Im Wintersemester 2021/22 finden Lehrveranstaltungen an unserer Universität voraussichtlich wieder in Präsenz statt. Gleichzeitig soll es die Möglichkeit für digitale Veranstaltungsformate geben. Auf dieser Seite finden Sie fortlaufend aktualisierte didaktische Handreichungen, Handlungsempfehlungen, technische Anleitungen sowie rechtliche Hinweise zur Unterstützung der digitalen und hybriden Lehre.

Informationen zu Online-Prüfungen

Wenn Sie eine Online-Prüfung mit mehr als 100 Teilnehmenden planen, informieren Sie bitte den E-Learning-Service für einen reibungslosen Ablauf.
Informationen und Anleitungen zu Online-Prüfungsmöglichkeiten finden Sie im Online-Prüfungen-Infokurs und in unserer Handreichung zu Online-Prüfungen. In der Fortbildungsdatenbank finden Sie Schulungstermine zum digitalen Prüfen.

Junge Frau mit Laptop und Kopfhörern, Foto: Colourbox
Gute Lehre kann auch digital gelingen! Foto: Colourbox

Digitale Lehr-Lern-Szenarien

Vor dem Semesterstart entscheiden Sie, in welcher Form Sie Lehrveranstaltungen durchführen möchten. Neben reinen Präsenzveranstaltungen, können auch hybride (z. B. Seminare) oder rein digitale Szenarien (z. B. Vorlesungen) stattfinden. Für die beiden letzteren Szenarien erhalten Sie praktische Tipps weiter unten auf dieser Seite, da neben dem didaktischen Design auch technisch-organisatorische sowie datenschutzrechtliche Überlegungen zu treffen sind.

Zur Vorbereitung des Wintersemesters empfehlen wir Ihnen:

  • Entscheiden Sie, welches Szenario sich für Ihre Lehrveranstaltung am besten eignet.
  • Stellen Sie transparente Regeln und Anforderungen für das gewählte Lehrszenario auf und kommunizieren Sie diese an Ihre Studierenden.
  • Bieten Sie Ihren Studierenden eine klare Struktur. Nutzen Sie dazu gerne unsere Hinweise in den Moodlekursen Lehre.Digital Hilfekurs und Hybrides Lehren.

Unser Leitfaden zur digitalen Semesterplanung sowie folgende Vorüberlegungen unterstützen Sie bei der Planung Ihrer Hochschullehre:

  • Lernziele
    Was sind die drei wichtigsten Dinge, welche die Studierenden lernen sollen – welche Kenntnisse, Arbeitstechniken, Medienkompetenzen? Welcher Schwerpunkt ergibt sich aus dem Veranstaltungstyp?
  • Prüfungen
    Welche Prüfungsleistungen sind vorgesehen? In welchem Verhältnis stehen die semesterbegleitenden Aufgaben, die Lektüre und die Lernergebnisse dazu?
  • Zielgruppe
    Wie groß ist die Studierendengruppe? Welches Vorwissen können Sie voraussetzen? Sind die digitalen Tools für alle Studierenden problemlos zugänglich? Wie heterogen wird die Gruppe voraussichtlich sein? Welche Informationen benötigen Sie und sollten in der Kennenlernphase in Erfahrung gebracht werden?
    Hierbei helfen Ihnen unsere Hinweise zum Kennenlernen der Studierenden und zur Erhebung der Vorkenntnisse.
  • Eigene Ressourcen
    Was können Sie ohne Überforderung in der Vorbereitung und Durchführung leisten? Welche Vorbereitungszeit steht Ihnen aktuell zur Verfügung? Wie können Sie sich gegenseitig im Kollegium oder der Fachcommunity unterstützen?

Bitte nehmen Sie sobald wie möglich per E-Mail Kontakt mit Ihren Studierenden auf, um Sie über Ihre Lehrveranstaltung zu informieren. Die Kontaktdaten der Studierenden, die sich für Ihre Veranstaltung eingeschrieben haben, erhalten Sie je nach Einschreibesystem und vorhandener Praxis in den Fakultäten über AlmaWeb oder TOOL. Sollten Ihnen diese beiden Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen oder beim Export der Teilnahmelisten Probleme auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihr Studienbüro.

Corona-Website für Studierende

Aktuelle Informationen zum digitalen Semester finden Studierende auf der Corona-Informationsseite

Als Ergänzung zu asynchronen Lehr-Lern-Settings können Sie synchrone Lehrveranstaltungen über Videokonferenztools einbinden:

  1. Entscheiden Sie sich für ein Videokonferenztool. Grundsätzlich empfehlen wir das auf den Servern der Universität gehostete BigBlueButton (BBB). Es gibt an der Universität Leipzig auch eine begrenzte Zahl von Zoom-Lizenzen, die Ihnen nach Kapazität von Ihrer Fakultät zugeteilt werden können. Grundsätzlich bieten beide Systeme alle notwendigen Funktionen für eine sichere und stabile Onlinelehre. Eine Entscheidungshilfe  finden Sie auf der Seite des Universitätsrechenzentrums.
  2. Ausprobieren: Machen Sie sich selbst mit den Möglichkeiten und Grenzen der eingesetzten Videokonferenz-Software vertraut. Beachten Sie auch die kapazitären Unterschiede zwischen ad-hoc-BigBlueButton und Lehrveranstaltungs-BigBlueButton in Moodle. Es gibt einen ausführlichen Moodle-Schulungskurs zu BigBlueButton. Anleitungen zu Zoom finden Sie auch im Lehre.digital Hilfekurs in Moodle. Bitte bedenken Sie bei der Auswahl, dass die Universität Leipzig nur zu BBB Support bereithalten kann.
  3. Semesterplanung: Legen Sie fest, wann Sie im Semesterverlauf wofür synchrone Onlinekonferenzen durchführen wollen. Videokonferenzen sind nicht die beste Lösung für lange Inputphasen. Sie sollten für Aktivität, Austausch und Diskussion der Teilnehmenden genutzt werden.
  4. Geben Sie den Teilnehmenden in der ersten Sitzung ausreichend Zeit und Gelegenheit, die Software kennen zu lernen und sich mit dem digitalen Raum vertraut zu machen. Erklären Sie die wichtigsten Funktionen, die zum Einsatz kommen werden exemplarisch.
  5. Je nach (digitaler) Erfahrung der Teilnehmenden kann es notwendig sein, eine verbindliche gemeinsame Netiquette mit Arbeits- und Kommunikationsregeln zu haben. Idealerweise entwickeln Sie diese gemeinsam mit den Studierenden. Ein Beispiel finden Sie hier als Video und als Powerpoint-Vorlage.
  6. Machen Sie den Seminarverlauf mit einem Seminarfahrplan deutlich; wann findet asynchrones Selbststudium, wann Videokonferenz statt und warum.
  7. Geben Sie den Teilnehmenden früh die Möglichkeit selber zu sprechen – am besten in den ersten 15 Minuten. So bauen sie Hemmungen ab, sich im digitalen Raum zu Wort zu melden. Weitere Hinweise zu Aktivierung, Vorkenntniserhebung, Breakoutraumarbeit und Feedback finden Sie in den 10 didaktischen Handreichungen in der Seitenleiste und im Moodlekurs Videokonferenzen mit BigBlueButton.

Im hybriden Präsenzsetting ist eine begrenzte Anzahl Studierender im Hörsaal oder Seminarraum anwesend, während der andere Teil der Studierenden entweder per Audio und/oder Video (synchron) zugeschaltet ist, eine andere Aufgabe bearbeitet oder aber die Lerninhalte zu einem anderen Zeitpunkt (asynchron) bearbeitet. Für jede dieser Lehrveranstaltungen ergeben sich unterschiedliche Lehr-Lern-Szenarien, da neben dem didaktischen Design auch technisch-organisatorische sowie datenschutzrechtliche Überlegungen zu treffen sind.

  1. Entscheiden Sie, ob sich eine hybride Lehrveranstaltung für Ihre Lernziele und Rahmenbedingungen anbietet. Eine Übersicht über hybridfähige Räume finden Sie unter dem Reiter „Raumplanung“ auf der Seite Informationen zum Coronavirus für Lehrende. Technischen Support erhalten Sie beim AVT-Service, didaktische Beratung beim Team der Hochschul- und Mediendidaktik.
     
  2. Vorbereitung: Machen Sie sich mit den Prinzipien hybrider Lehrveranstaltungen vertraut. Dazu gibt es den Moodle-Kurs Hybrides Lehren und die Handreichung weiter unten unter "Didaktische Tipps" zum Download.

  3. Semesterplanung: Legen Sie fest, wann Sie im Semesterverlauf synchrone Hybridveranstaltungen durchführen wollen und machen Sie Ihren Studierenden den Seminarverlauf deutlich: wann findet asynchrones Selbststudium, wann finden Videovorlesungen bzw. Videoseminare statt und warum.

  4. Geben Sie den Teilnehmenden in der ersten Sitzung ausreichend Zeit und Gelegenheit, die Software und Arbeitsweise kennen zu lernen und sich mit dem digitalen Raum vertraut zu machen. Damit alle kollaborativ auch schriftlich miteinander arbeiten können, sollten auch die Studierenden vor Ort möglichst mit dem Laptop arbeiten. Erklären Sie exemplarisch die wichtigsten technischen Funktionen, die zum Einsatz kommen werden. Eine verbindliche gemeinsame Netiquette mit Arbeits- und Kommunikationsregeln erleichtert es allen Teilnehmenden störungsfrei dem Kurs zu folgen. Ein Beispiel dazu finden Sie hier als Video und als Powerpoint-Vorlage.

  5. Besonders bei hybriden Videoseminaren empfehlen wir eine Co-Moderation: Aufgrund der unterschiedlichen Teilnahmemodi ist die Moderation einer hybriden Lehrveranstaltung anspruchsvoll. Die besondere Herausforderung des hybriden Formats liegt darin, den Online-Teilnehmenden eine gleichwertige Teilnahme z.B. über Chat zu ermöglichen. Unterstützende Co-Moderationen könnten bspw. auch teilnehmende Studierende sein.
  6. Zur Einteilung in Präsenz-und Online-Teilnehmende: Beachten Sie hier, dass es Studierende gibt, die nicht in Präsenz anwesend sein können. Wir empfehlen daher bei der Gruppeneinteilung auf Freiwilligkeit zu setzen.

Die Lernplattform Moodle können Sie sich als virtuellen Seminarraum vorstellen. Sie können Lehrmaterialien ablegen, mit Studierenden interagieren und virtuelle Gruppenarbeiten durchführen. Über Moodle können Sie mit großen Studierendengruppen kommunizieren, ohne in einer Mailflut zu versinken. Eine Übersicht der Möglichkeiten erhalten Sie im Lehre.digital Hilfekurs auf Moodle. Dafür benötigen Sie lediglich Ihren Uni-Login.

Falls Sie das erste Mal einen Kurs anlegen, haben wir eine kurze Anleitung für Sie erstellt. Im Forum Lehre.digital“ können Sie mit anderen Lehrenden und Mitarbeitenden des E-Learning-Services in Austausch treten.

Bitte beachten Sie folgende Hinweise zur Nutzung von Moodle:

  1. Stellen Sie Lerninhalte wochen- und blockweise im Moodlekurs zur Verfügung. Das können Texte, Literatur- und Linklisten, PowerPoint-Präsentationen mit und ohne Tonspur sein. Reduzieren Sie Stoffmengen, um mehr Zeit für die Wissensverarbeitung einzuräumen. Schalten Sie Ihren Studierenden lieber regelmäßig neue Wochenblöcke frei.
  2. Formulieren Sie klare und konkrete Arbeitsaufträge – zum Beispiel Leitfragen, Problemstellungen oder ähnliches. Jüngere Semester benötigen wahrscheinlich kleinteiligere Anleitungen.
  3. Um einen Eindruck zu gewinnen, inwieweit Ihre Studierenden mit den gestellten Arbeitsaufträgen zurechtkommen, entscheiden Sie sich für eine Form der Rückmeldung – zum Beispiel Texte, Bilder oder Testate – und den Kommunikationskanal (zum Beispiel Datei-Upload in einem Verzeichnis oder Forum in Moodle). 

    TIPP: Geben Sie die gewünschte Form klar vor (Zeichenzahl, Dateiformat) und vergessen Sie die Deadline nicht.

  4. Teilen Sie Ihren Studierenden mit, auf welche Art und in welchem Zeitfenster diese ein Feedback von Ihnen auf Arbeitsergebnisse erhalten. Für die zeitversetzte Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden und den Studierenden untereinander bietet sich ein Forum an.
  5. Innerhalb eines Moodlekurses stehen den Teilnehmenden Nachrichtenfunktionen zur Verfügung, sodass ein Austausch möglich ist.

    TIPP: Teilen Sie den Studierenden Zeiten mit, in denen Sie auf ihre Anfragen antworten.

  6. Informieren Sie die Studierenden über den Ablauf, die Arbeitsweise und die Prüfungsleistung im Kurs. Machen Sie die Beziehung der Produkte der Selbststudienphase zur Prüfungsleistung transparent.

    TIPP: Je besser die Studierenden darüber Bescheid wissen, wozu sie etwas tun, umso motivierter sind sie.

  7. Wenn die Studierenden in Ihrem Kurs in Paaren oder Kleingruppen zusammenarbeiten sollen, können hierfür Foren für die einzelnen Gruppen oder Unterforen angelegt werden. Dort können sie ein erstes Kennenlernen aktiv didaktisch unterstützen.
Netiquette für gelungene Videokonferenzen

Netiquette für gelungene Videokonferenzen

Weitere Unterstützungsangebote

Über aktuelle Regelungen, Möglichkeiten zu Platzbuchung und zur Ausleihe informiert die Universitätsbibliothek auf ihrer Website.

Zur Website der Universitätsbibliothek

Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften

Die Japanologie im Ostasiatischen Institut hat Leitlinien zur elektronischen Kommunikation entwickelt.

Netiquette für Videokonferenzen
PDF 156 KB

Philologische Fakultät

Die Philologische Fakultät bietet Ihren Lehrenden einen eigenen Moodlekurs zur Digitalen Lehre mit gesammelten Beispielkursen, Ideen zu Lehrmethoden und Austauschgelegenheiten wie kollegialen Kaffeepausen.

Zum Moodlekurs der Philologischen Fakultät

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät bietet Ihren Lehrenden einen Moodlekurs unter dem Titel: „Lehre an der WiFa im Digitalbetrieb – was funktioniert gut, was weniger gut“.

Zum Moodlekurs der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

Medizinische Fakultät

Die Medizinische Fakultät bietet Lehrenden Informationen zu den Themen Videoproduktion, frei verfügbare Software und interaktiven digitalen Werkzeugen sowie Anleitungen für das Studierendenportal der Universitätsmedizin.

Zu den Angeboten der Medizinischen Fakultät

Fakultät für Mathematik und Informatik

Die Fakultät für Mathematik und Informatik bietet Ihren Lehrenden einen eigenen Moodlekurs zur Digitalen Lehre an mit weiterführenden Links, fachspezifischen Tipps, Live-Austausch-Terminen und mehr.

Zum Moodlekurs "Austauschkurs zu virtuellen Kursräumen"

Weitere fachspezifische Hinweise zum digitalen Lehren und Lernen

In dieser Tabelle sammeln wir Links zu fachspezifischen Sammlungen zum digitalen Lehren und Lernen an Hochschulen, sowie Good Practice-Beispiele.

Speicherwolke der Universität Leipzig

Hinweise zu rechtlichen Fragen und weitere Informationen finden Sie auf unserer Häufig gefragt Seite.

 

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