Viele unserer Alumni sind Autorinnen und Autoren. Wir stellen Ihnen hier regelmäßig ausgewählte Publikationen vor.

Marcus Schwarz: Wenn Insekten über Leichen gehen

Buchcover: Markus Schwarz „Wenn Insekten über Leichen gehen”, Das Cover zeigt den Autor, der Insekten in einem Röhrchen betrachtet
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Juliane Streich (Hg.): These Girls

Buchcover: Juliane Streich „These Girls”, Das Cover zeigt eine Illustration von berühmten Musikerinnen
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Hartmut Zwahr: Leipzig

Auf dem Cover ist eine vollflächige Fotomontage abgebildet. Der Hintergrund zeigt einen blauen Himmel mit leichten Schleierwolken. Im Vordergrund steht in die historische Paulinerkirche in sepia Farbton. Ebenfalls im Vordergrund der histrorische Augustusplatz zu erkennen..
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Bernd-Lutz Lange und Sascha Lange: David gegen Goliath

Das Buchvocer zeigt eine schwarzweiß Aufnahme eines Demonstrationszuges in der Vogelperspektive bei Nacht. Die Oper Leipzig und das Gewandhaus sind als Gebäude zu erkennen. Der obere Teil des Covers besteht aus einer orangen Farbfläche, auf der die Namen der Autoren und der Buchtitel platziert sind.
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Peter Göthner: "Für die Kreuzfahrt noch zu jung"

Das Buchcover besteht aus einem vollflächigem Farbbild einer Aufnahme in einer kargen Landschaft. Im Hintergrund ist ein Berg zu erkennen. Eine Frau schiebt ihr Fahrrad einen steinigen Weg entlang. Ein Mann fährt mit seinem Fahhrad dicht neben ihr. Beide sind mit dem Rücken zur Kamera abgebildet und bewegen sich Richtung Berg und sind im Mittelpunkt des Bildes abgebildet. Auf dem Foto steht im unteren Bereich der Titel des Buches und der Name des Autors.
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Barbara Handke: ­Sommergäste. Erzählungen

Cover des Buches Sommergäste: Erzählungen von Barbara Handke
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Lydia Lange: ­Sollen Wollen und Lassen Sollen

Buchcover von „Sollen Wollen und Lassen Sollen. Die Lücke zwischen Moral und Verhalten" von Lydia Lange
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Nadja Horsch und Simone Tübbecke: Bürger, Gärten, Promenaden

Cover von „Bürger, Gärten, Promenaden – Leipziger Gartenkultur im 18. und 19. Jahrhundert“ von Nadja Horsch und Simone Tübbecke
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Anke Stelling: ­Schäfchen im Trockenen

Cover von „Schäfchen im Trockenen“ von Anke Stelling
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Dem Lausitzroman vom »Abschiednehmen« lässt Hartmut Zwahr mit dem Studentenroman »Leipzig« die fünfziger Jahre folgen. Für Johannes beginnt diese Zeit an der Fachschule für Bibliothekare, wo er den 17. Juni 1953 erlebt. Im ersten Teil »Das Erschrecken« verarbeitet er die bleibende Erfahrung. Er besteht die Sonderreifeprüfung, wird immatrikuliert und Student der Karl-Marx-Universität Leipzig. In dieser Zeit des Übergangs endet für ihn eine große Liebe. Im Tagebuch hält er fest, wie die Macht den neuen Menschen einfordert. Die vormilitärische Ausbildung und das »Wir« der Blauhemden greifen tief in die studentische wie die akademische Existenz ein.

Hartmut Zwahr ist Alumnus der Universität Leipzig, von 1955 bis 1960 studierte er Geschichte, Erwachsenenpädagogik sowie Germanistik für das Lehramt an Institutionen der Erwachsenenbildung und war bis 2001 Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.

 

Verlag: Sax-Verlag
ISBN: 978-3867292306
Preis: 19,90 Euro

Vollständiger Titel: "David gegen Goliath: Erinnerungen an die Friedliche Revolution"

Der 9. Oktober 1989 in Leipzig ist der schicksalhafteste Tag der Friedlichen Revolution. Hochgerüstete Polizisten standen mehr als 70.000 Menschen gegenüber. Der gewaltlose Ausgang des Tages hat viele Väter, viele Mütter. Als einer der „Leipziger Sechs“ arbeitete Bernd-Lutz Lange am 9. Oktober mit an einen Aufruf, den Kurt Masur über den Stadtfunk verlas und der dazu beitrug, dass diese Montagsdemonstration friedlich verlief.

Dreißig Jahre danach begibt sich Bernd-Lutz Lange auf Spurensuche und entdeckt noch bislang Unbekanntes. Sein Sohn, der Historiker Sascha Lange, zeichnet anhand überlieferter Akten die Ereignisse nach und zeigt, welchen immensen Aufwand der SED-Staat betrieb, um das zu verhindern, was er nicht mehr verhindern konnte – das Aufbegehren mündiger Bürger für Freiheit und Demokratie.

Sascha Lange ist Alumnus der Universität Leipzig, von 1996 bis 2004 hat er Mittlere und Neuere Geschichte, Journalistik und Politwissenschaften studiert.

 

Verlag: Aufbau Verlag
ISBN: 978-3351037871
Preis: 18,00 Euro

Vollständiger Titel: "Für die Kreuzfahrt noch zu jung: Mit Rad und Zelt und Schlafsack durch Norwegen, Island und Zypern"

Es geschah in jenem Jahr, in dem Hans und Elise zusammen 150 Jahre alt wurden. Ein junger Mann einer Zeitung wollte über ein Paar berichten, das in einem für ihn bewundernswerten Alter mit Rädern gerade eine Islanddurchquerung bewältigt hatte. Jahre später ist ein Buch entstanden. Der Leser wird mitgenommen zur Inselgruppe der Lofoten, zu den Gletschern Islands und den Klöstern Zyperns. Er erfährt nicht nur, wie man mit Rad und Zelt faszinierende Landschaften erobern kann. Der einfühlsame Leser nimmt teil an Träumen und Zweifeln, an Freuden und Strapazen eines gemeinsam alt gewordenen Paares.

Peter Göthner ist Alumnus der Universität Leipzig. Fast 30 Jahre hat er bis 1997 am Mathematischen Institut gearbeitet, wo er promovierte, sich habilitierte und zum Dozenten berufen wurde.

 

Verlag: Shaker Media GmbH
ISBN: 978-3-95631-399-8
Preis: 15,90 Euro

Wie jedes Jahr beginnt mit dem Sommer die Verwandlung des Hauses von Hubert und seiner Mutter in eine Pension: Die Zimmer bekommen Nummern – von 1 bis 3 – und die Sommergäste reisen einer nach dem anderen in die kleine Pension am Kolk. Während sie die Tage im Garten oder am Meer verbringen, beobachtet Hubert das Geschehen. Aber trotz aller Routine ist in diesem Jahr etwas anders als sonst: Huberts Mutter lässt nichts unversucht, um ihn unter die Haube zu bringen. Dass Hubert dafür absolut keine Notwendigkeit sieht, macht das Leben für ihn nicht leichter.

Barbara Handke ist Alumna der Universität Leipzig, von 2006–2009 studierte sie Anglistik.


Verlag: edition überland Verlagsgesellschaft mbH
ISBN: 978-3948049010
Preis: 18,00 Euro

 

Vollständiger Titel: „Sollen Wollen und Lassen Sollen. Die Lücke zwischen Moral und Verhalten.“

Dieses Buch untersucht auf evolutionspsychologischer Basis Moral und ihre Auswirkungen. Wir teilen die Welt in gut und böse ein. Moral soll sie verbessern. Da sie am Ideal ausgerichtet ist, nicht an Naturgesetzen, führt Moral häufig zu gesellschaftlich unerwünschten Nebenwirkungen. Um unsere sittlichen Ideale an das dem Menschen Mögliche anzupassen, benötigen wir neben der Moral weitere vorläufige Ergebnisse der kulturellen Evolution: gesellschaftliche Institutionen, Recht, Technik, Wissenschaft, Politik. Diese  können dem Menschen dienlich sein, wenn sie die Natur des Menschen berücksichtigen.

Die Autorin hat von 1957–1963 Psychologie an der Universität Leipzig studiert.

 

Verlag: Springer Nature 2019
ISBN: ISBN 978-3-658-23371-6
Preis: 19,99 Euro

Vollständiger Titel: „Bürger, Gärten, Promenaden – Leipziger Gartenkultur im 18. und 19. Jahrhundert"

Zu den wichtigsten Markenzeichen der Stadt Leipzig gehörte im 18. und 19. Jahrhundert eine hochentwickelte Gartenkultur: Prächtige barocke Bürgergärten, frühe Landschaftsgärten und die Gärten der umliegenden Rittergüter sichern der Stadt einen bedeutenden Platz in der Gartenkunstgeschichte. Heute sind von dieser blühenden Gartenlandschaft nur noch Reste erhalten, und nur wenige Bildquellen sind einem breiteren Publikum bekannt. Mit dem prächtigen Band wird erstmalig eine Gesamtdarstellung dieser einzigartigen städtischen Gartenkultur publiziert. Bebildert durch zahlreiche historische Darstellungen soll das Buch einen lebendigen Eindruck der verschwundenen Pracht vermitteln.

Die Herausgeberin Simone Tübbecke ist langjährige Mitarbeiterin der Kustodie der Universität Leipzig.


Verlag: Passageverlag
ISBN: 978-3-95415-072-4
Preis: 29,50 Euro

Resi hätte wissen können, dass ein Untermietverhältnis unter Freunden nicht die sicherste Wohnform darstellt, denn: Was ist Freundschaft? Die hört bekanntlich beim Geld auf. Die ist im Fall von Resis alter Clique mit den Jahren so brüchig geworden, dass Frank Lust bekommen hat, auszusortieren, alte Mietverträge inklusive.

Resi hätte wissen können, dass spätestens mit der Familiengründung der erbfähige Teil der Clique abbiegt Richtung Eigenheim und Abschottung und sie als Aufsteigerkind zusehen muss, wie sie da mithält.

Aber Resi wusste’s nicht. Noch in den Achtzigern hieß es, alle Menschen wären gleich und würden durch Tüchtigkeit und Einsicht demnächst auch gerecht zusammenleben. Das Scheitern der Eltern in dieser Hinsicht musste verschleiert werden, also gab’s nur drei Geschichten aus dem Leben ihrer Mutter, steht nicht mehr als ein Satz in deren Tagebuch.

Darüber ist Resi reichlich wütend. Und entschlossen, ihre Kinder aufzuklären, ob sie’s wollen oder nicht. Sie erzählt von sich, von früher, von der Verheißung eines alternativen Lebens und der Ankunft im ehelichen und elterlichen Alltag. Und auch davon, wie es ist, Erzählerin zu sein, gegen innere Scham und äußere Anklage zur Protagonistin der eigenen Geschichte zu werden.

Die Autorin Anke Stelling, Alumna des Deutschen Literaturinstitut Leipzig an der Universität Leipzig, hat im März 2019 den Preis der Leipziger Buchmesse für ihr Werk „Schäfchen im Trockenen“ gewonnen.

 

Verbrecher Verlag
ISBN: 978-3957323385
Preis: 22,00 Euro

Vollständiger Titel: „Germanistische Literaturwissenschaft nach der deutschen Einheit“

In den frühen 1990er Jahren kamen viele Westdeutsche nach Ostdeutschland: als Aufbauhelfer, Karrieristen oder Glücksritter; in vielen Fällen wohl in Vermischung dieser Rollen. Ihre Absichten und ihr Handeln haben in den „Neuen Bundesländern“ tiefe Spuren hinter­lassen: in der Realität wie auch in den Erinnerungen von Ostdeutschen an gute und schlechte Erfahrungen „nach der Wende“, die bis heute das Urteil über dreißig Jahre „deutsche Einheit“ prägen. Ludwig Stockinger, 1994–2011 Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Leipzig, gehört zu dieser Gruppe. Sein Erfahrungsbericht vermittelt ein Bild der Zeit aus „Wessi“-­Perspektive: Er legt die biographischen Wurzeln seiner Sicht auf den ihm recht fremden Teil Deutschlands frei, beschreibt die Versuche des allmählichen Verstehens und erläutert und begründet seine daraus resultierenden Auffassungen von den – auch politischen – Aufgaben von Literaturwissenschaft, Hochschullehre und Selbstverwaltung in den „Neuen Bundesländern“.
So entsteht nicht nur die lebendige Vorstellung einer „typischen Wessi-­Berufsbiografie“, sondern auch die eines spannenden Abschnitts der Wissenschafts- und Universitätsgeschichte im Osten Deutschlands. Vielleicht ist dieses Buch auch ein kleiner Beitrag zur Verbesserung der immer noch problembehafteten Verständigung zwischen Ost und West.

 

Verlag: Frank & Timme
ISBN: 978-3732906055
Preis: 29,80 Euro

Vollständiger Titel: „125 Jahre – vom VfB zum 1. FC Lokomotive Leipzig“

Der Ursprung des Ersten Deutschen Fußballmeisters geht auf eine Gruppe Schüler zurück, die auf Initiative des 17-jährigen Johannes Kirmse am 11. November 1893 den Verein Sportbrüder Leipzig gründeten. 125 Jahre später haben die Nachfahren der Gründungsväter so viel Geschichte geschrieben, dass diese Zeitreise auf über 500 Seiten entstanden ist. Sie führt von den Meistertiteln 1903, 1906 und 1913 über das Europacup-Finale 1987 bis in die Bundesliga und auch in die Tiefen der Kreisklasse. Die einzigartige Historie eines einzigartigen Vereins wird ausführlich beleuchtet und auch in Zukunft von jungen Enthusiasten – wie einst Kirmse – fortgeschrieben.

Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur hat das Buch 2019 als bestes Fußballbuch des Jahres ausgezeichnet. Die Autoren sind allesamt Alumni der Universität Leipzig.

 

Verlag: MMT Verlag
ISBN: 978-3000609374
Preis: 39,90 Euro

Er war eine zentrale Figur des Aufbruchs in die künstlerische Moderne: Wie kein anderer inspirierte der Dichter Richard Dehmel (1863-1920) bedeutende Maler, Komponisten und Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts zu neuen Ausdrucksformen - unter ihnen Ernst Ludwig Kirchner, Arnold Schönberg, Rainer Maria Rilke und Thomas Mann. Dehmel verkehrte im Kreis um Harry Graf Kessler und in den Kunstmetropolen Europas. Angeregt durch Peter Behrens und Henry van den Velde wirkte er als Gestalter, baute ein Haus bei Hamburg, entwarf Möbel und Kleider für seine Frau Ida und machte aus Büchern Gesamtkunstwerke. Dehmels Gedichtbände erreichten höchste Auflagen und wirkten weit über Deutschland hinaus. Seine Persönlichkeit zog Zeitgenossen in den Bann. Und doch geriet der Dichter mit der Zeit in Vergessenheit. Zu seinem 100. Todestag sind die Autoren Peter-Klaus Schuster, Albrecht Dümling, Björn Spiekermann und Roland Stark den Spuren Richard Dehmels in Malerei, Musik und Literatur nachgegangen.

Dehmel promovierte1887 an der Universität Leipzig mit einer Arbeit über Versicherungsfragen.

 

Verlag: Wallstein
ISNB: 978-3835336148
Preis: 19,90 Euro

Über prägende Role Models von den 1950ern bis heute

Vor 50 Jahren forderte Aretha Franklin »Respect«, in den Neunzigern rebellierten die Riot Grrrls und heute vermarkten Superstars wie Beyoncé eine sexy Version des Feminismus. Die Charts sind voll mit weiblichen Stimmen, doch bleiben Festivalbühnen, Musikzeitschriften und Clubnächte männerdominiert. Dabei gibt es Role Models an jeder Ecke, in jedem Jahrzehnt, in dem Frauen zu Gitarre, Mikrofon oder DJ-Software griffen.

Jede hat ihre eigenen Geschichten. Es geht um Selbstermächtigung, um Wut, um Gleichberechtigung, um Drugs and Rock’n’Roll, um Sex und Sexualität – und auch mal um Menstruation. Vor allem aber um Musik. Egal, ob Stimmen im Soul, Battles im Rap, Gitarrensoli im Rock, große Hits im Pop oder Tunes im Techno. Ganze Enzyklopädien könnten mit herausragenden Musikerinnen und weiblichen Bands vollgeschrieben werden. Dieses Buch ist eher vergnügliche Lektüre als Lexikon, doch gibt es einen vielseitigen Einblick in die feministische Musikgeschichte.

In über 100 lehrreichen, kurzweiligen und persönlichen Texten schreiben Journalistinnen und Journalisten, Musikerinnen und Musiker, Fans und Freunde über Bands, die sie prägten, über Künstlerinnen, die den Feminismus eine neue Facette gaben, über Lieblingsplatten, Lebenswerke und Lieder, die sie mitgrölen – vom Klassiker bis zum Außenseitertipp.

Françoise Cactus, Paula Irmschler, Franz Dobler, Jacinta Nandi, Klaus Walter, Christina Mohr, Bettina Wilpert, Linus Volkmann, Ebba Durstewitz, Andreas Spechtl, Jonas Engelmann, Diviam Hoffmann, Sven Kabelitz, Elke Wittich, Myriam Brüger und viele andere schreiben über Björk, Christina Aguilera, Bikini Kill, Billie Holiday, Alice Coltrane, ESG, Georgia Anne Muldrow, Kimya Dawson, Madonna, Patti Smith, Spice Girls, Terre Thaemlitz und viele weitere Künstlerinnen.

Herausgeberin Juliane Streich ist Alumna der Universität Leipzig.

Verlag: ventil-verlag
ISNB: 978-3-95575-118-0
Preis: 20,00 Euro

Wenn Insekten über Leichen gehen, wird Marcus Schwarz zum Tatort gerufen. Geboren 1987, ist der studierte Forstwissenschaftler und Entomologe einer der wenigen Forensiker, die in Deutschland ermitteln. Als Insektenforscher an der Uni Leipzig hat er wichtige Details im Blick, die anderen entgehen.

Zum Beispiel als Kinder beim Spielen im Wald eine Leiche finden. Zuerst weist alles auf Mord hin. Doch der genaue Todeszeitpunkt ist entscheidend, um nachzuweisen, ob dies nicht vielmehr ein Selbstmord war – oder ob da ein Täter Spuren hinterlassen hat, an denen sich nun Insekten laben. Wenn der deutschlandweit bekannte forensische Entomologe Marcus Schwarz gerufen wird, dann um die Frage zu klären: Wie lange lag die Leiche schon dort? Können ihm tatsächlich Fliegen die Antwort geben? Oder muss er nach bestimmten Käferarten Ausschau halten?
Leser von Tsokos, Harbort, Benecke und Sue Black können hier neue Erkenntnisse gewinnen, spannende Fälle aus dem deutschen Raum mit verfolgen und der Frage nachgehen, ob Krimi-Autoren auf dem neusten Stand der Forschung ermitteln lassen.

Entomologe Marcus Schwarz gelingt es in seiner Funktion als Forensiker und Insektenforscher, spektakuläre Fälle aufzuklären, über die auch im Fernsehen berichtet wird. Er beantwortet die entscheidenden Fragen: War es Selbstmord? Und was verraten die Fliegen wirklich, die immer als erste am Tatort sind? Hier schildert der bekannte Entomologe spannend und aufschlussreich einige seiner spektakulärsten Fälle.

Verlag: Droemer TB
ISNB: 978-3426302149
Preis: 16,99 Euro

Wir verlosen ein Exemplar unter unseren Alumni. Bitte schreiben Sie uns bei Interesse bis zum 30. Mai 2020 eine E-Mail.

Wir folgen einem Finger – einem kleinen, langen, krummen, gichtigen, eleganten oder schönen Finger, der zwischen den Seiten eines Buches steckt. Wir sehen dabei eine Person, die liest. Ihr Blick zeigt tiefe innere Bewegung an. Diese intime Verbindung zwischen Buch und Lesergestalt ist in der Kunst selten, doch die Künstlerinnen und Künstler sind durchaus prominent: Tizian, Raffael und Rubens gehören ebenso dazu wie Angelika Kauffmann oder Bassano.
Es ist eine ungewöhnliche und spannende Geschichte, die Unibibliotheksdirektor Ulrich Johannes Schneider auf diese Weise für uns aufblättert. In dreißig Gemälden, Skulpturen und Fotografien erkundet er dieses eine, vermeintlich kleine ikonografische Detail westlicher Bild- und Buchgeschichte: den Finger im Buch. Allerdings tauchen allgemeinere Fragen auf. Was bedeutet Lesen überhaupt? Was lernen wir aus diesen stummen Zeugen der Buchkultur? Und wie sehr gleichen wir selbst den dargestellten Frauen und Männern?
Zur Vielfalt des Lesens gehören unterschiedliche Situationen und Haltungen der Hingabe. Es gibt die private, die gelehrte und die fromme Lektüre. Doch als inneres Erlebnis bleibt das Lesen der Betrachtung verborgen. Nur im Moment seiner Unterbrechung offenbart es sich als Dialog zwischen Geist und Text, zwischen Imagination und Literatur.
Die hier versammelten Kunstwerke von 1331 bis 1935 laden ein zur Betrachtung und zur Reflexion. So ergibt sich ein Panorama der abendländischen Leselust und eine kleine Phänomenologie der immer wieder neu genährten Hoffnung, sich durch Lektüre zu verändern.

Piet Meyer Verlag
ISNB: 978-3905799576
Preis: 28,40 Euro

Nur kurz nach der Dreifachkatastrophe von 2011 in Nordost-Japan wurden die 32. Olympischen Sommerspiele an Tōkyō vergeben – und das rief keineswegs nur Freude und Begeisterung in der Bevölkerung hervor. Ebenso rasch begannen sich Skepsis und Ablehnung zu etablieren, die sich seither in vielfältigen Formen artikulieren.

In diesem Band kommen Autorinnen und Autoren aus Japan, Deutschland und den USA zu Wort, die als kritische oder gar oppositionelle Stimmen zu den vielfältigen Zumutungen dieses sportlichen Mega-Events im Post-„Fukushima“- Japan Stellung beziehen. Einige von ihnen agieren selbst in Protest-Bewegungen, die mit „NOlympics“-Gruppen in anderen Teilen der Welt ein transnationales Aktionsnetzwerk bilden.

Die Beiträge verschränken wissenschaftliche Spezialdiskurse u.a. aus Bewegungstheorie, Politologie, Japanologie, Sportwissenschaft und den Gender Studies mit politischen Praktiken der gegenwärtigen Anti-Olympia-Bewegung. In ihrer Gesamtheit legen sie das zu „Wiederaufbau-Spielen“ verklärte Spektakel Tōkyō 2020 als das offen, was es tatsächlich ist: Ausdruck des für das 21. Jahrhundert typischen „Katastrophen- und Feier-Kapitalismus“, der für soziale Exklusion ebenso steht wie für Gefährdungen der Demokratie.

Zwei Herausgeberinnen sind Alumnae: Dorothea Mladenova studierte Japanologie, Bulgaristik und Soziologie an der Universität Leipzig und ist seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin am hiesigen Ostasiatischen Institut. Steffi Richter ist Professorin für Japanologie am Ostasiatischen Institut der Universität Leipzig.

Leipziger Universitätsverlag
ISNB: 978-3-96023-347-3
Preis: 29,00 Euro

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