Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentieren Ihre Forschung und Exponate regelmäßig auf Technologie- und Praxismessen. Informieren Sie sich, auf welchen kommenden Messen Sie unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler antreffen werden.

Technologiemessen

Unsere Universität unterstützt innovative Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Präsentation von marktnahen Forschungsergebnissen auf Technologiemessen. Ziel ist es, Kontakte zu potentiellen Forschungs- und Verwertungspartnern herzustellen.

Das Sachgebiet Transfer ist dabei der Ansprechpartner für alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Leipzig, die ihre Forschungsergebnisse auf Technologiemessen präsentieren möchten.

Die Organisation der Messeauftritte für alle sächsischen Hochschulen erfolgt im Arbeitskreis „Forschungsland Sachsen“ unter der Federführung der Technischen Universität Dresden. Die Aktivitäten dieses Arbeitskreises werden durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) anteilsfinanziert.

Die Präsentation der ausgewählten Exponate erfolgt auf den Gemeinschaftsständen des Arbeitskreises „Forschung für die Zukunft“. Dieser Arbeitskreis ist eine Initiative der Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Unterstützung von Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie deren Kooperationspartnern.

Bevorstehende Messen

Für das Jahr 2019 ist eine Präsentation von Exponaten auf folgenden Messen geplant:

  • LABVOLUTION, Hannover, 21. – 23. Mai 2019
  • Deutsch-Französisches-Forum, Straßburg, 8. -– 9. November 2019
  • MEDICA, Düsseldorf, 18. – 21. November 2019

Ausgewählte Exponate

Für die Präsentation auf Technologiemessen werden ausschließlich marktnahe Forschungsergebnisse ausgewählt. Im Fokus stehen dabei Prototypen innovativer technischer Lösungen, anwendungsbereite Serviceleistungen, neuartige Softwarelösungen und Beratungsangebote. Folgende Auswahl gibt einen Überblick zu besonders erfolgreichen Messepräsentationen:

Richard Bieck demonstriert das System RoboDirect auf der MEDICA 2017. Foto: ICCAS
Richard Bieck demonstriert das System RoboDirect auf der MEDICA 2017. Foto: ICCAS


RoboDirect – Führungssysteme für minimal-invasive Interventionen (MEDICA, Düsseldorf, 13.–16. November 2017)

Das Innovationszentrum für Computerassistierte Chirurgie (ICCAS) der Medizinischen Fakultät an der Universität Leipzig hat RoboDirect, ein modellgestütztes Robotersystem für die Therapie, entwickelt. RoboDirect soll als Unterstützung des Chirurgen bei minimal-invasiven Eingriffen dienen. Dabei profitieren besonders Eingriffe in der interventionellen Radiologie, beispielweise das Punktieren von Gewebestrukturen und Biopsien von der hohen Positioniergenauigkeit des Robotersystems. Die Kombination eines optischen Tracking-Systems mit einem Roboterarm ermöglicht die exakte Positionierung dieser medizinischen Werkzeuge. Über eine Augmented-Reality-basierte Tablet-Anwendung können patientenindividuelle rekonstruierte 3D-Modelle referenziert und Zielstrukturen markiert werden. Der Roboterarm steuert die definierten Positionen an und stellt ein Führungssystem für den Nadelvorschub zur Verfügung. Die zusätzliche Integration eines Ultraschallkopfs ermöglicht die Kontrolle der Nadelposition im Gewebe. Ein wiederholtes Vorschieben der Nadel durch Verfehlen des Ziels wird vermieden. Langfristig sollen so die Belastungen für Patient und Arzt reduziert und Präzision und Effizienz erhöht werden. Systeme wie RoboDirect sollen in naher Zukunft unter anderem bei Gewebepunktionen, Biopsien oder Ablationen routinemäßig zur Anwendung kommen.

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Medizinische Fakultät
Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS)

Semmelweisstraße 14, Haus 14
04103 Leipzig

+49 341 97-12000

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Biobank mit kryokonservierten Blutproben
Einlagerung kryokonservierter Proben in der Biobank, Foto: LIFE


Biobank und Biomarkerprofiling in großen Kinder- und Erwachsenenkohorten (analytica, München, 10.13. April 2018)

Das Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE) erforscht Volkskrankheiten wie Depression, Diabetes, Allergien oder Atherosklerose. Hierfür wurden seit 2010 mehr als 25.000 Teilnehmer mit Interviews, Fragenbögen und körperlichen Untersuchungen in die Studie eingeschlossen. Mehr als 1 Millionen Bioproben (Blut, Urin u. a.) der Teilnehmer wurden laborchemisch untersucht und qualitativ hochwertig in unserer Biobank kryokonserviert. Neben der zeitnahen Untersuchung von Proben mit etablierten klinisch-chemischen Analyseverfahren in einem nach ISO DIN 15189 und 17025 akkreditierten medizinischen Laboratorium am Tag der Probenentnahme (80 Parameter), wurden auch neu entwickelte, validierte Analyseverfahren der massenspektrometrischen LIFE-Metabolom- und Proteomplattform (u. a. bioaktive Lipide, Apolipoproteine) aus tiefgefrorenem Biomaterial angewendet (insgesamt ca. 300 Biomarker). Durch die umfangreiche Phänotypisierung der Studienteilnehmer konnten bisher mehr als 20 Millionen Messdaten qualitätsgesichert in der LIFE-Datenbank gespeichert werden. Diese stehen nun zur Beantwortung gezielter wissenschaftlicher Fragestellungen und zur Validierung von Hypothesen zur Verfügung.

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Medizinische Fakultät
Leipziger Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen (LIFE)

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04103 Leipzig

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Innovative Wissensgewinnung und Kundeninteraktion im Custumer Relation Management (CeBIT, Hannover, 11.—15. Juni 2018)

Innovatives Customer Relationship Management (CRM) umfasst die Ansprache, Interaktion und Bindung von Kunden mit den Möglichkeiten neuer Technologien, wie soziale Medien, Künstliche Intelligenz, Big Data oder IoT. Es erfordert stark integrierte Lösungen, die den Kunden in den Mittelpunkt von Geschäftsprozessen stellen. Innovatives CRM ermöglicht die automatisierte Gewinnung unternehmensrelevanten Wissens aus der Datenvielfalt interner und externer Quellen (z. B. Social Web, IoT) sowie die Gestaltung neuartiger Formen der Kundeninteraktion (z. B. Robotic Process Automation, Customer Context Profiling). Entsprechende Ansätze stellen Unternehmen und Systemanbieter allerdings regelmäßig vor technische, rechtliche und organisatorische Herausforderungen.

Im Social CRM Research Center e. V. (SCRC) arbeiten Forscher der Universität Leipzig zusammen mit internationalen Partnern an der Entwicklung neuer Methoden und Technologien für integrierte CRM-Ansätze. Das SCRC bietet ein breites Leistungsspektrum für Anwendungsunternehmen, was aktuelle Projekte wie beispielsweise die German-Brazilian Partnerships for Social CRM, LETSmart für datenschutzkonformes CRM mit Einwilligungsassistenten, FiDiPub zur Anwendung von Social CRM in der Verlagsbranche, dem Projekt COPS zur Erkennung jugendgefährdender Inhalte in digitalen Medien, S2DES zur domänenübergreifenden Nutzung von Sensordaten oder das Projekt SMECS zur Gestaltung Smarter Energy Communities belegen.

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Professur Anwendungssysteme in Wirtschaft und Verwaltung (IWIAS)/Social CRM Research Center (SCRC)

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04109 Leipzig

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Digitalisierung in Logistik, Energiewirtschaft und Medizin (CeBIT, Hannover, 11.—15. Juni 2018)

Die Universität Leipzig erforscht Big Data-Lösungen und ist seit März 2014 aktiver Partner des „Competence Center for Scalable Data Services and Solutions“, eines von zwei BMBF-geförderten Big Data Center in Deutschland. Die Forschung im Bereich der Logistikdomäne erfolgt in Verbundprojekten mit Software- und Industriepartnern, unter anderem SMiLE (BMWi, 2018—2021), Surtrade (BMBF, 2017—2020), LSEM (BMBF, 2012—2017), LogiLeit (BMBF, 2012—2015) sowie auf europäischer Ebene (Logical, ESSENCE). Die Universität Leipzig nutzt eine leistungsstarke Cloud-Infrastruktur als Grundlage für Big Data-Techniken und besitzt eine ausgewiesene Expertise in Anwendungssystemen für Massendaten, Webtechniken sowie Cloud- und Big Data-Techniken. Im Rahmen des Forschungsprojekts SEPL wird eine offene Energiedatenplattform zur effizienten Integration, Verarbeitung und Analyse heterogener Massendaten sowie zur Vernetzung smarter Geräte erforscht, entwickelt und betrieben. Ziel ist es, Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, daraus Informationen zu gewinnen und auf Basis der gewonnen Erkenntnisse eine regelbasierte Steuerung smarter Geräte zu erreichen. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten anhand der Smart Energy Plattform somit die Möglichkeit, bislang nicht zugängliche beziehungsweise nicht verwertbare Daten zu verarbeiten und darauf aufbauende Mehrwertdienste zu entwickeln und anzubieten.

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Institut für Wirtschaftsinformatik
Professur WINF/Informationsmanagement

Grimmaische Straße 12
04109 Leipzig

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