Begrüßung

Beate Schücking

9:00 – 9:30 Uhr

Verfolgen Sie die Eröffnung durch die Rektorin, Prof. Dr. Beate A. Schücking und den Prorektor für Bildung und Internationales, Prof. Dr. Thomas Hofsäss live über den YouTube-Channel des Zentrums für Medienproduktion der Universität Leipzig.

Keynote

Die Corona-Pandemie hat für den Bildungsbereich neue Initiativen und Bestrebungen digital gestützter Lehre notwenig gemacht und beschleunigt. Nun gilt es diese Ansätze – sofern didaktisch und organisatorisch sinnvoll – in „ruhigere“ Fahrwasser zu bringen.

Sticker mit Aufschrift Lehre ist bunt

9:45 – 10:45 Uhr

Folgen Sie Claudia Bremers Keynote mit dem Titel "Geblendet vom New Learning" im Live-Stream. Wie können virtuelle Möglichkeiten eine Präsenz-Universität produktiv weiterentwickeln? Im Rahmen des Vortrags werden entsprechende Ansätze exemplarisch an Beispielen vorgestellt.
Moderiert wird die anschließende Diskussion von Prof. Dr. Nicola Würffel.

Informationen zu Claudia Bremer

Claudia Bremer war von 1995 bis 2019 als E-Learning Expertin an der Goethe-Universität Frankfurt tätig. Sie baute dort die zentrale E-Learning-Einrichtung, studiumdigitale, auf, deren Geschäftsführerin sie bis 2014 war. 2006 bis 2009 koordinierte sie das Projekt megadigitale zur hoch­schulweiten Umsetzung von E-Learning Seit 2000 betreut sie zahl­reiche Projekte und Studien zum Einsatz digitaler Medien in Schulen, in der Lehrerfortbildung (Projekt Lehr@amt), in Bildungs-einrichtungen und Unternehmen sowie weiteren Bildungsbereichen. Sie baute in diesem Kontext mehrere Quali­fizierungsreihen für Lehrende auf und veranstaltete 2009 den ersten deutsch­sprachigen Massive Open Online Course (MOOC) und seitdem weitere neun Kurse dieser Art und forschte und publizierte zu diesem Thema. Weitere Forschungs­themen sind: Kooperatives Lernen im Netz, kooperative Wissens­produktion, Medienkompetenz von Hochschullehrenden, Organisationsentwicklung rund um digitale Medien u.a. Aktuell berät und unterstützt sie Lehrende, Unternehmen und Bildungsein­richtungen beim Einsatz digitaler Medien in Bildungsprozessen sowie der Kon­zeption und Umsetzung von E-Learning-Szenarien und -Strategien ist seit 2019 an der Wilhelm Büchner Hochschule und der Deutschen Weiterbildungsgesellschaft (DWG) in diesem Bereich aktiv. Zudem ist sie Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft und des Kernteams des Hochschulforums Digitalisierung.

Weitere Informationen sowie Hinweise zu Publikationen von Claudia Bremer finden Sie auf ihrer Website: www.bremer.cx

Impuls­beiträge

Von 11:15 – 12:45 Uhr werden in parallelen Sessions Good-Practice Erfahrungen aus den vergangenen Semestern vorgestellt.

Dunkelrot Vollbild
Vollbild Orange
Vollbild Gelb
Vollbild Grün
Vollbild Aquamarin
Vollbild Lila

Diskurs­beiträge

Diskurs zum Tag der Lehre

13:45 – 15:15 Uhr

In parallelen Sessions können Sie über eingereichte Fragestellungen diskutieren und gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten. Die Beschreibungen finden Sie unter den Session-Links.

Themenübersicht

Wie erarbeitet man partizipativ eine fakultäre Digitalisierungsstrategie für die Lehre?

Prof. Dr. Rose Marie Beck, Prof. Dr. Thomas Heinen, Prof. Dr. Olaf Bärenfänger, Prof. Dr. Sonja Ganguin, Dr. Robert Reilein, Michaela Vitzky, Prof. Dr. Nicola Würffel

Alle Fakultäten der Universität Leipzig sind angehalten bis Ende 2022 eine Strategie zur Digitalisierung in der Lehre zu erarbeiten. Diese soll in den kommenden Jahren von den Lehrenden der jeweiligen Fakultät umgesetzt werden. Welche Wege und Arten der Beteiligung bei der Strategieentwicklung sind hilfreich und befördern die Umsetzung der Strategie in den folgenden Jahren? Wie kann das Spektrum an Positionen und Erfahrungen genutzt und konstruktiv in den Strategieentwicklungsprozess eingebunden werden? Welche weiteren Fragen sich in einem solchen Prozess stellen und wie sie zwei Pilotfakultäten an der UL bisher für sich gelöst haben, wird im Fokus dieser Veranstaltung stehen. Die Sportwissenschaftliche Fakultät sowie die Fakultät für Geschichte-, Kunst- und Regionalwissenschaften berichten über ihr Vorgehen und den bisherigen Prozess und kommen zu noch offenen Fragen mit Ihnen ins Gespräch.

Welche Herausforderungen ergeben sich bei der hybriden Lehre?

Prof. Dr. Michael Zwanzger

Treffpunkt: Hörsaal 8 unter Berücksichtigung der geltenden Hygienevorschriften.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im WS 2020/21 haben einige Dozentinnen und Dozenten der Juristenfakultät in dem kurzen Zeitraum bis zum Umspringen der Corona-Ampel auf „rot“ (Ende November 2020) hybride Lehrformate für großformatige Veranstaltungen (Vorlesungen) und Arbeitsgemeinschaften (Klassenstärke) angeboten. Die Planung und Durchführung dieser Veranstaltungen hat gezeigt, dass hybride Lehrformate didaktisch lohnend sind, aber in technischer und organisatorischer Hinsicht mehr Fallstricke bereithalten, als man vermuten würde. Der Beitrag geht vor allem auf diese technischen und organisatorischen Probleme ein und stellt ein Planungskonzept vor, das darauf abzielt, die Abhängigkeit von vorhandener Raumtechnik gering zu halten und daher auch in Räumen ohne eingebaute Hybridtechnik (oder als Plan B beim Ausfall vorhandener Hybridtechnik) eingesetzt werden kann. Organisatorisch geht es vor allem um Fragen der Teilnehmersteuerung zur bestmöglichen Auslastung der Raumkapazität, technisch um die Realisierung eines Setups, das in vertretbarer Zeit in eine Lehrraum auf- und abgebaut werden kann.

 

PD Dr. med. Maria Strauß, Dr. med. David Wozniak, Erik Scheller, Jakob Leue

Welchen Beitrag können Podcasts im Studium leisten?

Neben der Informationsfunktion können Podcasts einen weiteren wichtigen Bildungsbeitrag leisten, indem sie an Diskussionen zu fachbezogenen gesellschaftlich relevanten Themen nicht nur die Teilnahme der vor Ort eingeschrieben Studierenden ermöglichen, sondern prinzipiell weltweit Teilnehmer einbezogen werden könnten. Welche Konzepte gibt es bereits zu diesem Thema? Wie kann das im Rahmen von Lehrveranstaltungen der Universität Leipzig umgesetzt werden? Welche technische und Datenschutz-relevante Barrieren gilt es zu identifizieren und zu überwinden? Was sind die Gedanken der Studierenden und Lehrenden dazu? Gibt es Anwendungsbesonderheiten in der Medizin? Sind Podcasts auch in anderen Fächern anwendbar? Mit einem offenen Podium soll neben mitgebrachten Teilnehmen soll dieses moderne Medium im Bereich Hochschullehre gemeinsam erschlossen, besprochen und eingeordnet werden.

Geplante Teilnehmende: Maria Strauß - Oberärztin, Lehrbeauftragte Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie David Wozniak - Arzt in Weiterbildung, Produktion "Psychiatrie Podcast" Erik Scheller - Student Humamedizin Jakob Leue - Mediendesigner mit Expertise in Video- und Podcastproduktion + 4 weitere interessierte Teilnehmende aus dem Publikum.

Wie kann die Universität Leipzig Studierende beim Aufbau von Selbstorganisation und Selbstlernfähigkeit unterstützen?

Dr. Michael Hempel, Stefanie Wiemer (Tutoring-Kolleg)

Studierenden fällt der Übergang von der Schule an die Hochschule schon immer schwer. Das liegt v.a an den unterschiedlichen Arbeitsweisen und Anforderungen (klar umrissene Leistungsanforderungen vs. Selbstorganisation des Studiums). Die Bedeutung der Selbstorganisation für den Studienerfolg wächst zudem durch die zunehmende Digitalisierung der Lehre. In der Folge brauchen Hochschulen ein Eingangsmanagement für Studierende und die Curricula müssen neben dem Aufbau fachlicher Kompetenzen auch zunehmend den Aufbau sog. Schlüsselkompetenzen (u.a. Selbstorganisationsfähigkeit) bewusst adressieren (und nicht mehr nur voraussetzen oder im sog. hidden curriculum verstecken). Nur auf diese Weise können Studierende befähigt werden aktiv zu studieren und vorgegebene und eigene Ziele erreichen. Gelingt das, liegen die Mehrwerte gleichsam bei Studierenden, Lehrenden und der Hochschule als Organisation: Studierende studieren zielgerichtet und aktiv, Lehrende können die Verantwortung für das Lernen an Studierende abgeben und dialogisch lehren und Hochschulen steigern ihre Studienerfolgsquoten.

 

Wie können Studierende mithilfe von Online-Tools, im speziellen Boards- und Kartenwerkzeuge im Seminar aktiviert und der Austausch gefördert werden?

Julia Henschler, Katja Hornoff

Wie lässt sich sozialer Austausch im Studium digital organisieren? Welche Möglichkeiten gibt es, die Studierenden darin zu unterstützen, ihr (Selbst-)Studium zu strukturieren und soziale Interaktionen zu stärken. Wie können Studierende online zusammenarbeiten? Doch welche Tools gibt es, welche davon eignen sich für welche Lehr-Lern-Szenarien - und welche Software-Anwendungen sind datenschutzkonform? In diesem Beitrag zeigen wir die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten digitaler Pinnwände und Notizzettel zur aktivierenden Gestaltung von Lehre auf. Die Teilnehmenden bekommen Gelegenheit, ausgewählte Tools selbst auszuprobieren und können sich über eigene Erfahrungen, Ideen und unterschiedliche Anwendungsszenarien austauschen.

Wie kann Handlungskompetenz für nachhaltige Entwicklung bei Studierenden entwickelt werden?

Prof. Dr. Jürgen Vollmer, Dr. Jörg Schnauß, Dr. Annett Krüger

Im Rahmen der Leiptiger Initiative für Nachhaltige Entwicklung (LINE) werden transdisziplinäre Lehrformate in Bezug zu globalen gesellschaftlichen Herausforderungen gebündelt und dazu ein Curriculum für die Etablierung eines Zertifikates "Handlungskompetenz für Nachhaltige Entwicklung" entwickelt. Im Rahmen von Reallaboren soll dabei durch Heranführen an innovative Forschungen eine Handlungs- und Lösungskompetenz der Studierenden entwickelt werden. In diesem Workshop stellen wir die Frage, wie genau und in welcher Form diese Handlungskompetenz methodisch didaktisch entwickelt werden kann.

Die Konzeption und Durchführung der Reallabore soll im Rahmen des Workshops mit den Teilnehmenden diskutiert und die Wirksamkeit erzielter Ergebnisse anhand von Best-Practice Beispielen diskutiert werden.

 

Dieser Diskursbeitrag steht nur in englischer Sprache zur Verfügung.

What are the benefits and challenges of research based learning in the digital environment?

Dr. Steffi Marung, Dr. Jürgen Dinkel

Building on the Input Session on Good Practice Examples in the morning, Dr. Steffi Marung, Director of the Global Studies Program at the Global and European Studies Institute at Leipzig University, introduces some of the teaching projects developed at the institute for the international MA programs Global Studies and European Studies and invites for an exchange of experiences and expertise, on how to foster the interconnection between research and teaching in international MA programs.

For this session we particularly invite lecturers and managers of international study programs and transnational cooperation in teaching and learning as well as specialists in didactics, to share their insights on challenges and solutions for research-based learning in international study programs, and discuss the specific challenges of these regarding (but not exclusively) three questions:

  • Training the trainers: How to support and professionalize lecturers to develop and implement research-based learning projects in digital environments (also against the background of overlapping institutional contexts and limited resources)?
  • Making projects sustainable: How to integrate innovative projects into study programs on a permanent basis and thus make them productive for curriculum development?
  • Navigating transnational challenges: What are particular obstacles for research-based teaching in international programs and how to cope with them?

Different instruments for digital learning and digital research – including research tools for students and scholars in European and Global Studies, access to data and primary sources from different world regions, as well as communicating research – have turned out to be productive for us: motivating students and assisting them on their way to become researchers themselves as well as developing skills to communicate their findings. Digital environments can enhance the research skills of students and offer new ways for researchers to collaborate transnationally, to find new ways not only to investigate but practice transnational connections. But they are also time-consuming and confronted with a number of challenges in international study programs. How to cope with these and how to find sustainable solutions shall be at the center of this session.

Die "digitale Krise" als Hemmschwelle oder Innovationsmotor? Wie kann Fremdsprachenvermittlung in digital-präsentierten Mischformen gelingen?

PODIUMSDISKUSSION

Vor genau anderthalb Jahren, im Frühjahr 2020, musste rund um den Globus über Nacht von der bis dahin überwiegend als ,traditionellʼ betrachteten Präsenzlehre auf E-Learning umgestellt werden. Die damals oft mühsam und unter hohem Zeitdruck erworbenen Kenntnisse neuer Formen des Lehrens, Lernens und allgemein des Kooperierens am Bildschirm konnten sich in den folgenden Monaten festigen, was nicht zuletzt auch bedeutete, dass die Lehrenden in eine neue Phase des Vertrautwerdens mit den innovativen virtuellen Gegebenheiten. Schon jetzt steht fest: Die Digitalisierung hat das internationale Bildungswesen nicht einfach punktuell betroffen, sie wird es vielmehr nachhaltig verändern - die Trendwende hat schon begonnen.  
Im Podium wird die Vermittlung von Fremdsprachen am Beispiel des Deutschen als Fremdsprache (DaF) auf der akademischen Ebene ins Zentrum gestellt. Ausgehend von situationscharakteristischen Erfahrungen aus unterschiedlichen Ländern soll der Schwerpunkt der Diskussion auf die notwendige Entwicklung hin zu einem modernen, interaktiven universitären und schulischen DaF-Unterricht gelegt werden. Mögliche Teilthemen sind dabei: neue Unterrichtskonzepte, Authentizität von Texten und Situationen, eine modernisierte Lehrerbildung.
Die Podiumsbeitragenden gehen teilweise von ihren in einer IDV-Publikation (https://idvnetz.org/uncategorized/idv-magazin-98-dezember-2020) versammelten Erfahrungen und Reflexionen aus, um diese gemeinsam mit dem teilnehmenden Publikum weiterzuentwickeln.

Prof. Dr. Olaf Bärenfänger (Chair AL4), Universität Leipzig

Prof. Dr. Marianne Hepp - Universität Pisa (Moderation), Professorin für Deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Pisa; 2009 bis Juli 2021 Erste Vorsitzende des Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverbands e.V. / IDV. 

Prof. Dr. Lorenza Rega – Universität Triest, Professorin für Deutsche Sprach- und Übersetzungswissenschaft an der Universität Triest; Departement für Rechts-, Sprach-, Dolmetsch- und Übersetzungswissenschaften. Derzeit erste Vorsitzende des Italienischen Germanistenverbands (AIG).    

Dr. Mikhail Koryshev – Staatliche Universität St. Petersbur, Dozent am Lehrstuhl für komparative Sprach- und Kulturforschung, stellvertretender Dekan der Philologischen Fakultät; Vorstandsmitglied des Überregionalen Deutschlehrerverbands Russland.

Claudia Ullrich – Universidad Católica Boliviana La Pa, DAAD-Lektorin (2013 bis 2019), gegenwärtig Ortslektorin an der Universidad Católica Boliviana La Paz; zuständig für die dortige Curricularentwicklung eines DaF-/FSU-Masterstudiengangs. Derzeit erste Vorsitzende des Deutschlehrerverbands Bolivien (ABOLPA).

Ergebnis­präsen­tation

Pinnwand zu Evaluationsparcours mit Menschen im Hintergrund

15:30 – 16:00 Uhr

Um 15:30 Uhr findet die Ergebnispräsentation statt, gefolgt vom gemeinsamen Abschluss mit Prof. Dr. Thomas Hofsäss.

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