Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde, Universitätsklinikum Leipzig

1. Was begeistert Sie an Ihrem Fachgebiet?

Für mich stellt die Zahnmedizin ein besonderes Fachgebiet dar, weil Studierende nicht nur interessantes Wissen vermittelt bekommen, sondern dieses auch frühzeitig praktisch anwenden können. Neben zahntechnischen Grundlagen wird man bereits im 4. Studienjahr an die Behandlung eigener Patienten herangeführt – das bringt Abwechslung in den Studierendenalltag und fördert ein selbstständiges Arbeiten.

2. Welche Bereitschaft, Interessen, Neigungen und welche Fähigkeiten sollten Studieninteressierte aus Ihrer Sicht mitbringen, um das Studium erfolgreich zu bewältigen?

Es ist von Vorteil, wenn Studierende ein Interesse für naturwissenschaftliche Fächer, medizinische Grundlagen und einen allgemeinen Wissensdurst mitbringen. Nichtsdestotrotz sind Fleiß und ein selbstständiges Arbeiten wichtig, um das hohe Pensum an Theorie und Praxis zu bewältigen.

Außerdem hilft es, Spaß am handwerklichen Arbeiten zu haben, da ein großer Teil des Studiums – und nicht zuletzt das spätere Arbeitsleben – viel Fingerspitzengefühl verlangt. Dieses Feingefühl sollte auch auf zwischenmenschlicher Ebene vorhanden sein, um den individuellen Wünschen und Sorgen des Patienten empathisch entgegenzutreten.

3. Welche Berufsbilder und Berufsperspektiven können sich für Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs ergeben?

Neben einer allgemeinzahnärztlichen Tätigkeit mit breitem Spektrum von Füllungstherapie bis Zahnersatz kann man sich beispielsweise im Fachgebiet der Oralchirurgie, Kieferorthopädie oder im öffentlichen Gesundheitswesen ansiedeln. Auch Masterstudiengänge oder Curricula helfen, um verschiedene Tätigkeitsschwerpunkte zu erlangen.

Wer Spaß am wissenschaftlichen Arbeiten und Lehren hat, kann z.B. eine universitäre Laufbahn anstreben. Alternativen finden sich außerdem in der Dentalindustrie, beispielsweise im Produktmanagement oder Kundendienst, im Journalismus oder der Unternehmensberatung.

4. Welchen Rat würden Sie Studienanfängern mit auf den Weg geben?

Noch vor Beginn des Studiums helfen zahnärztliche und zahntechnische Praktika, um Grundlagen kennenzulernen und spätere Arbeitsabläufe besser zu verstehen. Außerdem können manuelle Fähigkeiten getestet und geschult werden.

Wenn das Studium beginnt, sollte man jede Chance nutzen, um mit Kommilitoninnen und Kommilitonen in Kontakt zu treten. Ein enger Austausch hilft, die Herausforderungen der ersten Zeit zu meistern, sich gemeinsam auf Prüfungen vorzubereiten, Teams für die Patientenbehandlung zu bilden und auch abseits vom Lernen einen Ausgleich zu schaffen.