Portraitaufnahme: Prof. Dr. Roger Gläser

Zusammenfassung des 8. Tages der Lehre

In diesem Artikel des "Leipziger Universitätsmagazins“ werden erste Ergebnisse und Eindrücke des 8. Tages der Lehre vorgestellt.

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Computergrafik: hellblauer Hintergrund, in bunten Großbuchstaben steht "Lehre ist bunt", jedes Wort auf einer Zeile
Was Beitragende vom 8. Tag der Lehre erwarteten

Was Beitragende vom 8. Tag der Lehre erwarteten

Was macht eine „Präsenzuniversität der Zukunft im digitalen Zeitalter“ aus? Was sind die Trends für gute, digitale Hochschullehre? Diese Fragen haben wir einigen Beitragenden vor dem 8. Tag der Lehre gestellt. Schauen Sie selbst!

Eröffnung und Keynote

Was macht eine „Präsenzuniversität der Zukunft im digitalen Zeitalter“ aus? Der neue Prorektor für Talententwicklung: Studium und Lehre, Prof. Dr. Gläser, eröffnete den Tag der Lehre in HS 8. Die anschließende Keynote hielt Prof. Dr. Brüning von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Eröffnung

Prof. Dr. Roger Gläser begrüßte 9 Uhr die Teilnehmenden der Veranstaltung. Er betonte die Chancen, die mit dem Einsatz digitaler Medien verbunden sind sowie deren Voraussetzungen.

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Im Blickpunkt stand die Frage, wie man die digitale Lehre mit der Präsenzlehre künftig verzahnen könnte, wobei auch die ganz praktischen Umsetzungsschwierigkeiten betrachtet wurden. AUFZEICHNUNG FOLGT

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Keynote

Prof. Dr. Janique Brüning erläutert in ihrem Vortrag: „Universitäre Lehre in Post-Corona-Zeiten – auf zu neuen Ufern oder Kurs auf die Vergangenheit?“ wie man die digitale Lehre künftig mit der Präsenzlehre verzahnen könnte.

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Einladung an Studierende

Warum es sich auch für Studierende lohnt, sich am Tag der Lehre zu beteiligen, verrät Prorektor Prof. Dr. Roger Gläser in diesem Video.

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Wissen kompakt vermitteln – Lehr- und Erklärfilme selbst gemacht!

Während der ganztägigen Werkstatt des Tutoring-Kollegs ist unter anderem ein Film darüber entstanden, wie „Wissenschaftliche Fragestellungen", zum Beispiel für eine Hausarbeit entwickelt werden können. Wie anschaulich dieses fachübergreifende Thema dargestellt werden sehen Sie hier.

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Impuls­beiträge

Von 11:00 – 12:30 Uhr wurden auf dem Campus Augustusplatz in vier parallelen Sessions Good-Practice Erfahrungen vorgestellt. Die Teilnehmenden konnten sich auch online dazu schalten. Entdecken Sie die Vielfalt digitalgestützter Lehre.

Pause

Von 12:30 Uhr bis 13:30 Uhr war Zeit für eine Mittagspause. Die Teilnehmenden vor Ort konnten diese im Arqus Sprachencafé verbringen.

Teilnehmende des 8. Tages der lehre stehen in Gruppen an Stehtischen und reden miteinander auf verschiedenen Sprachen.

Arqus Sprachencafé

Im Arqus Sprachencafé konnten die Teilnehmenden vor Ort auf Spanisch, Französisch, Portugiesisch und in Englisch formlos plaudern.

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Diskurs­beiträge

Von 13:30 – 15:00 Uhr konnten innerhalb der Diskursbeiträge aktuelle Fragestellungen diskutiert und gemeinsame Lösungsansätze erarbeitet werden.

Welche überfachlichen Anforderungen stellt ein Studium im digitalen Zeitalter und wie kann unsere Universität dazu beitragen, dass Studierende diesen Anforderungen gerecht werden?

Eine diverser werdende Studierendenschaft nimmt ihr Studium an der Universität Leipzig auf. Um erfolgreich zu studieren, benötigen Studierende eine Vielzahl an Fähigkeiten und Kompetenzen: Selbststeuerungsfähigkeiten, Lernstrategien, Fähigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten und Schreiben, Aufbau eines akademischen Habitus und Fachwissen. Seit der Umstellung auf die digitalisierte Lehre haben digitale Kompetenzen an Bedeutung gewonnen, die quer zu den anderen Fähigkeiten und Kompetenzen liegen und zudem deren Entwicklung beeinflussen. In der Summe ergeben sich folgende Herausforderungen für unsere Universität:

  • Wie können Studierende darin unterstützt werden, Studierfähigkeit aufzubauen vor dem Hintergrund einer digital angereicherten Präsenzlehre?
  • Wie können Studierende darin unterstützt werden, wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben zu lernen vor dem Hintergrund, dass Schreib- und Arbeitsprozesse digital (unterstützt) ablaufen?
  • Was bedeutet ‚digital literacy‘ vor dem Hintergrund von gesellschaftlicher Teilhabe und lebenslangem Lernen? Wie können Studierende darin unterstützt werden, diese zu erwerben?
  • Wie können (fachbezogene) asynchrone Selbstlernkurse in die Präsenzlehre eingebunden werden, damit diese die Adressatengruppe erreichen und gleichzeitig die Selbstlernkompetenz der Studierenden fördern?

Diesen Herausforderungen können Hochschulen curricular und extracurricular begegnen. Der Beitrag thematisiert beide Ebenen: Lehrende, Studierende und weitere Mitarbeitende werden dazu anregt, zu reflektieren, welche Anforderungen ein Studium an Studierende im eigenen Arbeits- bzw. Studienbereich stellt. Die Teilnehmenden tauschen sich darüber aus, welche Möglichkeiten sie selbst haben, den Aufbau der aufgeführten Fähigkeiten und Kompetenzen bei Studierenden zu unterstützen. Sie lernen zudem beispielhafte Unterstützungsangebote kennen, um die genannten Kompetenzen aufzubauen.

Dr. Michael Hempel & Stefanie Wiemer, Henrike Böhm, Kerstin Gackle und Dana Krätzsch, Tim Schlimme

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Brauchen die Herausforderungen unserer Zeit eine ethische Haltung, um konsequent werteorientiert zu handeln? Wie können ‚future skills‘ in der Lehre strukturell und didaktisch gefördert werden?

Im Zeitalter der Digitalisierung ist sowohl im Privat-, Berufs- als auch im Bildungsbereich die Diffusion der Aufmerksamkeit durch immer mehr auf uns einströmende Reize zu bemerken, welche die Lern- und Arbeitsweisen, aber auch Kommunikations- und Umgangsformen grundlegend verändern. Die zunehmend komplexer werdenden Anforderungen unserer Wissensgesellschaft schlagen sich in stressbedingten Erkrankungen, Burn-Out-Symptomen und angehenden Depressionen bei Lehrenden und Studierenden nieder. Sie bedürfen der Entwicklung von neuen Kompetenzen und einer ethischen Verortung, auch angesichts der Herausforderungen des Klimawandels, der Coronapandemie oder des Ukrainekriegs.

Die mittlerweile in der Gesellschaft angekommene Kulturtechnik der Achtsamkeit, wird seit 2021 mit dem Projekt „Achtsamkeit in der Bildung und Hoch-/schulkultur“ (ABiK) in die Hochschullehre und Weiterbildung für Dozierende integriert. Sie eröffnet nicht allein Möglichkeiten der individuellen Entwicklung, sondern kann auch durch die Verantwortungsübernahme des Einzelnen zur strukturellen und gesellschaftlichen Veränderung beitragen.

Neben den Formaten und exemplarischen Übungen wird auch die Umsetzung der Integration in einer innovativen Lehrveranstaltung des LINE (Leipziger Initiative für Nachhaltige Entwicklung) Projektes vorgestellt. Hier wurden im Rahmen eines Praxisseminars achtsamkeitsbasierte Methoden mit geowissenschaftlichen Handlungswissen verbunden, um eine nachhaltige Handlungskompetenz zu entwickeln. Dieses Best-Practice-Beispiel soll als Auftakt zu einer moderierten Diskussion vorgestellt werden, um die relevanten ‚future skills‘ herauszuarbeiten und Möglichkeiten der Integration in die eigene Lehre und die universitären Strukturen zu diskutieren.

Dr. Annett Kaldich, Susanne Krämer

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Wie verstehe ich mich als Lehrende und welche Haltung nehme ich ein, um Studierende in komplexen inhaltlichen und didaktischen Settings zu aktivieren?

Die Europäische Hochschulallianz Arqus hat in diesem Jahr zum ersten Mal den „Arqus Teaching Excellence Award“ vergeben. Die Jury hat das Modul „Stadtmanagement I"  (WiSe 2020/21) von Jenny Kunhardt, Maeva Baudoin und Prof. Dipl.-Ing. Johannes Ringel vom Institut für Stadtentwicklung und Bauwirtschaft der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit dem forschungsbasierten Preis ausgezeichnet. 

In diesem Diskursbeitrag werden Sie gemeinsam mit mir, Jenny Kunhardt, Positionen und Fragen der Aktivierung von Studierenden in komplexen Lehr-Lernsettings diskutieren. Das Modul „Stadtmanagement I" war vollständig als forschungsbasierte Lernumgebung strukturiert. Wir haben unsere Studierenden ermutigt, sich den Herausforderungen der kollektiven und wissenschaftlichen Arbeit im Feld der nachhaltigen Entwicklung kleiner und mittlerer Städte zu stellen. Wir boten einen Raum, in dem die Studierende Dinge ausprobieren und nach ihren Interessen lernen konnten. Wir haben uns hierfür von einem klassischen Vorlesungsformat verabschiedet und ein innovatives Kursdesign mit einer Vielzahl von partizipativen Lehr- und Lernmethoden entwickelt. Nach einer intensiven Phase der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema entwickelten die Studierenden eigene Fragestellungen, erhoben Daten und interpretierten ihre Ergebnisse. Das Endprodukt der Gruppenarbeit (und Prüfung) war ein wissenschaftlicher Artikel. 

Herausfordernd war insbesondere, die Studierenden für die Forschung zu aktivieren und sie auf ihrem Wissensstand abzuholen - zumal der Kurs durch die Pandemie komplett digital stattfand. Gern möchte ich die Strategien und vor allem auch die Erfahrungen aus dem Modul mit Ihnen teilen. Auf dieser Grundlage möche ich gern die Rolle von Lernenden und Lehrenden in solch komplexen Settings in den Vordergrund der Diskussion stellen.

Jenny Kunhardt

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Was macht eine Präsenzuniversität im digitalen Zeitalter aus und was braucht es dafür?

Im Sommersemester 2022 ist die Universität Leipzig in den regulären Präsenzbetrieb zurückgekehrt, doch die Erkenntnisse aus den digitalen Semestern bleiben aktuell. So werden auf struktureller Ebene fakultätsintern und -übergreifend Digitalisierungsstrategien, Zukunftskonzepte und Aktionspläne für die Lehre entwickelt und auch praktisch hat sich für viele Lehrende und Studierende der Lehr- und Lernalltag nachhaltig verändert. Dieser Diskursbeitrag möchte den Blick in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft wagen:

  • Welche Erfahrungen aus den digitalen Semestern können oder sollten im Präsenzbetrieb fortwirken?
  • Welche neuen Herausforderungen ergeben sich auf welchen Ebenen?
  • Wie stellen wir uns die Präsenzuniversität in der Zukunft vor?
  • Was benötigen wir für die Umsetzung unserer Ideen?

Gemeinsam reflektieren wir Befragungsergebnisse der letzten Semester, diskutieren aktuelle Herausforderungen und Visionen und sammeln Bedarfe der an der Lehre beteiligten Gruppen. Während die Ergebnisse diverse Bereiche der Lehre betreffen, soll im Diskurs ein besonderes Augenmerk auf der sinnvollen und notwendigen technischen Ausstattung und Unterstützung – und mithin Verknüpfung von didaktischen und technischen Ansprüchen - für gute Präsenzlehre im digitalen Zeitalter liegen.

Die beiden Beitragenden, welche als Vertreter:innen für die Gruppe der Lehrenden im CIO-Beirat der UL in den kommenden zweieinhalb Jahren tätig sind, werden die Ergebnisse an das CIO-Board und den Chief Information Officer (CIO) herangetragen, damit sie bei der Weiterentwicklung des Informationsmanagements und der Digitalisierung der Universität Leipzig berücksichtigt werden können.

Prof. Dr. Sonja Ganguin, Dr. Frauke Hofmeister, Mandi Strambowski

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Kickoff: Sachsenweites Netzwerk Informatik (abgesagt)

Im sächsischen Verbundprojekt „D2C2 – Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ Umsetzen :: Competencies Connected“, das von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert wird, widmen wir uns zentralen Herausforderungen digital gestützter Lehre an den sächsischen Hochschulen u. a. im Bereich Informatik. Ein Baustein dafür ist ein hochschulübergreifendes Netzwerk Informatik für Wissensaustausch und Erfahrungstransfer in Lehre und Forschung.
 
In diesem Diskursbeitrag stellen wir das Verbundprojekt D2C2 vor und wollen konkrete Arbeitsinhalte des Netzwerks in einer offenen Diskussion besprechen. Folgende mögliche Inhalte, denen sich das Netzwerk in seiner zukünftigen Arbeit widmet, stehen zur Diskussion:

  • Gemeinsame Anfertigung und Aufbereitung von digitalen Lehrinhalten, wie die Erstellung eines digitalen Aufgabenpools zu Grundlagenfächern der Informatik sowie die Erarbeitung von eBooks bzw. Kurz-Videos zu speziellen Fach- und Lehrthemen.
  • Erfahrungsaustausch über Good-Practice-Beispiele in der Lehre im Rahmen von gemeinsamen Workshops sowie Unterstützung und Beratung beim Aufbau neuer Studiengänge.
  • Wo geht der Weg der Informatik hin? - Welche Strategien benötigen wir in der Ausbildung, um diesen Entwicklungen gerecht zu werden?
  • Entwicklung von gemeinsamen Projektanträgen und Forschungspartnerschaften

Weiterhin wollen wir Anregungen erhalten, um im Rahmen einer Ist-Stand-Analyse gezielt Interviews zu Herausforderungen in der Informatik-Lehre und zur allgemeinen Netzwerkarbeit zu führen.
 
Dieser Diskursbeitrag ist eine Veranstaltung, die sich ausschließlich an Lehrende der Informatik richtet.
 
Cornelia Grunert (Universität Leipzig), Dr.-Ing. Heiko Baum (Westsächsische Hochschule Zwickau), Dr. Katrin Rockenbauch (Hochschuldidaktisches Zentrum Sachsen)

Podiums­diskussion und Ergebnisse

Sie finden hier die Aufzeichnungen der Podiumsdiskussion sowie der Ergebnispräsentation.

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Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion

Die abschließende Podiumsdiskussion „Lernort Universität Leipzig – studentische Talententwicklung im digitalen Zeitalter“ wurde von Antonia Gerber und Eric Scholz (Student_innenRat) moderiert. Prof. Dr. Gläser beantwortete Fragen zur zukünftigen Lehr-/Lerngestaltung an unserer Universität.

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Ergebnispräsentation

Ergebnispräsentation

Einige Beitragende und Teilnehmende aus den Impulssessions sowie aus den Diskursbeiträgen fassten ihre Ergebnisse unter der Fragestellung: „Was macht eine gute Präsenzuniversität der Zukunft aus?” zusammen.

Vorgelperspektive auf einen Menschen, der im Schneidersitz auf dem Fußboden sitzt. Auf dem Schoß steht der Laptop. Die Hände liegen auf der Tastatur und tippen. Der Rest vom Körper ist nicht zu sehen.

Evaluation

Bitte nehmen Sie sich kurz Zeit, um das Veranstaltungsformat zum Tag der Lehre weiterzuentwickeln. Vielen Dank!

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