Stellenausschreibung vom Kennziffer: 251

An der Universität Leipzig, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, ist zum 1. April 2022 oben genannte durch das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Tenure-Track-Programm) geförderte Stelle zu besetzen.

Wissenschaftliches Umfeld und Aufgaben
Die künftige Stelleninhaberin/der künftige Stelleninhaber soll das Thema Inwertsetzung von Natur in Forschung und Lehre an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät vertreten. Sie/er trägt bei zur ökonomischen Nachhaltigkeitsforschung, die einen Forschungsschwerpunkt der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät darstellt und zum Forschungsfeld „Nachhaltiger globaler Wandel“ der Universität Leipzig. Dieses Forschungsfeld verbindet exzellente Forschung in der Volkswirtschaftslehre und in den Natur- und Lebenswissenschaften, um Fragen der Nachhaltigkeit unter den Bedingungen des Klimawandels und der Veränderung der Biodiversität zu untersuchen. Zusammen mit drei weiteren neuen Professuren in den Klimawissenschaften und der Biodiversitätsforschung bringt die neue Professur „Inwertsetzung von Natur“ dieses Forschungsfeld maßgeblich voran.
Zentraler Forschungsgegenstand der Professur ist die Inwertsetzung von Natur in Wirtschaft und Gesellschaft. Ihre Forschung quantifiziert vielfältige Werte der Natur, welche die unterschiedlichen Akteure der Natur und ihren Dienstleistungen beimessen.

Anforderungen
Gesucht wird eine herausragende Nachwuchsökonomin/ein herausragender Nachwuchsökonom mit methodischen Kompetenzen in empirisch-quantitativer Forschung zur Inwertsetzung von Natur. Durch internationale Publikationen oder vielversprechende Arbeitspapiere belegte Forschungserfahrung in einem der folgenden Gebiete wird erwartet und in mehreren dieser Gebiete erwünscht: (a) empirische Forschung mit Methoden offenbarter und bekundeter Präferenzen unter Anwendung ökonomisch-experimenteller Forschung und Verhaltensökonomik. (b) konzeptionelle, theoretische oder empirische Forschung zu normativ-ethischen Grundlagen der Inwertsetzung von Natur. (c) theoretisch fundierte und empirisch quantifizierte ökonomische Modellierung, um empirische Daten und normative Konzepte in handlungsleitende Schlussfolgerungen für gesellschaftliche und ökonomische Entscheidungen zu übersetzen. Vorbild sind hier insbesondere Integrated Assessment Modelle wie zum Beispiel das DICE (Dynamic Integrated Climate-Economy) Modell für die Berechnung der sozialen Kosten von CO2-Emissionen.

Die Bereitschaft und Fähigkeit zur interdisziplinären Kooperation mit der Klima- und Biodiversitätsforschung im Forschungsfeld „Nachhaltiger globaler Wandel“ wird erwartet.

Die Professur trägt zur Lehre im Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaften sowie den Masterstudiengängen Volkswirtschaftslehre und dem International Joint Master in Sustainable Development bevorzugt in englischer Sprache bei.

Die Tenure-Track-Professur ist als Qualifikationsstelle zu verstehen. Die Ausschreibung richtet sich daher an Bewerber/-innen in einer frühen Karrierephase, die eine Promotion im Fach Volkswirtschaftslehre mit herausragender Qualität (mindestens magna cum laude) abgeschlossen haben, das Potential für eine erfolgreiche internationale Publikationstätigkeit aufweisen, eine weitere Qualifikation anstreben und nicht über eine abgeschlossene Habilitation verfügen.
Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in und/oder als wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt ist, sollten Promotions- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als sechs Jahre betragen haben (Erziehungszeiten werden berücksichtigt). Bewerber/-innen sollen nach der Promotion die Universität gewechselt haben oder mindestens zwei Jahre außerhalb der Universität Leipzig wissenschaftlich tätig gewesen sein. Ihre Promotion soll längstens vier Jahre zurückliegen.


Unser Angebot
Die Tenure-Track-Professur ist zunächst auf drei Jahre befristet. Eine Verlängerung auf insgesamt sechs Jahre erfolgt im Falle erfolgreicher Zwischenevaluation gemäß der Ordnung für das Verfahren zur Zwischenevaluation von Juniorprofessor_innen an der Universität Leipzig (ZEvaO). Spätestens im fünften Jahr nach Dienstantritt erfolgt eine Tenure-Evaluation gemäß der Ordnung über Ausgestaltung, Verlauf und Evaluation von Tenure-Track-Professuren an der Universität Leipzig (TTO). Grundlage des Evaluationsverfahrens bildet eine zu Dienstantritt einvernehmlich geschlossene Evaluationsvereinbarung, in der die Entwicklungsziele und Erwartungen an die individuellen Leistungen des Professors/der Professorin in den Kategorien Forschung, Lehre, Wissenstransfer sowie akademisches und außeruniversitäres Engagement verbindlich festgeschrieben sind. Nach erfolgreicher Tenure-Evaluation erfolgt die Berufung auf eine unbefristete W2 Professur gemäß § 59 Abs. 2, Satz 2 Ziff. 2 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) ohne erneute Stellenausschreibung.

Die Einstellungsvoraussetzungen sowie die dienstrechtliche Stellung ergeben sich aus §§ 63, 64, 70 SächsHSFG und der Sächsischen Dienstaufgabenverordnung (DAVOHS).

Die Universität Leipzig legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern.
Schwerbehinderte werden zur Bewerbung aufgefordert und bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bei Rückfragen zur ausgeschriebenen Professur wenden Sie sich bitte an Prof. Martin Quaas (martin.quaas@idiv.de).

Bewerbungen richten Sie mit Anschreiben (1-2 Seiten) und Lebenslauf (unter Beifügung einer Liste der wissenschaftlichen Arbeiten und der akademischen Lehrtätigkeit einschließlich vorhandener Nachweise zu Evaluationen und einer beglaubigten Kopie der Urkunde über den höchsten erworbenen akademischen Grad) in gedruckter oder elektronischer Form (eine einzige pdf-Datei) bitte bis 30. April 2021 an:

Universität Leipzig
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Dekan
Herrn Prof. Dipl.-Ing. Johannes Ringel
IPF 170001, 04081 Leipzig

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Bewerbungsschluss:

Hinweise zum Datenschutz

Eine Bewerbung und damit die Zusendung der für eine Bewerbung üblichen Unterlagen erfolgt freiwillig. Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden von der Universität Leipzig – hier der ausschreibenden Dienststelle – ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für diese hier ausgeschriebene Stelle verarbeitet und, sofern nicht in Einzelfall ausdrücklich eingewilligt wird, nicht an Dritte weitergegeben. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist § 11 Abs. 1 Sächsisches Datenschutzdurchführungsgesetz i. V. m. EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Verantwortlich für das Bewerbungsverfahren ist der in dieser Ausschreibung angegebene Adressat der Bewerbung.

Ihre personenbezogenen Daten werden für sechs Monate nach Beendigung des Einstellungsvorgangs gespeichert und danach gelöscht bzw. datenschutzgerecht vernichtet. Die Einwilligung kann verweigert oder mit Wirkung auf die Zukunft ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. In diesen Fällen ist eine Bearbeitung der Bewerbung durch die Universität Leipzig und damit eine Berücksichtigung im Bewerbungsverfahren nicht oder nicht mehr möglich. Nach der DS-GVO stehen Ihnen gegenüber dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS-GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS-GVO); Datenlöschung (Art. 17 DS-GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS-GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS-GVO). Bei Fragen können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Universität Leipzig (dienstansässig: Augustusplatz 10, 04109 Leipzig) wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten.