Der Transfer akademischen Wissens in Wirtschaft, Politik, Kultur und Zivilgesellschaft gehört zu den zentralen Aufgaben unserer Universität. Das Rektorat möchte Studierende, Lehrende und Forschende bei Transfervorhaben mit außeruniversitären Partnern aus Wirtschaft oder Gesellschaft unterstützen und stellt dafür 2026 im Programm „Wissenschaft trifft … “ 15.000 € zur Verfügung.

Förderung 2025: Maker Space „DigiSpace"

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Prof. Dr. Philipp Bitzenbauer (links) und Dr. Joaquin Veith, Preisträger 2025 im Programm „Wissenschaft trifft...", Foto: Swen Reichhold

Maker Space „DigiSpace“ fördert MINT-Bildung und stärkt Physikunterricht

Das Projekt „Maker Space DigiSpace – Programmierung und Robotik in der Physik“ will Kinder im Grundschulalter für die faszinierende Verbindung von Physik, Programmierung und Robotik begeistern. Mit einer Fördersumme von 14.400 Euro wird das Team um Professor Philipp Bitzenbauer und Dr. Joaquin Veith aus der Physikdidaktik das bestehende Lehr-Lernlabor DigiSpace zu einem lebendigen, außerschulischen Lernort erweitern, in dem Kinder und Lehramtsstudierende gemeinsam forschen, experimentieren und eigene Projekte umsetzen. In enger Kooperation mit dem Verein INSPIRATA e.V. sind vielfältige Workshops geplant, sowie offene Nachmittage für Kinder im neu entstehenden Maker Space. Die Kinder werden beim Tüfteln und Experimentieren von Studierenden betreut, die dabei ihr fachdidaktisches Verständnis vertiefen und lernen, komplexe Inhalte spielerisch und anschaulich zu vermitteln.
Durch die Integration von Informatik und Physik in einer praxisnahen, kreativen Umgebung zeigt das Projekt, dass Naturwissenschaften nicht nur analytisch, sondern auch kreativ, handlungsorientiert und digital sein können. Es fördert früh ein nachhaltiges Interesse an MINT-Fächern bei Kindern und stärkt die nächste Generation von Forscher:innen und Lehrkräften.

Bisher geförderte Projekte

Rutschungen. Lebenswelt und Demokratie an der Peripherie

Wie lässt sich demokratisches Miteinander in Regionen stärken, die vom gesellschaftlichen Wandel besonders betroffen sind? Das Projekt untersucht diese Frage anhand der Oberlausitz – einer Region im tiefgreifenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Umbruch. Gemeinsam mit lokalen zivilgesellschaftlichen Akteur:innen sollen Prozesse sichtbar gemacht, Austauschräume geschaffen und Menschen vor Ort ermutigt werden, aktiv mitzugestalten. Geplant sind Interviews, öffentliche Gespräche sowie die Erprobung theatraler Praktiken als Mittel der Beteiligung. Mit der Förderung von „Wissenschaft trifft…“ wird ein tragfähiges Netzwerk aufgebaut und ein umfangreicher Folgeantrag bei der VolkswagenStiftung vorbereitet. Ziel ist ein langfristiges Projekt zur demokratischen Teilhabe in peripheren Räumen – initiiert aus der Wissenschaft, getragen von der Zivilgesellschaft vor Ort.

Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Bernadett Bigalke (Religionswissenschaft), Dr. Michael Braun (Theaterwissenschaft), Lydia Wilinski (Centre of Competence for Theatre)

Kat4PlasC2 – Plasmakatalytische Methankopplung

Wie sich Methan effizient zu wertvollen Kohlenwasserstoffen umwandeln lässt, untersucht das Projekt „Kat4PlasC2 – Plasmakatalytische Methankopplung“ von Dr. Michael Goepel (Institut für Technische Chemie) gemeinsam mit der Leipziger enaDyne GmbH und dem Arbeitskreis Heterogene Katalyse an der Universität Leipzig. Ziel ist die Nutzung nichtthermischer Plasmen zur chemischen Wertschöpfung bei geringem Energieeinsatz. Durch die Kombination von Katalysatorforschung und moderner Plasmatechnologie wird ein nachhaltiger Ansatz für die chemische Industrie entwickelt. Die enge Zusammenarbeit mit einem innovativen Unternehmen und großes Interesse aus der Industrie belegen die hohe Relevanz des Projekts. 

Projektleitung: Dr. Michael Goepel (Institut für Technische Chemie), enaDyne GmbH

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Im Transfer-Förderprogramm „Wissenschaft trifft…“ waren Dr. Michael Braun (links) und Juniorprofessorin Dr. Bernadett Bigalke (2.v.l.) sowie Dr. Michael Goepel (rechts) erfolgreich. Die Auszeichnungen vergeben hat…

Projekt: Veranstaltungsreihe „Jetzt in Sachsen!“

Gesellschaftliche Konflikte spielen sich nicht nur auf der Bundesebene ab, sondern werden auch im Lokalen an konkreten Themen deutlich. Gerade in Klein- und Mittelstädten werden Konflikte oft als unmittelbarer und persönlicher erlebt als in Großstädten. Einerseits können Konflikte Stadtgesellschaften polarisieren, andererseits zu demokratisch-politischem Handeln motivieren. Das Else-Frenkel-Brunswik-Institut für Demokratieforschung an der Uni Leipzig hat im Vorfeld der Landtagswahl 2024 mit Menschen in verschiedenen Orten Sachsens über Gefahren für die Demokratie und die Rolle von Konflikten für demokratische Prozesse diskutiert. Die Veranstaltungen wurden federführend von Dr. Piotr Kocyba und Dr. Fiona Kalkstein in Zusammenarbeit mit dem Verein „Netzwerk  Tolerantes Sachsen e.V.“ organisiert und von den beiden freien Journalistinnen Anna Vosgerau und Eva-Josephine Weber moderiert.

Projekt: Gerechtigkeit und urbane Transformation Leipzigs in Zeiten galoppierenden Klimawandels (GuTes Klima)

Projektleitung: Dr. Karsten Haustein (Institut für Meteorologie)

Projektpartner: Stadt Leipzig, Changing Cities e.V.

Ausgangspunkt des Projektes ist die Feststellung, dass die klimagerechte Anpassung von Städten oft auf Bedenken bei Bürger:innen, Unternehmen und Verwaltungen stößt und konkrete Maßnahmen nur unzureichend umgesetzt werden. Gemeinsam mit der Initiative „Verkehrswende Leipzig“ (Teil des Changing Cities e.V.) und dem Referat Wissenspolitik der Stadt Leipzig wird das Team um Karsten Haustein kommunikative Ursachen für das zögerliche Agieren im Verkehrssektor in Leipzig analysieren und konkrete Strategien zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Wissenschaft, Kommune, Bürger:innen und Unternehmen entwickeln. So entsteht ein einfach aufgebauter Kommunikationsleitfaden für kommunale Entscheidungsträger:innen, zivilgesellschaftliche Akteur:innen, sowie Forschende, der auch von anderen Städten genutzt werden kann.

Projekt: Eine Wissensspur für Leipzig

Projektleitung: 
Prof. Dr. Jürgen Vollmer (Institut für Theoretische Physik)
Prof. Dr. Andreas Huth (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ)
Dr. Veit Heller (Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig)

Projektpartner: 
INSPIRATA – Zentrum für mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung e.V.

Als wissenschafts(geschichtlich orientiertes Gegenstück zur Leipzig Notenspur, soll die Leipziger Wissensspur die vielfältigen Facetten der Leipziger Wissenskultur im öffentlichen Bewußtsein miteinander verflechten:

  • Wissen erwerben und vermitteln in Schulen und Hochschulen,  
  • Wissen bewahren und entdecken in Bibliotheken, Museen und Archiven sowie
  • Wissen hinterfragen und vermehren in Hochschulen und Forschungsinstituten.

Anhand ausgewählter Standorte sollen dabei sowohl die Geschichte von Wissenschaft und Wissensvermittlung in der Stadt Leipzig sicht- und begehbar gemacht, als auch aktuelle Schwerpunkte in Bildung und Wissenschaft aufgegriffen werden.

Projekt: „Wenn Algorithmen Vorurteile haben“. KI gemeinsam inklusiv und diskriminierungsfrei entwickeln (KI-Kids)

Projektleitung: Dr. Anne Goldbach (Institut für Förderpädagogik)

Projektpartner: GEW Sachsen

Das Projekt wird neue, partizipative Wege zur Entwicklung diskriminierungsfreier Künstlicher Intelligenz (KI) erproben. Forschende aus Erziehungswissenschaft und Informatik werden hier gemeinsam mit Schüler:innen mit kognitiven Beeinträchtigungen Ideen entwickeln, wie KI-Werkzeuge den Jugendlichen helfen können, ihre Defizite auszugleichen. Damit schlägt das Projekt nicht nur methodisch neue Wege ein, sondern wendet sich auch eine Personengruppe, die bisher bei der Entwicklung von KI-Technologien vernachlässigt wurde. Ziel ist es, zunächst im kleinen Maßstab Praktiken und Strukturen zu entwickeln, durch die Schüler:innen mit Beeinträchtigungen an KI-Entwicklungsprozessen beteiligt werden können. Diese Strukturen sollen in anschließenden Forschungsprojekten verfeinert und nach und nach etabliert werden.

Projekt: Praktischer Geschichtsunterricht – Kinder erfahren Geschichte lebendig und (be)greifbar

Projektleitung: Prof. Dr. Dietrich Raue (Ägyptisches Museum)

Projektpartner: Anhaltischer Förderverein für Naturkunde und Geschichte e. V. (Pfaffendorf)

Projekt: Artenvielfalt in Leipzig – Eine regionale Nutzungs- und Potenzialanalyse der interaktiven Webanwendung „LifeGate

Projektleitung: Dr. Martin Freiberg (Botanischer Garten)

Projektpartner: Naturkundemuseum Leipzig

 

Projekt: Reduktion von Listeria monocytogenes auf Edelstahloberflächen mittels Nanobeschichtung (ListRed)

Projektleitung: Dr. Martin Köthe und Prof. Dr. Peggy Braun (Institut für Lebensmittelhygiene)

Projektpartner: nanopool GmbH (Schwalbach/Saar)

Projekt: Stärkung der gesellschaftlichen Integration internationaler Studierender in Leipzig durch die Entwicklung der digitalen Plattform Hallo.City

Projektleitung: Prof. Dr. Utz Dornberger (Internationales SEPT Programm/Institut für Service und Relationship Management)

Projektpartner: Deutsch-Spanische Freundschaft e.V. und wunderbar - Raum für Interdisziplinäre Zukunftsforschung (Leipzig)

Projekt: Kinder erleben Geschichte – Verstehen durch Hören, Sehen, Anfassen und Selbermachen

Projektleitung: Prof. Dr. Dietrich Raue (Ägyptisches Museum)

Projektpartner: Anhaltischer Förderverein für Naturkunde und Geschichte e. V. (Pfaffendorf)

Projekt: Wege der Organisationsentwicklung im Kulturbereich

Projektleitung: Dr. Ringo Rösener und Dr. Uta Karstein (Institut für Kulturwissenschaften)

Projektpartner: Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit e.V. (Chemnitz)

Projekt: Die Zoo-Welt mit Kinderaugen entdecken

Projektleitung: Prof. Dr. Katja Liebal (Leibzig Lab/Institut für Biologie)

Projektpartner: Zoo Leipzig

Projekt: Prozessevaluation und Entwicklung eines Softwaremoduls für das Universitätsklinikum Leipzig zur Optimierung des Patientenmanagements in der sport- und physiotherapeutischen Versorgung während des stationären Klinikaufenthaltes sowie in der Überleitung zur Anschlussheilbehandlung

Projektleitung: Prof. Dr. Gregor Hovemann (Institut für Sportpsychologie und Sportpädagogik)

Projektpartner: science on field GmbH (Leipzig)

Projekt: Das LSI.J-Sprachtest-Tablet für Jugendliche - Etablierung einer langfristigen F&E-Kooperation in Produktentwicklung und gemeinsamer Forschung

Projektleitung: Prof. Dr. Christian Glück (Institut für Förderpädagogik)

Projektpartner: Berufbildungswerk Leipzig gGmbH

Projekt: Entwicklung eines sprachbasierten Telefonassistenten mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz

Projektleitung: Prof. Dr. Rainer Alt (Institut für Wirtschaftsinformatik)

Projektpartner: we-do.ai GmbH (Leipzig)