Stellenausschreibung vom Kennziffer: 252

An der Fakultät für Physik und Geowissenschaften ist zum 01. Oktober 2021oben genannte durch das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Tenure-Track-Programm) geförderte Stelle zu besetzen.

Aufgaben
Die zukünftige Stelleninhaberin/der zukünftige Stelleninhaber hat eine ausgezeichnete Expertise in der Analyse von terrestrischen Transformationsprozessen auf der menschheitsrelevanten Zeitskala. Die Forschungsausrichtung der Juniorprofessur fokussiert sich auf erdoberflächennahe Geophysik in Zusammenhang mit rezenten und vergangenen umweltbezogenen, geologischen, geomorphologischen, hydrologischen oder anthropogenen Prozessen.

Die zukünftige Stelleninhaberin/der zukünftige Stelleninhaber kombiniert die feldbezogene Datenerhebung mit innovativen Methoden der Geophysik und Fernerkundung. Diese Methoden umfassen beispielsweise GPR (ground penetrating radar), ERT (electrical resistivity tomography), erdoberflächennahe seismische Verfahren, magnetische Prospektion, direct push-Sondierung, SAR (synthetic-aperture radar), LiDAR als auch structure from motion und andere, auch drohnenbasierte, 3D-Fernerkundungstechniken. Erwartet wird eine Kombination neuer Beobachtungs- und Prospektionstechniken mit aktuellen Methoden der Datenmodellierung.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Forschungsausrichtung der Juniorprofessur liegen bevorzugt im Bereich der Analyse von Naturkatastrophen und Georisiken, der Erforschung von Klimafolgen oder der Analyse anthropogener Antriebe in der Umweltsystemforschung.

Wissenschaftliches Umfeld
Die Tenure-Track-Professur ergänzt insbesondere das Fach- und Methodenspektrum der vorhandenen Professuren „Physische Geographie“, „Geographie mit den Schwerpunkten Geoinformatik und Fernerkundung“, „Modellierungsverfahren in der Fernerkundung“, „Fernerkundung in der Geo- und Ökosystemforschung“ und „Fernerkundung des Wasserkreislaufs im Erdsystem“ und bildet zu diesen Schnittstellen in Forschung und Lehre. Die Forschungsthemenfelder der Professur sollen potentielle Anknüpfungen liefern an die existierenden Verbundprojektinitiativen der Fakultät unter Einbeziehung des UNIBUNDs und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ).

Anforderungen
Die Expertise der zukünftigen Stelleninhaberin/des zukünftigen Stelleninhabers ist belegt durch einschlägige wissenschaftliche Publikationen und vorzugsweise durch das erfolgreiche Einwerben von Drittmitteln. Die Juniorprofessur wird ebenfalls assoziiert sein mit dem von der Universität Leipzig und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ neu eingerichteten „Remote Sensing Centre for Earth System Research.“ Die zukünftige Stelleninhaberin/der zukünftige Stelleninhaber beteiligt sich aktiv an den Bachelor- und Masterstudiengängen der Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig in den Bereichen Feste Erde, Umweltgeophysik und Fernerkundung. Eine Beteiligung an der akademischen Selbstverwaltung ist obligatorisch. Sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind für die Abdeckung der Lehre in englischsprachigen Studiengängen erforderlich.

Die Tenure-Track-Professur ist als Qualifikationsstelle zu verstehen. Die Ausschreibung richtet sich daher an Bewerber/-innen in einer frühen Karrierephase, die eine Promotion mit herausragender Qualität (mindestens magna cum laude) abgeschlossen haben, eine weitere Qualifikation anstreben und nicht über eine abgeschlossene Habilitation verfügen. Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in und/oder als wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt ist, sollten Promotion- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als sechs Jahre betragen haben (Erziehungszeiten werden berücksichtigt). Bewerber/-innen sollen nach der Promotion die Universität gewechselt haben oder mindestens zwei Jahre außerhalb der Universität Leipzig wissenschaftlich tätig gewesen. Ihre Promotion soll längstens vier Jahre zurückliegen.

Unser Angebot
Die Juniorprofessur ist zunächst auf drei Jahre befristet. Eine Verlängerung auf insgesamt sechs Jahre erfolgt im Falle erfolgreicher Zwischenevaluation gemäß der Ordnung für das Verfahren zur Zwischenevaluation von Juniorprofessor*innen an der Universität Leipzig (Zwischenevaluations-ordnung – ZevaO). Spätestens im fünften Jahr nach Dienstantritt erfolgt eine Tenure-Evaluation gemäß der Ordnung über Ausgestaltung, Verlauf und Evaluation von Tenure-Track-Professuren an der Universität Leipzig (Tenure-Track-Ordnung – TTO). Grundlage des Evaluationsverfahrens bildet eine zu Dienstantritt einvernehmlich geschlossene Evaluationsvereinbarung, in der die Entwicklungsziele und Erwartungen an die individuellen Leistungen des/der Professor/-in in den Kategorien Forschung, Lehre, Wissenstransfer sowie akademisches und außeruniversitäres Engagement verbindlich festgeschrieben sind. Nach erfolgreicher Tenure-Evaluation erfolgt die Berufung auf eine unbefristete W2-Professur gemäß § 59 Abs. 2 Satz 2 Ziff. 2 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) ohne erneute Stellenausschreibung.

Die Einstellungsvoraussetzungen sowie die dienstrechtliche Stellung ergeben sich aus §§ 63, 64, 70 SächsHSFG und der Sächsischen Dienstaufgabenverordnung (DAVOHS).

Die Universität Leipzig legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern.
Schwerbehinderte werden zur Bewerbung aufgefordert und bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen richten Sie mit den üblichen Unterlagen (unter Beifügung einer Liste der wissenschaftlichen Arbeiten und der akademischen Lehrtätigkeit einschließlich vorhandener Nachweise zu Evaluationen und einer beglaubigten Kopie der Urkunde über den höchsten erworbenen akademischen Grad) sowie einer kurzen Darstellung Ihrer wissenschaftlichen Ziele und Ideen in gedruckter oder elektronischer Form (eine einzige pdf-Datei) bitte bis 30. April 2021 an:

Universität Leipzig
Dekan der Fakultät für Physik und Geowissenschaften
Prof. Dr. Christoph Jacobi
Linnéstraße 5
04103 Leipzig

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Bewerbungsschluss:

Hinweise zum Datenschutz

Eine Bewerbung und damit die Zusendung der für eine Bewerbung üblichen Unterlagen erfolgt freiwillig. Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden von der Universität Leipzig – hier der ausschreibenden Dienststelle – ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für diese hier ausgeschriebene Stelle verarbeitet und, sofern nicht in Einzelfall ausdrücklich eingewilligt wird, nicht an Dritte weitergegeben. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist § 11 Abs. 1 Sächsisches Datenschutzdurchführungsgesetz i. V. m. EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Verantwortlich für das Bewerbungsverfahren ist der in dieser Ausschreibung angegebene Adressat der Bewerbung.

Ihre personenbezogenen Daten werden für sechs Monate nach Beendigung des Einstellungsvorgangs gespeichert und danach gelöscht bzw. datenschutzgerecht vernichtet. Die Einwilligung kann verweigert oder mit Wirkung auf die Zukunft ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. In diesen Fällen ist eine Bearbeitung der Bewerbung durch die Universität Leipzig und damit eine Berücksichtigung im Bewerbungsverfahren nicht oder nicht mehr möglich. Nach der DS-GVO stehen Ihnen gegenüber dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS-GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS-GVO); Datenlöschung (Art. 17 DS-GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS-GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS-GVO). Bei Fragen können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Universität Leipzig (dienstansässig: Augustusplatz 10, 04109 Leipzig) wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten.