Im Sommersemester 2020 findet ein Großteil der Lehrveranstaltungen an unserer Universität digital statt. Die Akteure der Hochschul- und Mediendidaktik arbeiten intensiv daran, Sie bei der Umstellung Ihrer Vorlesungen, Seminare und Übungen auf digitale Formate zu unterstützen. Auf dieser Seite finden Sie Hilfestellungen, Handlungsempfehlungen, Anleitungen sowie rechtliche Hinweise für die digitale Lehre.

Junge Frau mit Laptop und Kopfhörern, Foto: Colourbox
Gute Lehre kann auch digital gelingen! Foto: Colourbox

Das Sommersemester digital gestalten

Für das digitalisierte Sommersemester empfehlen wir einfache und zeitversetzte Lösungen im Sinne eines angeleiteten Selbststudiums. Für einen erfolgreichen digitalen Semesterstart sind einige Vorüberlegungen nötig – was möchten Sie vermitteln und welche Ressourcen stehen Ihnen zur Verfügung?

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen:

  • transparente Regeln und Anforderungen aufzustellen und zu kommunizieren
  • auf asynchrone Lehre zu setzen
  • synchrone Formate sparsam zu nutzen – zum Beispiel für Online-Sprechstunden

Unser Leitfaden zur digitalen Semesterplanung sowie folgende Vorüberlegungen unterstützen Sie bei der Planung des digitalen Semesterstarts:

  • Lernziele
    Was sind die drei wichtigsten Dinge, die die Studierenden im „angeleiteten Selbststudium“ lernen sollen – welche Kenntnisse, Arbeitstechniken, Medienkompetenzen? Welcher Schwerpunkt ergibt sich aus dem Veranstaltungstyp?
  • Prüfungen
    Welche Prüfungsleistungen sind vorgesehen? In welchem Verhältnis stehen die Aufgaben, die Lektüre und die Lernergebnisse dazu?
  • Zielgruppe
    Wie groß ist die Studierendengruppe? Welches Vorwissen können Sie voraussetzen? Wie sehr sind die Studierenden mit digitalen Formaten und selbstgesteuertem Arbeiten vertraut? Sind die digitalen Tools für alle Studierenden problemlos zugänglich? Wie heterogen wird die Gruppe voraussichtlich sein – handelt es sich beispielsweise um einen Wahlpflichtbereich? Welche Informationen benötigen Sie und sollten in der Kennenlernphase in Erfahrung gebracht werden?
    Hierbei helfen Ihnen unsere Hinweise zum Kennenlernen der Studierenden und zur Erhebung der Vorkenntnisse.
  • Eigene Ressourcen
    Was können Sie ohne Überforderung in der Vorbereitung und Durchführung leisten? Wie hoch ist Ihre Risikobereitschaft in Bezug auf digitale Formate? Welche Vorbereitungszeit steht Ihnen aktuell zur Verfügung? Wie können Sie sich gegenseitig im Kollegium oder der Fachcommunity unterstützen? Welche Arbeitszeiten werden Ihnen zu Semesterbeginn möglich sein?

Bitte nehmen Sie sobald wie möglich per E-Mail Kontakt mit Ihren Studierenden auf, um Sie über Ihre Lehrveranstaltung zu informieren. Die Kontaktdaten der Studierenden, die sich für Ihre Veranstaltung eingeschrieben haben, erhalten Sie je nach Einschreibesystem und vorhandener Praxis in den Fakultäten über AlmaWeb oder TOOL. Sollten Ihnen diese beiden Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen oder beim Export der Teilnahmelisten Probleme auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihr Studienbüro.

Corona-Website für Studierende

Aktuelle Informationen zum digitalen Semester finden Studierende auf der Corona-Informationsseite

  1. Stellen Sie Lerninhalte per Mail oder in der Speicherwolke möglichst frühzeitig zur Verfügung. Das können Texte, Literatur- und Linklisten oder PowerPoint-Präsentationen mit und ohne Tonspur sein.
    Reduzieren Sie Stoffmengen, beschränken Sie sich auf das, was Sie in den ersten Wochen erreichen wollen.
  2. Rückfragen sind nur zeitverzögert möglich. Formulieren Sie klare und konkrete Arbeitsaufträge – zum Beispiel Leitfragen, Problemstellungen oder ähnliches. Jüngere Semester benötigen wahrscheinlich kleinteiligere Anleitungen.
  3. Um einen Eindruck zu gewinnen, inwieweit Ihre Studierenden mit den gestellten Arbeitsaufträgen zurecht kommen, entscheiden Sie sich für eine Form der Rückmeldung – zum Beispiel Texte, Bilder oder Testate – und den Kommunikationskanal (Mail oder hochladen in die Speicherwolke). Stellen Sie sicher, dass die gewählte Form der Rückmeldung für alle möglich ist. Fragen Sie dies gegebenenfalls zunächst ab.
    TIPP: Geben Sie die gewünschte Form klar vor (Zeichenzahl, Dateiformat) und vergessen Sie die Deadline nicht.
  4. Teilen Sie Ihren Studierenden mit, auf welche Art und in welchem Zeitfenster diese ein Feedback von Ihnen auf Arbeitsergebnisse erhalten.
  5. Informieren Sie die Studierenden, wann und wie sie Sie bei Fragen und Problemen erreichen können, per Mail oder Telefon.
    TIPP: Teilen Sie Sprechzeiten mit.
  6. Informieren Sie die Studierenden über den Ablauf, die Arbeitsweise und die Prüfungsleistung im Kurs. Machen Sie die Beziehung der Produkte dieser ersten Selbstudienphase zur Prüfungsleistung transparent.
    TIPP: Je besser die Studierenden darüber Bescheid wissen, wozu sie etwas tun, umso motivierter sind sie.
  7. Wenn die Studierende in Ihrem Kurs in Paaren oder Gruppen zusammenarbeiten sollen, gestalten Sie eine Kennenlernenphase (zum Beispiel durch Steckbriefe) und übernehmen Sie die Bildung der Gruppen.
    TIPP: Um selbst einen ersten Eindruck zu erhalten, initiieren Sie einen erste Rückmeldung von Seiten der Studierenden. Nutzen Sie beispielsweise ein Quiz oder einen Minifragebogen, um Vorkenntnisse oder Interessen der Studierenden zu erfahren.
  8. Die Nutzung von Mailversand stößt bei größeren Studierendengruppen an Ihre Grenzen. Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall einen Moodlekurs zu verwenden, um die Kommunikation mit den Studierenden strukturierter zu gestalten.

Die Lernplattform Moodle können Sie sich als virtuellen Seminarraum vorstellen. Sie können Lehrmaterialien ablegen, mit Studierenden interagieren und virtuelle Gruppenarbeiten durchführen. Über Moodle können Sie mit großen Studierendengruppen kommunizieren, ohne in einer Mailflut zu versinken. Eine Übersicht der Möglichkeiten erhalten Sie im Lehre.digital Hilfekurs auf Moodle. Dafür benötigen Sie lediglich Ihren Uni-Login.

Falls Sie das erste Mal einen Kurs anlegen, haben wir eine kurze Anleitung für Sie erstellt. Im Forum Lehre.digital“ können Sie mit anderen Lehrenden und Mitarbeitenden des E-Learning-Services in Austausch treten.

Bitte beachten Sie folgende Hinweise zur Nutzung von Moodle:

  1. Stellen Sie Lerninhalte wochen- und blockweise im Moodlekurs zur Verfügung. Das können Texte, Literatur- und Linklisten, PowerPoint-Präsentationen mit und ohne Tonspur sein. Reduzieren Sie Stoffmengen, beschränken Sie sich auf das, was Sie in den ersten Wochen erreichen wollen.
  2. Rückfragen sind nur zeitverzögert möglich. Formulieren Sie klare und konkrete Arbeitsaufträge – zum Beispiel Leitfragen, Problemstellungen oder ähnliches. Jüngere Semester benötigen wahrscheinlich kleinteiligere Anleitungen.
  3. Um einen Eindruck zu gewinnen, inwieweit Ihre Studierenden mit den gestellten Arbeitsaufträgen zurecht kommen, entscheiden Sie sich für eine Form der Rückmeldung – zum Beispiel Texte, Bilder oder Testate – und den Kommunikationskanal (z.B. Datei-Upload in einem Verzeichnis oder Forum in Moodle). 
    TIPP: Geben Sie die gewünschte Form klar vor (Zeichenzahl, Dateiformat) und vergessen Sie die Deadline nicht.
  4. Teilen Sie Ihren Studierenden mit, auf welche Art und in welchem Zeitfenster diese ein Feedback von Ihnen auf Arbeitsergebnisse erhalten. Für die zeitversetzte Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden und den Studierenden untereinander bietet sich ein Forum an.
  5. Innerhalb eines Moodlekurses stehen den Teilnehmenden Nachrichtenfunktionen zur Verfügung, sodass ein Austausch möglich ist.
    TIPP: Teilen Sie den Studierenden Zeiten mit, in denen Sie auf ihre Anfragen antworten.
  6. Informieren Sie die Studierenden über den Ablauf, die Arbeitsweise und die Prüfungsleistung im Kurs. Machen Sie die Beziehung der Produkte dieser ersten Selbstudienphase zur Prüfungsleistung transparent.
    TIPP: Je besser die Studierenden darüber Bescheid wissen, wozu sie etwas tun, umso motivierter sind sie.
  7. Wenn die Studierenden in Ihrem Kurs in Paaren oder Kleingruppen zusammenarbeiten sollen, können hierfür Foren für die einzelnen Gruppen oder Unterforen angelegt werden. Dort können sie ein erstes Kennenlernen aktiv didaktisch unterstützen.

Hilfsmittel für das digitalisierte Sommersemester

Für das Sommersemester stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten digitaler Lehrformate zur Verfügung. Bitte stellen Sie vor der Anwendung eines Formats sicher, dass dieses für alle Ihrer Studierenden zugänglich ist.

Weitere Anregungen erhalten Sie im Lehre.digital Moodlekurs.

Beispielfilm: Eine Präsentation aufzeichnen

Videoaufzeichnungen und Livestreams durch das Zentrum für Medien und Kommunikation (ZMK) erstellen lassen

Das Zentrum für Medien und Kommunikation der Universität Leipzig bietet Videoaufzeichnungen und Livestreams für Lehrende an. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte Herrn Meier.

Videokonferenz-Software

Aktuelle Informationen zu Videokoferenz-Software finden Sie auf der Website des Universitätsrechenzentrums.

Live-Chats

Das Universitätsrechenzentrum stellt allen Angehörigen die Open-Source-Chatsoftware Rocket.Chat zur Verfügung. Zum Anmelden benötigen Sie lediglich Ihren Uni-Login. Der Einsatz empfiehlt sich unter anderem für:

  •         das Anbieten von Konsultationen und Sprechzeiten
  •         das Arbeiten in Kleingruppen (für Studierende)
  •         interessensbasierte und niederschwellige Kommunikation
  •         das öffentliche Sammeln von Fragen und Antworten

Zugang für alle Studierenden gewährleisten

Wenn Sie Livestreams oder Videokonferenz-Software verwenden, ermöglichen Sie auch den Studierenden, die nicht an der Veranstaltung teilnehmen können (durch Dauerversorgung und Pflege von Angehörigen, schlechten oder keinen konstanten Internetzugang, Arbeitsverpflichtungen, fehlende technische Ausstattung, Behinderungen) den Zugang zu Ihren Lehrmaterialen. Nutzen Sie parallele schriftliche Chats nur sehr begrenzt, da diese gegebenenfalls nicht für alle gleichermaßen zugänglich sind und zudem vom Thema ablenken können.

Den Zugang erleichtern Sie zum Beispiel folgendermaßen:

  • Vorlesungen: Zeichnen Sie Ihren Livestream auf und binden Sie das Video im Anschluss über Open Cast auf Moodle ein. Die Kolleginnen und Kollegen des E-Learning-Service stehen Ihnen unterstützend zur Seite. Weisen Sie im Anfang der Vorlesung auf die Aufzeichung hin. Stellen Sie Präsentationen nach Möglichkeit vorab zur Verfügung, damit sich Studierende vorbereiten und dem Inhalt Ihres Vortrages besser folgen können.
  • Seminare und Übungen: Prüfen Sie am Anfang der ersten Sitzung, ob alle Studierenden an Live-Terminen teilnehmen können. Bieten Sie alternative Möglichkeiten an, die Lehrmaterialien zu erhalten, falls die Teilnahme nicht für alle Studierenden möglich ist.

Auch Tutorien starten in diesem Semester digital über Moodle in das Semester. Da sie selten in Tool oder Almaweb abgebildet sind, können die meisten Tutorinnen und Tutoren keinen Kontakt zu Studierenden aufnehmen. Als Lehrende können Sie Tutorinnen und Tutoren unterstützen:

  • Setzen Sie Studierende über eigene Moodle-Kurse für die Tutorien in Kenntnis (Kursname, Einschreibeschlüssel)

    oder
  • reservieren Sie in Ihrem Moodle-Kurs einen Abschnitt für das begleitende Tutorium, das Tutorinnen und Turoren selbst bearbeiten dürfen. Vergeben Sie dafür im Moodle-Kurs die Rolle „SHK“ für die Tutorin oder den Tutor.

Ab dem 22. Juni gelten für (fast alle) Standorte der UB Leipzig wieder die regulären Öffnungszeiten. Für das Lernen und Arbeiten vor Ort bleibt eine vorherige Platzbuchung zwingend erforderlich

Mehr zu Öffnungszeiten und Platzbuchung

Medizinische Fakultät

Die Medizinische Fakultät bietet Lehrenden Informationen zu den Themen Videoproduktion, frei verfügbare Software und interaktiven digitalen Werkzeugen sowie Anleitungen für das Studierendenportal der Universitätsmedizin.

Zu den Angeboten der Medizinischen Fakultät

Häufig gefragt (FAQs)

Allgemeine Hinweise

Wie empfehlenswert ist es, Lehrveranstaltungen per Videokonferenz durchzuführen?

Sie als Lehrende können nach eigenem Ermessen entscheiden, welche Lehrformate und welche der vom Universitätsrechenzentrum (URZ) zur Verfügung gestellten digitalen Werkzeuge zur Unterstützung der jeweiligen Lehrveranstaltung Sie wählen. Bitte beachten Sie dabei:

  • Videokonferenzen ermöglichen eine direkte Kommunikation und Austausch zwischen Ihnen und Ihren Studierenden sowie den Studierenden untereinander. Sie eignen sich daher beispielsweise für Feedback-Runden oder Sprechstunden. Die Verwendung von Headsets verbessert die Audio-Qualität.

  • Für störungsfreie Videokonferenzen ist eine stabile Internetverbindung aller Beteiligten unerlässlich. Das URZ beobachtet die Auslastung und vergrößert die technischen Ressourcen im Rahmen der Möglichkeiten. Ein sparsamer Umgang mit Datenmengen ist deshalb im Interesse aller Beteiligten.

Wir empfehlen Ihnen vor allem auf zeitversetzte Lösungen im Sinne eines angeleiteten Selbststudiums zu setzen. Dafür können Sie zum Beispiel vertonte PowerPoint-Präsentationen nutzen.

Welche Videokonferenz-Systeme kann ich in der Lehre nutzen?

Das URZ ermöglicht die Nutzung der Videokonferenz-Systems „BigBlueButton“ für Lehrveranstaltungen.

BigBlueButton (BBB) wird auf Servern unserer Universität betrieben. Wir empfehlen Ihnen die Nutzung über Ihren Kurs in Moodle. Sie können dazu als Trainer in Ihrem Moodle-Kurs die Aktivität wie folgt wählen:

  1. „Bearbeiten einschalten“
  2. Aktivität oder Material hinzufügen
  3. „BigBlueButton“ auswählen
  4. „Hinzufügen“

Bei Fragen dazu können Sie eine Mail an videokonferenz[at]uni-leipzig.de schreiben. Weiterführende Informationen erhalten Sie im Moodlekurs: Lehre.digital.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten des Universitätsrechenzentrums.

Rechtliche Hinweise

Benötige ich das Einverständnis der Studierenden, wenn ich mit ihnen in einer Videokonferenz, also im Livestream, arbeiten will? Wenn ja, reicht eine mündliche Abfrage? Wie verhält es sich, wenn ich die Veranstaltung zudem aufzeichnen möchte?

  • Insofern es sich lediglich um eine Videokonferenz im Livestream handelt, wird keine gesonderte Einverständniserklärung von den Studierenden benötigt
  • Wenn die Veranstaltung zudem aufgezeichnet wird, muss klar sein, wofür die Aufzeichnung verwendet wird. Unabhängig davon, ob Studierende mit Bild (Video) und Ton (Audio) oder nur Ton an einer Lehrveranstaltung teilnehmen und dort beispielweise miteinander diskutieren sollen, wird vorab eine Einverständniserklärung benötigt
  • Laut Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist eine elektronische Zustimmung zulässig. Die kann beim Zugang zur Videokonferenz abgefragt werden. Zu beachten ist, dass die Zustimmung für jede Veranstaltung einzuholen ist und später einsehbar sein sollte. Studierende können zum Beispiel ihre Zustimmung geben, dass die Aufzeichnung von Kommilitoninnen und Kommilitonen in Moodle gesehen, aber nicht frei verfügbar ins Internet gestellt werden darf
  • Auch hier gilt das Prinzip der Datensparsamkeit sowie das Recht der Studierenden am eigenen Bild und am gesprochenen Wort

Was muss ich beachten, wenn ich Bilder, Texte und Filme in meiner Lehre nutzen, weitergeben, kopieren oder im Internet bzw. in Moodle veröffentlichen möchte?

  • Sie können einen Link auf Texte, Bilder, Videos, Musik- oder Tonaufzeichnungen (Audiodateien) im Internet setzen
  • Sie können Video- & Audiodateien, Texte & Bilder als Zitate nutzen
  • Denken Sie dabei jeweils an die Angabe der Quelle(n)
  • Beachten Sie weiterhin, dass Sie Dienste nutzen, die frei zugänglich und datensparsam sind
  • Für eine Verwendung außerhalb der Lehrveranstaltung benötigen Sie das entsprechende schriftliche Einverständnis des Rechteinhabers oder der Rechteinhaberin

Wie kennzeichne ich Bilder, Texte und Filme, die unter Creative Common Lizenzen stehen?

  • Auch bei der Verwendung sogenannter Creative Commons (CC Lizenzen) für Videos, Musik, Texte und Bilder muss die Quelle gut sichtbar angegeben sein.
  • Informieren Sie sich darüber, unter welchen Bedingungen fremdes Material genutzt werden kann (Namens- und Lizenznennung)
  • Besuchen Sie den Moodle-Kurs Open Educational Resources um ausführlichere Informationen zu erhalten

Was sagt das Urheberrecht (§60 UrhG) zur Online-Bereitstellung von Materialien?

Am 1. März 2018 trat das Gesetz zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft in Kraft. Durch dieses werden die § 60a-h des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) neu geregelt, die sich mit der Nutzung geschützter Werke in Bildung und Wissenschaft befassen. Eine Sammlung von Informationen, auch in Englisch, finden Sie im Moodle-Kurs Digitale Semesterapparate.

Für die Teilnehmenden einer Lehrveranstaltung gilt:

  • Von umfangreichen Schriftwerken (Monographien, Lehrwerke etc.) dürfen Audio- und Videodateien über 5 Minuten Länge maximal 15 % des Gesamttextes zugänglich gemacht werden, zum Beispiel indem sie digitalisiert und zum Download angeboten oder kopiert werden
  • Werke geringeren Umfangs (bis 25 Seiten), also zum Beispiel Zeitschriften- oder Lexikonartikel, können vollständig genutzt werden. Gleiches gilt für Audio- und Videodateien bis 5 Minuten Länge
  • Vergriffene Werke, die seit 2 Jahren nicht mehr erhältlich sind, dürfen vollumfänglich genutzt werden
  • Werke unter der CC-Lizenz können vollumfänglich genutzt werden. Darunter fallen z.B. Open Educational Resources. Weitere Informationen finden Sie dazu im Moodle-Kurs: Open Educational Ressources
  • Gesetzestexte, Urteile, Veröffentlichungen von Behörden und Öffentlichen Einrichtungen dürfen vollständig genutzt werden
  • Elektronische Zeitschriften und Bücher, die die Universität Leipzig über die Universitätsbibliothek lizensiert hat dürfen ebenfalls verwendet werden

Was kann ich bei der Bereitstellung eigener Materialien für Andere beachten?

Wenn Sie beispielsweise ein eigenes Video, ein Bild, einen Podcast oder einen Text erstellt haben, können Sie diese mit einer Creative Commons Lizenz (CC-Lizenz) veröffentlichen:

  • Mit Hilfe so genannter CC-Lizenzen können Sie anderen standardisierte Nutzungsrechte an Ihrem Werk einräumen
  • Die entsprechende Lizenzierung können Sie entsprechend in Ihrem Werk einfügen
  • Weitere Informationen, zum Beispiel zu den einzelnen Lizensierungen, erhalten Sie auf der Webseite „CreativeCommons“ oder im Moodle-Kurs Open Eductional Ressources

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