Impuls­beiträge von Session 1

In dieser Session erwarten Sie Praxisbeispiele aus den Lebens- und Naturwissenschaften.

Die Übungsapotheke im Online- und Präsenzformat: Wie Studierende pharmazeutische Beratungskompetenz erlernen können

Melissa Drotleff, Dr. Susanne Schiek, Prof. Dr. Thilo Bertsche

Der Beitrag stellt den Hintergrund sowie die Zielsetzung und Methoden des Praktikums "Übungsapotheke" dar, welches Online- und Präsenzlehre miteinander kombiniert um Pharmaziestudierenden bereits während ihres Studiums die Möglichkeit zu bieten, Kompetenzen für ihren späteren Berufsalltag zu erlenen. In der hohen Beteiligung und der Rückmeldung der Studierenden zeigt sich, dass das Lehrformat und die Inhalte der Übungsapotheke von den Studierenden gut angenommen werden.

Ein Ding der Unmöglichkeit? – Digitale Lehre am Institut für Anatomie während der Covid-19-Pandemie

Ann-Kathrin Peters, Elisabeth Witt, Hubert Mario Kuntzsch

In der Vorklinik gibt es wohl wenige Fächer, die so stark von der Praxis leben wie die Anatomie. Sei es nun das Präparieren am Körperspender oder das Mikroskopieren von histologischen Schnittpräparaten: diese Kurse lassen sich nicht so einfach oder sogar gar nicht adäquat in digitale Formate überführen. Während der Covid-19-Pandemie musste dieses „Ding der Unmöglichkeit“ trotzdem versucht werden. Wie sahen diese Formate aus, wie erfolgreich waren sie und was hielten die Studierenden letztendlich davon? Den Antworten auf diese Fragen versuchen wir anhand der Studiendaten auf den Grund zu gehen. Im Rahmen unserer drei Doktorarbeiten sollen sie so den Weg für eine zukunftsorientierte Lehre in der Anatomie ebnen - also getreu dem Motto „Präsenzuniversität der Zukunft – Gute Lehre im digitalen Zeitalter“.

Lehre im hybriden Diskussionsformat und Praxis der Theoretischen Chemie

Prof. Dr. Ralf Tonner-Zech, Fabian Pieck

Für das MSc-Modul "Modern Methods in Theoretical Chemistry" haben wir uns, zum Teil motiviert durch die Pandemie, ein – zumindest für die Chemie – eher ungewöhnliches Lehrformat ausgedacht. Die Vorlesungen werden per Video vorab bereit gestellt, es gibt ein Blatt mit Fragen zur eigenen Lernkontrolle und die Möglichkeit anonym Fragen zu stellen (das geht leider aktuell nur über eine externe Plattform, da Moodle keine anonymen Fragen ermöglicht). Jede Woche findet eine (in diesem Semester hybride) Diskussionsveranstaltung statt, in der die Fragen der Studierenden diskutiert werden (Peer-to-Peer oder mit mir). Begleitend zur Vorlseung gibt es sowohl klassische Übungszettel mit Fragen zum Verständnis der Vorlesungs-Inhalte als auch interaktive Übungen, in denen ein Programm selbst geschrieben wird mit der open source Mathematica-Alternative Sagemath.

Impuls­beiträge von Session 2

Internationale Lehr-Lern-Projekte werden vorgestellt.

Drinnen und Draußen

Alexander Frohberg, Nathalia Peña

Studierende des Institutes für Kunstpädagogik entwickelten im Rahmen der Lehrveranstaltung „Medienpädagogik und außerschulische kunstpädagogische Praxis” ein kunstpädagogisches Online-Projekt und führten es im März 2022 mit SchülerInnen der deutschen Schule Colegio Aleman Mariscal Braun in LaPaz, Bolivien durch. Das Ziel des Projektes mit dem Titel „Drinnen und Draußen” lag im Austausch zwischen zwei Ländern durch verschiedene künstlerische Mittel und in der Anknüpfung an die Lebenswirklichkeit der Teilnehmenden. Im Projekt wurde die Verbindung von digitalem und analogem Lehren und Lernen erprobt.

Einleitung in das Strafrecht

Introducción al derecho penal

Prof. Dr. Katharina Beckemper

Die Besonderheit des Kurses "Introducción al derecho penal" bestand darin, dass nicht nur der Organisator, sondern auch die 12 Co-Professor:innen aus Lateinamerika um vier Uhr morgens ihrer Ortszeit an den Veranstaltungen teilnahmen. Dies macht diesen Kurs in der internationalen Landschaft der juristischen Ausbildung und auch im ARQUS-Projekt einzigartig. Der Kurs umfasste die Vorbereitung und Durchführung eines Vortrags über aktuelle Strafprozesse, einschließlich politischer, ethischer und historischer Aspekte in Spanien und Lateinamerika. Die Präsentationen der Studierenden mussten so gestaltet sein, dass das Thema auf studentischer Ebene erklärt und verstanden werden konnte, während der:die Professor:in und die zwölf beteiligten Co-Professor:innen die Vorlesung als adäquate universitäre Leistung ansahen. An die Präsentationen schloss sich eine Diskussion zwischen allen teilnehmenden Studenierenden und 13 Professor:innen an, darunter zwölf Muttersprachler:innen, genauer gesagt zwölf Rechtsprofessor:innen aus Spanien und Lateinamerika, und mir. So konnten die Studierenden zahlreiche Einblicke in fremde Kulturen und das aktuelle Strafrecht in spanischsprachigen Ländern gewinnen sowie ihr Fachvokabular effektiv nutzen und erweitern, da der Kurs komplett auf Spanisch abgehalten wurde. Ziel des Kurses war es, die Studierenden auf ein internationales Studium vorzubereiten, auch im Rahmen der ARQUS-Initiative. Es war das erste Mal, dass solch ein Kurs angeboten wurde, der die Studierenden darauf vorbereitete.

Finnisch Blended (Online) Blended Learning 2.0

Irmgard Wanner

Im Poster wird ein kollaboratives online international teaching & learning Projekt vorgestellt, das im Rahmen der SQ13 von Lehrenden der Aalto-Universität in Finnland und der Universität Leipzig durchgeführt wurde. Als digitale Medien wurde ein MOOC "Introductory Finnish" und das Portfolio Mahara zur Dokumentation und Reflextion des Lernwegs verwendet. Synchrone und Präsenzsitzungen sowie eine Intensivwoche ergänzen die Selbstlernanteile.

Impuls­beiträge von Session 3

Erfahren Sie mehr zu Peer Formaten und Peer Learning.

Doing History – Praxisorientierte Einblicke in Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaften

Dr. Elisa Satjukow, Mathias Hack

Das Lehr-Lern-Projekt Doing History geht zurück auf eine Initiative von Doktorand:innen und Postdocs, die im Jahr 2014 am Historischen Seminar der Universität Leipzig ein gemeinsames Forum zum wissenschaftlichen Austausch auf Augenhöhe über Lehrstuhl- und Epochengrenzen hinweg ins Leben riefen. Ob Mediävistin, Neuzeithistoriker oder Zeithistorikerin – uns alle bewegten ähnliche Fragen: Wie gehen wir mit unseren Quellen um? Welche konzeptionelle Herangehensweise wählen wir für unser Forschungsvorhaben? Und welcher methodische und theoretische Zugang eignet sich zur Beantwortung unserer Fragen? Als junge Hochschullehrende stellten wir zudem fest, dass wir vor ähnlichen Problemen standen, wenn es darum ging, Kompetenzen des wissenschaftlichen Arbeitens im Geschichtsstudium – wie kritisches Lesen, wissenschaftliches Schreiben, fachliches Argumentieren, anspruchsvolles Präsentieren und Peer-Review-Publizieren – zu vermitteln. So reifte die Idee, ein Modul zu entwerfen, dessen Fokus einerseits auf dem Kennenlernen, Erproben und Vertiefen von Kernkompetenzen des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens lag sowie andererseits auf der konzeptuellen Begleitung eines eigenen studentischen Forschungsprojektes. Als Lehr-Lern-Modul war uns der Lab-Charakter des Projektes sehr wichtig: Sowohl Studierende wie auch Doktorand:innen und PostDocs sollten hier die Gelegenheit haben neue Kompetenzen zu erlernen und zu vertiefen. Durch eine intensive Feedbackkultur wollten wir einen Raum gegenseitiger Wertschätzung und Förderung schaffen.

Unterstützt wurde Doing History als Teilprojekt der LaborUni. Das neu konzipierte Modul fand erstmals im Sommersemester 2016/17 statt, im Ergebnis entstand eine OpenAccess-Publikation mit zahlreichen Fallbeispielen der Anwendung von geschichtswissenschaftlichen Methoden. Der Launch der Publikation fand im April 2018 statt. Im Sommersemester 2020 setzte sich das Angebot im Digitalformat fort und dieser Hypothesis-Blog wurde ins Leben gerufen zur Publikation der Ergebnisse aus der zweiten Kohorte. Im Sommersemester 2021 schließlich durchlief die dritte und bisher letzte Kohorte von Studierenden das Modul, die Ergebnisse werden fortan parallel auf dem Blog sowie als OpenAccess-Working-Paper-Reihe über das Repositorium der Universitätsbibliothek Qucosa veröffentlicht. Eine Weiterentwicklung und Implementierung des Moduls als festen Bestandteil des geschichtswissenschaftlichen Curriculums wird angestrebt.

 

Videofallbasiertes Peer-Learning-Enhancement zur Lehrer:innenprofessionalisierung

Dr. Beatrice Rupprecht, Dr. Anja Günther

Student:innen des Studiengangs Lehramt an Grundschulen der Hochschulstandorte Leipzig und Chemnitz kommen in videofallbasierten Arbeitstreffen zusammen, um problemzentrierte Aufgabenstellungen zur Unterrichtstheorie & -praxis diskursiv zu bearbeiten.

Shared Tasks as Tutorials

Wir stellen die Struktur unseres „Information Retrieval Kurses” für Studenten der Informatik und verwandter Disziplinen vor. Der Kerngedanke ist es, Studierende bei der Entwicklung von Lösungen für Shared Tasks anzuleiten. Dabei handelt es sich um freundschaftliche Wettbewerbe, die in wissenschaftlichen Gemeinschaften durchgeführt werden und bei denen softwarebasierte Lösungen verglichen und bewertet werden. Wir erörtern die wichtigsten Vorteile und Herausforderungen dieses Lehr- und Lernkonzepts sowohl für die Studierenden als auch für die Lehrkräfte.

Dr. Loebe, Frank

Impuls­beiträge von Session 4

Hier erhalten Sie Einblicke u. a. in verschiedene Ansätze zur Persönlichkeitsentwicklung.

Bewährte, digitale Tools in die Präsenzlehre übernehmen

Michael Barton

Dieser Impuls erläutert, inwiefern BigBlueButton gegenüber Powerpoint bzw. Etherpads gegenüber OHP-Folien in der Präsenzlehre einen Mehrwert hinsichtlich Interaktion, Wissensvermittlung und Ergebnisdokumentation bieten. Dieser Beitrag wird am Veranstaltungstag nicht live vorgestellt, da Herr Barton leider nicht anwesend sein kann.

Resilienzförderung junger Medizinstudierender

Dr. med. Mara Sandrock, Charlotte Kulow, Marie Lynn Speckert

Unsere Studie hat das Ziel durch alternative Lernmethoden, wie beispielsweise Bodypainting, 3D-Modelling und Meditation zur Verbesserung des Langzeitgedächtnisses und Stressmanagements junger Medizinstudierenden beizutragen. Ausgehend von unseren vielseitigen Qualitäten (Patientenbehandlung und Kunst), wollen wir Erfahrungen anderer Forschender und Lehrender kombinieren, um eine Umgebung des entspannten, unterhaltsamen und ganzheitlichen Lernens für Studenten für langfristige Prävention und Resilienz in der Ärzteschaft zu fördern. Dies hilft nicht nur den Ärzten der Zukunft, sondern auch ihren Patienten, durch bewusstes Stressmanagement, Bewusstsein und einfühlsame Achtsamkeit.Wir unterrichten zweisprachig.

Ausgewählte Themen der Bewegungskunst

Marisa Kempe, Prof. Dr. Thomas Heinen

Der Kompaktkurs "Ausgewählte Themen der Bewegungskunst" an der Sportwissenschaftlichen Fakultät steht für Offenheit, Internationalität und Fortschritt. Er umfasst die Themen Parkour und Free Running, Pole Dance, Capoeira, Aerial Silk, Modern Partnering Dance und Contact Improvisation. Mit Unterstützung der Dozierenden entwickeln die Studierenden methodische Ansätze für die Unterrichtsgestaltung dieser ausgewählten Bewegungsstile. Sie analysieren gemeinsam Themen der internationalen Bewegungskultur, setzen sich mit gesellschaftlichen Werten und Klischees im Sport auseinander und diskutieren bestehende gesellschaftliche Grenzen in Bezug auf Bewegungsstile und Geschlechterrollen. Der Workshop zeigt Möglichkeiten auf, die Grenzen von Stereotypen des Sports zu überwinden und öffnet den Sport für alle Geschlechter und für alle Altersgruppen. In einem bevorstehenden Videobeitrag richten wir unsere Ideen an alle Interessierte und freuen uns über eine regen Austausch zum Tag der Lehre am 15.06.2022.

Vom Hörsaal ins (digitale) Klassenzimmer

Anke Weinreich

Die pandemischen Semester haben nicht nur die Lehre und das Lernen an der Universität Leipzig verändert, sondern auch den schulischen Lern-Lehr-Prozess. Digitale Formate und Methoden der Kommunikation und des Datenmanagements wurden zur Wissensvermittlung und -festigung benutzt und neue Formate im Schulalltag initiiert. Mittels der Projekte StartTraining, VieLeS & UnS vom ZLS konnte das Spannungsfeld zwischen Präsenz- und Online-Formaten für Studierende erlebbar werden, da sie einen Theorie-Praxis-Transfer außerhalb der curricularen Module erfuhren. Die teilnehmenden Studierenden konnten die Lehre aktiv beobachten und – in universitären Veranstaltungen – erlernte digitale Methoden direkt anwenden, austesten und neue mediendidaktische und medienpädagogische Kompetenzen erwerben und ausbauen. Möglichkeiten zum Lernen am Modell (Dozierende/Lehrkräfte) – nicht nur zu den Themen digitale Förderung und Unterstützung von Schüler:innen mittels digitaler Methoden – sind auch ohne pandemischen Schulbetrieb ein Faktor, der in den Projekten StartTraining, VieLeS & UnS Anwendung findet.

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