Stellenausschreibung vom Kennziffer: 136/2021

Die 1409 gegründete Universität Leipzig gehört zu den großen, forschungsstarken und medizinführenden Universitäten in Deutschland. Mit ihren rund 30.000 Studierenden und mehr als 5.000 Beschäftigten in 14 Fakultäten prägt sie das Leben in der pulsierenden und weltoffenen Stadt Leipzig. Die Universität Leipzig bietet ein dynamisches und international geprägtes Arbeitsumfeld sowie attraktive und vielfältige Arbeitsmöglichkeiten in Forschung, Lehre, Transfer, Infrastruktur und Verwaltung.

Am Historischen Seminar der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften sind vorbehaltlich der Mittelverfügbarkeit im Rahmen des Projekts „Imperial Politics of Opera in Habsburg Europe, 1815-1914“ (European Research Council, TRANSOPERA-101018743) ab dem 1. Dezember 2021 die oben genannten Stellen zu besetzen.

Die Einstellung erfolgt in einem von Prof. Dr. Axel Körner geleiteten Forschungsprojekt, das vom European Research Council finanziert wird. Das Projekt erforscht die imperiale Opernpolitik der Habsburgermonarchie und orientiert sich dabei vor allem am transnationalen Austausch zwischen den verschiedenen Landesteilen und Bevölkerungsgruppen der Monarchie, sowie der Bedeutung der multinationalen Staatsidee Österreichs. In kritischer Auseinandersetzung mit überkommenen Narrativen, die vor allem die Rolle der Oper als Werkzeug des politischen Nationalismus in den Vordergrund gestellt haben, untersucht das Projekt wie die Habsburgermonarchie die Oper als Mittel zur Stärkung kultureller und intellektueller Verbindungen zwischen ihren Ländern und Völkern verstand und entsprechend einsetzte. Die Forschungsgruppe ist am Historischen Seminar der Universität Leipzig in engem Austausch mit der Musikwissenschaft und den Forschungsgruppen am ReCentGlobe angesiedelt. Projektsprache ist Englisch.

Stellenmerkmale

  • befristet für die Projektlaufzeit bis 30. September 2026
  • 100 % Vollbeschäftigung
  • vorgesehene Vergütung: E13 TV-L

Aufgaben

  • in enger Abstimmung mit dem Projektleiter, eigenständige Forschungen zur Rolle der Oper in der Habsburgermonarchie, mit besonderer Beachtung der italienischen Oper, der grand opéra und der Oper in verschiedenen Nationalsprachen
  • Forschung in Archiven und Bibliotheken in den Territorien der ehemaligen Habsburgermonarchie
  • Postdoc 1: Forschungen zur Geschichte der Oper in Zagreb/Agram, Dalmatien, Slavonien und Kroatien
  • Postdoc 2: Forschungen zur Geschichte der Oper in Lemberg/Lwów/Lviv und Galizien
  • Publikation von Forschungsergebnissen in Form einer Monographie, sowie Buchkapiteln und Aufsätzen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Mitwirkung bei gemeinsamen Herausgeberschaften
  • Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen
  • administrative Aufgaben im Rahmen des Projekts.

Anforderungen

Erforderlich:

  • Promotion in Geschichte, Musikwissenschaft oder Regionalwissenschaft, mit einer für das Projekt relevanten Spezialisierung
  • Kenntnisse der Geschichte der Habsburgermonarchie im 19. Jh. und der europäischen Musik- und Operngeschichte
  • Erfahrung in archivalischer Forschung
  • exzellente Englischkenntnisse (Projektsprache, C1-Equivalent oder höher)
  • deutsche Sprachkenntnisse (B1-Equivalent oder höher)
  • Postdoc 1: Kroatische Sprachkenntnisse (B1-Equivalent oder höher)
  • Postdoc 2: Polnische Sprachkenntnisse (B1-Equivalent oder höher)

Wünschenswert:

  • Leseverständnis Italienisch und Französisch
  • Erfahrung im Projektmanagement und in der Organisation akademischer Veranstaltungen
  • Grundkenntnisse in web design und social media
  • vorhergehende akademische Publikationen
  • Postdoc 1: Ungarische Sprachkenntnisse
  • Postdoc 2: Ukrainische Sprachkenntnisse
  • Erfahrung in digital humanities

Wir bieten

  • einen modernen Arbeitsplatz und attraktive Arbeitsbedingungen (Mobile Arbeit)
  • flexible Arbeitszeiten sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • eine zielgerichtete Personalentwicklung in allen Phasen Ihres Berufslebens mit Weiterbildungsmöglichkeiten
  • eine betriebliche Altersvorsorge
  • ein vergünstigtes Personennahverkehrsticket (MDV-JobTicket)
  • Arbeit in einem internationalen Team von Experten

Bewerber:innen sollen im Anschreiben angeben, an welcher der beiden Stellen sie interessiert sind. Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte mit den üblichen Unterlagen unter Angabe der Kennziffer 136/2021 bis 23. Juli 2021(Fristverlängerung) als PDF-Datei per E-Mail an Prof. Dr. Axel Körner. Sollte Ihnen eine Bewerbung per E-Mail nicht möglich sein senden Sie Ihre Unterlagen bitte an Universität Leipzig, Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften, Historisches Seminar, Herrn Prof. Dr. Axel Körner, z. H. Frau Antina Jordan, Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig. Bitte beachten Sie, dass Gefährdungen der Vertraulichkeit und der unbefugte Zugriff Dritter bei einer Kommunikation per unverschlüsselter E-Mail nicht ausgeschlossen werden können. Ihre Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt, bitte reichen Sie nur Kopien ein. Vorstellungsgespräche werden auf Grund der derzeitigen Pandemie nur per Video-Konferenz stattfinden. Vorstellungskosten werden nicht übernommen.

Die Universität Leipzig strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in verantwortlicher Position an und bittet deshalb qualifizierte Frauen ausdrücklich um ihre Bewerbung. Bei gleicher Eignung werden schwerbehinderte Menschen oder nach SGB IX Gleichgestellte bevorzugt eingestellt.

Bewerbungsschluss:

Hinweise zum Datenschutz

Eine Bewerbung und damit die Zusendung der für eine Bewerbung üblichen Unterlagen erfolgt freiwillig. Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden von der Universität Leipzig – hier der ausschreibenden Dienststelle – ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für diese hier ausgeschriebene Stelle verarbeitet und, sofern nicht in Einzelfall ausdrücklich eingewilligt wird, nicht an Dritte weitergegeben. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist § 11 Abs. 1 Sächsisches Datenschutzdurchführungsgesetz i. V. m. EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Verantwortlich für das Bewerbungsverfahren ist der in dieser Ausschreibung angegebene Adressat der Bewerbung.

Ihre personenbezogenen Daten werden für sechs Monate nach Beendigung des Einstellungsvorgangs gespeichert und danach gelöscht bzw. datenschutzgerecht vernichtet. Die Einwilligung kann verweigert oder mit Wirkung auf die Zukunft ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. In diesen Fällen ist eine Bearbeitung der Bewerbung durch die Universität Leipzig und damit eine Berücksichtigung im Bewerbungsverfahren nicht oder nicht mehr möglich. Nach der DS-GVO stehen Ihnen gegenüber dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS-GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS-GVO); Datenlöschung (Art. 17 DS-GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS-GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS-GVO). Bei Fragen können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Universität Leipzig (dienstansässig: Augustusplatz 10, 04109 Leipzig) wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten.