Die Universität Leipzig steht für sechs Jahrhunderte wissenschaftlichen Fortschritts, technischer Innovationen und gesellschaftlicher Veränderung. Ihre Alumnae und Alumni haben Leipzig zu einem Zentrum der geistigen Entwicklung Europas befördert. Heute gibt es weltweit mehr als 150 000 Alumnae und Alumni der Universität Leipzig. So breit gefächert Forschung und Lehre an der Alma mater Lipsiensis sind, so vielfältig sind auch die Tätigkeitsfelder unserer Alumni.

Dr. Angela Merkel. Foto: CDU / Laurence Chaperon
Foto: CDU / Laurence Chaperon

 

Angela Merkel (geb. 1954) ist seit 2005 Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Sie studierte von 1973 bis 1978 Physik in Leipzig und wurde 1986 am Zentralinstitut für physikalische Chemie in Berlin promoviert. Von 1991 bis 1994 war sie Bundesministerin für Frauen und Jugend, von 1994 bis 1998 Bundesumweltministerin, seit 2000 ist sie CDU-Vorsitzende. 2008 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig für ihre besonderen Verdienste um das Fachgebiet Physik verliehen.

Hans-Dietrich Genscher
Foto: Mila Kononova

 

Hans-Dietrich Genscher (1927 — 2016) war von 1969 bis 1974 Innenminister und von 1974 bis 1992 Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Er studierte 1948/1949 an der Universität Leipzig Rechtswissenschaft. Im Jahr 2003 verlieh ihm die Leipziger Juristenfakultät für seine Verdienste auf dem Gebiet des Friedensvölkerrechts, insbesondere im Zusammenhang mit der Herstellung der deutschen Einheit, die Ehrendoktorwürde. Als Mitglied im Jubiläumsbeirat der Universität Leipzig unterstützte er 2009 die Vorbereitungen zur 600-Jahr-Feier der Universität.

Maybrit Illner. Foto: ZDF/Carmen Sauerbrei
Foto: ZDF / Carmen Sauerbrei

 

Die Fernsehjournalistin Maybrit Illner (geb. 1965) moderiert seit 1999 die bekannte Polit-Talkshow im ZDF, die seit 2007 ihren Namen trägt. Sie studierte von 1984 bis 1988 Journalistik an der Universität Leipzig. 2004 erhielt sie den Deutschen Fernsehpreis für die beste Informationssendung, 2009 die Goldene Kamera in der Kategorie „Beste Information“.

Juli Zeh. Foto: Thomas Müller / Luchterhand Literaturverlag
Foto: Thomas Müller / Luchterhand Literaturverlag

 

Juli Zeh (geb. 1974) gehört zu den erfolgreichsten deutschen Schriftstellerinnen und engagiert sich aktiv im gesellschaftlich-politischen Geschehen. Die Juristin und Schriftstellerin studierte von 1995 bis 1998 Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig und von 1996 bis 2000 Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut. Bereits ihr Debut-Roman „Adler und Engel" wurde in 28 Sprachen übersetzt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen folgten für ihre nachfolgenden Veröffentlichungen. 2018 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz.

Eduardo Pastrana. Foto: Daniel Vieira
Foto: Daniel Vieira

 

Professor Eduardo Pastrana Buelvas arbeitet als Professor für Internationale Beziehungen und Völkerrecht an der Pontificia Universidad  Javeriana in Bogotá, Kolumbien. Er hat sein Studium der Rechtswissenschaften 1986 an der Universität Leipzig aufgenommen und 1995 in Leipzig seine Promotion in Recht, Völkerrecht und Internationale Beziehungen abgeschlossen. In Leipzig engagierte er sich für die Belange der ausländischen Studierenden und wurde der erste gewählte Vertreter des Internationalen Studentenkomitees. Gemeinsam mit seiner Frau, die er in Leipzig kennenlernte, ist er 1998 an seine Heimatuniversität in Cali, Kolumbien zurückgekehrt, um dort das Amt des Rektors zu bekleiden.

Axel Ngonga Ngomo. Foto: Christian Hüller
Foto: Christian Hüller

 

Professor Axel-Cyrille Ngonga Ngomo gehört zu den wichtigsten Nachwuchswissenschaftlern Afrikas und leitet am Institut für Informatik der Universität Leipzig eine Forschungsgruppe. Er leitet außerdem die Data Science Group an der Universität Paderborn. Seine Promotion in Informatik schloss er 2009 an der Universität Leipzig ab, wo er seine wissenschaftliche Laufbahn bis 2016 als Postdoc fortsetzte. Der in Kamerun geborene Wissenschaftler ist 1999 nach Deutschland gekommen und hat sein Informatik-Studium in Leipzig aufgrund seiner außergewöhnlichen Begabung bereits mit 16 Jahren begonnen. 2003 wurde er als bester ausländischer Student der Universität Leipzig ausgezeichnet. Zahlreiche weitere Preise folgten im Rahmen seiner wissenschaftlichen Aktivitäten.

Christian Bollert. Foto: Christian Hüller
Foto: Christian Hüller

 

Christian Bollert ist Mitbegründer des Leipziger Radiosenders detektor.fm und geschäftsführender Gesellschafter der dazugehörigen GmbH. Er studierte bis 2016 Politikwissenschaft und Journalistik an der Universität Leipzig. Während seines Studiums lernte Bollert sein Handwerk beim Lokal- und Ausbildungsradio mephisto 97.6. Nachdem Bollert und seine zwei Mitstreiter mit Unterstützung des Gründernetzwerks SMILE das Konzept für einen eigenen Radiosender entwickelt hatten, konnten sie 2009 starten. Mittlerweile ist detektor.fm aus der deutschen Radiolandschaft nicht mehr wegzudenken. Mit dem Sender haben Bollert und seine Kollegen 2012 den deutschen Radiopreis gewonnen.

Norma Schröter. Foto: Markus Witte (Berlin)
Foto: Markus Witte (Berlin)

 

Norma Schroeter arbeitet als Musikerin und Komponistin in Leipzig. Sie hat 2006 ihr Studium der Musikwissenschaft und Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig abgeschlossen. Seitdem arbeitet sie im Bereich der musikalischen und kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche. Schroeters musikalisches Projekt „Klangkolorit“ fußt auf den Erfahrungen, die sie während des Studiums gesammelt hat. Damit verbunden bietet sie seit 2009 Klang- und Hörexperimente für Kinder und Jugendliche an und leitet projektbezogene Workshops für Erzieherinnen und Erzieher. Daneben schreibt sie Songtexte, komponiert und tritt gemeinsam mit ihrer Band regelmäßig als Pianistin und Sängerin auf.

Sindy Schug, geb. Sohr. Foto: Christian Hüller
Foto: Christian Hüller

 

Dr. Sindy Schug arbeitet seit 2016 als Referentin für Forschungsförderung und Antragsberatung im Dezernat für Forschungs- und Transferservice an der Universität Leipzig. Die Biochemikerin hat in Leipzig Biochemie studiert und 2009 ihre Promotion abgeschlossen. Im Anschluss konnte sie ihre Grundlagenforschung zur Synthese verschiedener Varianten des Schwangerschaftshormons hCG als Postdoc vertiefen. Für ihre Forschung im Feld der Reproduktionsmedizin erhielt die Nachwuchswissenschaftlerin 2012 eine dreijährige Forschungsförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). 2013 wurde sie mit dem Helga-Reifert-Preis für experimentelle Krebsforschung ausgezeichnet.

Ann-Elisabeth Wolff. Foto: Alexander Böhm
Foto: Alexander Böhm

 

Ann-Elisabeth Wolff ist seit 1993 Direktorin des Tanz- und Theaterfestivals euro-scene Leipzig. Sie hat von 1971 bis 1975 Musikwissenschaft an der Universität Leipzig studiert. Daneben wurde sie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Klavier und Gesang ausgebildet. Im Anschluss an ihr Studium hat sie bis 1990 als Lektorin im Musikverlag Edition Peters Leipzig gearbeitet. Für ihr Engagement als Festivaldirektorin ist Ann-Elisabeth Wolff mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden.

Die euro-Scene Leipzig wurde 1991 gegründet. Heute besitzt das Tanz- und Theaterfestival einen festen Platz in der europäischen Festivallandschaft und zeigt mit einem breit gefächerten Spektrum Tanz- und Sprechtheater sowie Zwischenbereiche performativer Kunst.

Foto: Foto Studio Ganz
Foto: Foto Studio Ganz

 

Professorin Renate Gay arbeitet an der Rheumaklinik und dem Institut für Physikalische Medizin am Universitätsspital und am Zentrum für Experimentelle Rheumatologie in Zürich. Sie studierte von 1968 bis 1973 in Leipzig Medizin und wanderte dann nach Westdeutschland aus. Nach dem Staatsexamen in München zogen ihr Mann und sie mit einem Forschungsstipendium nach Amerika. Mit Stationen in New Jersey und Alabama forschten sie 20 Jahre in den USA. Renate Gay hat durch ihr Engagement maßgeblich dazu beigetragen, dass die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig mit der University of Alabama kooperiert.

Erich Kästner, 1961. Foto: Dutch National Archives, The Hague, Fotocollectie Algemeen Nederlands Persbureau (ANEFO), 1945-1989
Foto: Dutch National Archives, The Hague, Fotocollectie Algemeen Nederlands Persbureau (ANEFO), 1945-1989

 

Der Schriftsteller Erich Kästner (1899 – 1974) ist insbesondere für seine scharfsinnigen Kinderbücher und seine humoristischen wie zeitkritischen Beiträge und Gedichte berühmt.  Von 1919 an studierte er an der Universität Leipzig Geschichte, Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft und wurde 1925 promoviert. Sein Studium finanzierte er unter anderem als Theaterkritiker der Neuen Leipziger Zeitung. Dort nahm er 1925 seine erste Stelle an. 1927 verließ Kästner Leipzig und zog nach Berlin, später lebte er in München.

Gottfried Wilhelm Leibnitz. Bild: Christoph Bernhard Francke [Public domain], via Wikimedia Commons
Foto: Christoph Bernhard Francke / Wikimedia Commons

 

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 – 1716) gilt als Vordenker der Aufklärung. Der Leipziger profilierte sich als Philosoph, Wissenschaftler, Mathematiker, Diplomat, Physiker, Historiker, Politiker, Bibliothekar und Rechtsgelehrter. Leibniz absolvierte 1661 bis 1663 an der Universität Leipzig ein Philosophiestudium. Im Anschluss begann er an der Universität Leipzig ein Jurastudium, das er 1667 in Altdorf mit der Promotion abschloss. Als eines seiner wesentlichen Forschungsergebnisse gilt die Entwicklung der Theorie der Infinitesimalrechnung.

Werner Heisenberg
Foto: Universitätsarchiv Leipzig

 

Werner Heisenberg (1901 – 1976 ) erhielt 1932 den Physik-Nobelpreis. Heisenberg war 1927 – 1942 ordentlicher Professor für Theoretische Physik an der Universität Leipzig. Er formulierte 1927 die nach ihm benannte Heisenbergsche Unschärferelation. Zu seinen Forschungsergebnissen zählen die Beiträge zur Kernphysik sowie die Entwicklung einer Theorie des Ferromagnetismus. Er leistete außerdem gemeinsam mit Wolfgang Pauli Pionierarbeit im Feld der Quantenfeldtheorie. In den 1940er Jahren beschäftigte sich Heisenberg neben der Reaktorphysik auch mit der kosmischen Höhenstrahlung und den durch sie erzeugten Teilchenschauern.

Alice Hamilton. Foto: Smithsonian Institution Archives. Image # SIA2008-3287
Foto: Smithsonian Institution Archives

 

Alice Hamilton (1869 – 1970) gilt als Wegbereiterin der Sozialreformen im 19. Jahrhundert. Aus einer deutsch-amerikanischen Familie stammend kam sie 1895 zusammen mit ihrer Schwester Edith Hamilton (1867 – 1963) als erste Gasthörerin an die Universitäten Leipzig und München. Alice Hamilton arbeitete nach ihrem Medizinstudium als Pathologieprofessorin und lehrte ab 1919 als erste Frau an der Harvard University. Bekannt wurde sie auch für ihr soziales Engagement. Durch ihren Einsatz im Chicagoer „Hull House“, in dem sie zwanzig Jahre lang wohnte und sich für Bildungsangebote und medizinische Versorgung von Mädchen und Frauen engagierte.

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