Stellenausschreibung vom Kennziffer: 249

An der Universität Leipzig, Fakultät für Lebenswissenschaften, ist zum 1. April 2022 oben genannte durch das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Tenure-Track-Programm) geförderte Stelle zu besetzen.

Wissenschaftliches Umfeld
Der Klimawandel und die Biodiversitätskrise sind zwei dominante Prozesse des Anthropozäns. Um deren Zusammenspiel besser zu verstehen, bündelt und erweitert die Universität Leipzig und ihre Partner im Exzellenzbereich „Breathing Nature“ ihre Expertise in der Klima- und Atmosphärenforschung, den Biodiversitätswissenschaften, der Ökonomik und der Fernerkundung. Die Atmosphäre beherbergt eine eigene Biodiversität in Form von biogenen Aerosolen, die das Klimageschehen maßgeblich beeinflussen kann. Die W1 Professur untersucht Quellen, Dynamik und Klimawirkung der „Biodiversität der Atmosphäre“.

Aufgaben
Die Professur wird Lehre im internationalen MSc-Programm „Biodiversity, Ecology and Evolution“ anbieten und sich an der grundständigen Lehre im Bachelorprogram beteiligen. Die W1-Professur ergänzt das Konsortium mit einer Expertise in der Detektion von Biodiversität in atmosphärischen Proben mithilfe von Metabarcoding/Metagenom-Ansätzen und weitern geeigneten Methoden. Hierbei verwendet sie aktuelle molekularbiologische und bioinformatische methodische Ansätze. Die Professur nutzt bestehende Plattformen und Messnetzwerke und/oder etabliert neue Beobachtungen und Experimente. Die Professur kooperiert hierzu eng mit den Expert*innen des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS). Weitere Partner von „Breathing Nature“ sind hierbei Expert*innen des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig, der Fakultät für Physik- und Geowissenschaften (Institut für Meteorologie, Fernerkundungszentrum) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ.

Anforderungen
Der/die Kandidat*in ist in der molekularen Biodiversitätsforschung und der Bioinformatik mit eigenständiger Forschung ausgewiesen und hat idealerweise Erfahrung in interdisziplinären Projekten im Grenzbereich zwischen Biodiversitäts- und Atmosphärenforschung. Erfahrungen in der Drittmitteleinwerbung sind von Vorteil.
Die Tenure Track Professur wird als Qualifikationsstelle ausgeschrieben und richtet sich daher an Bewerber/innen, die eine Promotion mit herausragender Qualität (mindestens magna cum laude) abgeschlossen haben, eine weitere wissenschaftliche Qualifikation anstreben und noch nicht über eine abgeschlossene Habilitation verfügen. Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in und/oder als wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt ist, sollten Promotion- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als sechs Jahre betragen haben (Erziehungszeiten werden berücksichtigt). Bewerber/-innen sollen nach der Promotion die Universität gewechselt haben oder mindestens zwei Jahre außerhalb der Universität Leipzig wissenschaftlich tätig gewesen. Ihre Promotion soll längstens vier Jahre zurückliegen.

Unser Angebot
Die Juniorprofessur ist zunächst auf drei Jahre befristet. Eine Verlängerung auf insgesamt sechs Jahre erfolgt im Falle erfolgreicher Zwischenevaluation gemäß der Ordnung für das Verfahren zur Zwischenevaluation von Juniorprofessor*innen an der Universität Leipzig (ZEvaO). Spätestens im fünften Jahr nach Dienstantritt erfolgt eine Evaluation zur Eignung auf Dauereinstellung (Tenure) gemäß der Ordnung über Ausgestaltung, Verlauf und Evaluation von Tenure-Track-Professuren an der Universität Leipzig (TTO). Grundlage des Evaluationsverfahrens bildet eine zu Dienstantritt einvernehmlich geschlossene Evaluationsvereinbarung, in der die Entwicklungsziele und Erwartungen an die individuellen Leistungen des/der Professor/-in den Kategorien Forschung, Lehre, Wissenstransfer sowie akademisches und außeruniversitäres Engagement festgeschrieben sind. Nach erfolgreicher Evaluation erfolgt die Berufung auf eine unbefristete W2 Professur gemäß § 59 Abs. 2, Satz 2 Ziff. 2 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) ohne erneute Stellenausschreibung.

Die Einstellungsvoraussetzungen sowie die dienstrechtliche Stellung ergeben sich aus §§ 63, 64, 70 SächsHSFG und der Sächsischen Dienstaufgabenverordnung (DAVOHS).

Die Universität Leipzig legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern.

Schwerbehinderte werden zur Bewerbung aufgefordert und bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen richten Sie mit den üblichen Unterlagen (unter Beifügung einer Liste der wissenschaftlichen Arbeiten und der akademischen Lehrtätigkeit einschließlich vorhandener Nachweise zu Evaluationen und einer beglaubigten Kopie der Urkunde über den höchsten erworbenen akademischen Grad) in gedruckter oder elektronischer Form (eine einzige pdf-Datei) bitte bis 30. April 2021 an:

Universität Leipzig
Dekan der Fakultät für Lebenswissenschaften
Prof. Dr. Marc Schönwiesner
Talstraße 33
04103 Leipzig

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Bewerbungsschluss:

Hinweise zum Datenschutz

Eine Bewerbung und damit die Zusendung der für eine Bewerbung üblichen Unterlagen erfolgt freiwillig. Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden von der Universität Leipzig – hier der ausschreibenden Dienststelle – ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für diese hier ausgeschriebene Stelle verarbeitet und, sofern nicht in Einzelfall ausdrücklich eingewilligt wird, nicht an Dritte weitergegeben. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist § 11 Abs. 1 Sächsisches Datenschutzdurchführungsgesetz i. V. m. EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Verantwortlich für das Bewerbungsverfahren ist der in dieser Ausschreibung angegebene Adressat der Bewerbung.

Ihre personenbezogenen Daten werden für sechs Monate nach Beendigung des Einstellungsvorgangs gespeichert und danach gelöscht bzw. datenschutzgerecht vernichtet. Die Einwilligung kann verweigert oder mit Wirkung auf die Zukunft ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. In diesen Fällen ist eine Bearbeitung der Bewerbung durch die Universität Leipzig und damit eine Berücksichtigung im Bewerbungsverfahren nicht oder nicht mehr möglich. Nach der DS-GVO stehen Ihnen gegenüber dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS-GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS-GVO); Datenlöschung (Art. 17 DS-GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS-GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS-GVO). Bei Fragen können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Universität Leipzig (dienstansässig: Augustusplatz 10, 04109 Leipzig) wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten.