaft, Interessen, Neigungen und welche Fähigkeiten sollten Studieninteressenten aus Ihrer Sicht mitbringen, um das Studium erfolgreich zu bewältigen?

Als angehender Zahnmediziner sollten Sie über Fleiß, Ausdauer, Konzentrationsvermögen, einer hohen Aufnahmefähigkeit und einer ruhigen Hand verfügen.

Gute Grundkenntnisse in den Naturwissenschaften Biologie, Physik und Chemie sind für den ersten Studienabschnitt sehr hilfreich, ebenso sprachliche Fähigkeiten in Englisch und Latein.

Im Zahnmedizinstudium zählt die Arbeit am Patienten. In der klinischen Phase stehen Sie im direkten Kontakt mit kleinen und großen Patienten. Sie sollten über genügende soziale Kompetenz verfügen und den Umgang mit Menschen mögen. Denn Sie benötigen das Vertrauen Ihres Patienten.

Die Tätigkeit am Patienten führt auf die Dauer zu einer erheblichen körperlichen Belastung. Sie sollten keine Beeinträchtigung des Halte- und Stützapparates haben und gut sehen können.

3. Welche Berufsbilder und Berufsperspektiven können sich für Absolventen dieses Studiengangs ergeben?

Als ambulant tätiger „Familienarzt“ werden Sie die frühkindliche Karies wie auch die prothetische Versorgung zahnloser Patienten übernehmen. Als Fachzahnarzt der Kieferorthopädie oder Oralchirurgie arbeiten Sie als Spezialist in Ihrem gewählten Fachbereich. Sie haben die Möglichkeit als angestellter Zahnarzt oder in eigener Praxis tätig zu sein. Auch die Arbeit an der Hochschule, im Gesundheitsamt oder in der Industrie ist möglich. Mit einem Zweitstudium der Medizin erhalten Sie die Berechtigung zur Weiterbildung in der Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie.

4. Welchen Rat würden Sie Studienanfängern mit auf den Weg geben?

Das Zahnmedizinstudium ist straff organisiert. Deshalb ist ein kontinuierliches Lernen von Anfang an anzustreben um keinen Hänger zu bekommen. Neben dem umfangreichen theoretischen Stoff arbeiten Sie auch schon in den ersten Semestern sehr viel in den praktischen propädeutischen Kursen. Hier sind Grundfertigkeiten in der Zahntechnik sehr von Vorteil.

Ein mehrwöchiges Praktikum im zahntechnischen Labor sollte vor Beginn des Studiums absolviert werden. Darüber hinaus sollte es Ihnen Freude bereiten an einer zukunftsorientierten zahnärztlichen Versorgung mitzuwirken.