Stellenausschreibung vom Kennziffer: 250

An der Fakultät für Physik und Geowissenschaften ist zum 1. April 2022 oben genannte, durch das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Tenure-Track-Programm) geförderte Stelle zu besetzen.

Wissenschaftliches Umfeld
Leipzig ist ein Zentrum für international führende Forschung zu Atmosphäre und Klima, Biodiversität, Sozio-Ökonomie und Fernerkundung. Die Universität Leipzig arbeitet gemeinsam mit den außeruniversitären Partnerinstitutionen, insbesondere dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), daran, das Potential interdisziplinärer Forschung auszuschöpfen, um die Dynamik des Erdsystems im globalen Wandel zu verstehen. Die Professorin/der Professor für Klima-Attribution soll dabei eng mit einer potentiellen Professur auf verwandtem Gebiet, sowie mit zwei weiteren Tenure-Track-Professuren zur „Inwertsetzung der Natur“ und „Biodiversität der Atmosphäre“ zusammenarbeiten.

Aufgaben
Die Juniorprofessorin/der Juniorprofessor wird zum neu entwickelten Master-Kurrikulum “Earth System Data Sciences and Remote Sensing”, sowie zur Lehre in Bachelor und Master Meteorologie beitragen. In der Forschung soll sie/er dazu beitragen, Exzellenz auf dem Gebiet der Klima-Attribution mit Schwerpunkt auf Event Attribution aufzubauen. Dies beinhaltet die Anwendung von Klimamodellen, die Entwicklung von Attributionsmethoden, und die Evaluierung der Modelle mit Beobachtungsdaten insbesondere aus Fernerkundung, im Idealfall unter Anwendung von Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI). Weiterhin wird die Interpretation der Attributionsergebnisse im interdisziplinären Kontext erwartet, einschließlich der Überlegungen bezüglich Regulierung in Zusammenarbeit mit Sozio-Ökonomie, und/oder einschließlich Klima-Auswirkungen etwa auf Ökosysteme oder Biodiversitätsdynamik.

Anforderungen
Erfahrung mit Detection and Attribution, speziell Event Attribution, Klimamodellierung und/oder Modellevaluierung mit Beobachtungsdaten (bspw. Methoden aus Fernerkundung und KI) wird erwartet. Idealerweise hat die Kandidatin/der Kandidat bereits interdisziplinär gearbeitet, unter Betrachtung von Klimaauswirkungen und/oder sozio-ökonomischen Effekten.

Die Tenure-Track-Professur ist als Qualifikationsstelle zu verstehen. Die Ausschreibung richtet sich daher an Bewerber/-innen in einer frühen Karrierephase, die eine Promotion mit herausragender Qualität (mindestens magna cum laude) abgeschlossen haben, eine weitere Qualifikation anstreben und nicht über eine abgeschlossene Habilitation verfügen. Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in und/oder als wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt ist, sollten Promotion- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als sechs Jahre betragen haben (Erziehungszeiten werden berücksichtigt). Bewerber/-innen sollen nach der Promotion die Universität gewechselt haben oder mindestens zwei Jahre außerhalb der Universität Leipzig wissenschaftlich tätig gewesen. Ihre Promotion soll längstens vier Jahre zurückliegen.

Unser Angebot
Die Juniorprofessur ist zunächst auf drei Jahre befristet. Eine Verlängerung auf insgesamt sechs Jahre erfolgt im Falle erfolgreicher Zwischenevaluation gemäß der Ordnung für das Verfahren zur Zwischenevaluation von Juniorprofessor*innen an der Universität Leipzig (ZevaO). Spätestens im fünften Jahr nach Dienstantritt erfolgt eine Evaluation zur Eignung auf Dauereinstellung (Tenure) gemäß der Ordnung über Ausgestaltung, Verlauf und Evaluation von Tenure-Track-Professuren an der Universität Leipzig (TTO). Grundlage des Evaluationsverfahrens bildet eine zu Dienstantritt einvernehmlich geschlossene Evaluationsvereinbarung, in der die Entwicklungsziele und Erwartungen an die individuellen Leistungen des/der Professor/-in den Kategorien Forschung, Lehre, Wissenstransfer sowie akademisches und außeruniversitäres Engagement festgeschrieben sind. Nach erfolgreicher Evaluation erfolgt die Berufung auf eine unbefristete W2-Professur gemäß § 59 Abs. 2 Satz 2 Ziff. 2 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) ohne erneute Stellenausschreibung.

Die dienstrechtliche Stellung sowie Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus §§ 63, 64, 70 SächsHSFG und der Sächsischen Dienstaufgabenverordnung (DAVOHS).

Die Universität Leipzig legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern.
Schwerbehinderte werden zur Bewerbung aufgefordert und bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Johannes Quaas (johannes.quaas@uni-leipzig.de).

Bewerbungen richten Sie mit den üblichen Unterlagen (unter Beifügung einer Liste der wissenschaftlichen Arbeiten und der akademischen Lehrtätigkeit einschließlich vorhandener Nachweise zu Evaluationen und einer beglaubigten Kopie der Urkunde über den höchsten erworbenen akademischen Grad) sowie einer kurzen Darstellung Ihrer wissenschaftlichen Ziele und Ideen in gedruckter oder elektronischer Form (eine einzige pdf-Datei) bitte bis 30. April 2021 an:

Universität Leipzig
Dekan der Fakultät für Physik und Geowissenschaften
Prof. Dr. Christoph Jacobi
Linnéstraße 5
04103 Leipzig

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Bewerbungsschluss:

Hinweise zum Datenschutz

Eine Bewerbung und damit die Zusendung der für eine Bewerbung üblichen Unterlagen erfolgt freiwillig. Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden von der Universität Leipzig – hier der ausschreibenden Dienststelle – ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für diese hier ausgeschriebene Stelle verarbeitet und, sofern nicht in Einzelfall ausdrücklich eingewilligt wird, nicht an Dritte weitergegeben. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist § 11 Abs. 1 Sächsisches Datenschutzdurchführungsgesetz i. V. m. EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Verantwortlich für das Bewerbungsverfahren ist der in dieser Ausschreibung angegebene Adressat der Bewerbung.

Ihre personenbezogenen Daten werden für sechs Monate nach Beendigung des Einstellungsvorgangs gespeichert und danach gelöscht bzw. datenschutzgerecht vernichtet. Die Einwilligung kann verweigert oder mit Wirkung auf die Zukunft ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. In diesen Fällen ist eine Bearbeitung der Bewerbung durch die Universität Leipzig und damit eine Berücksichtigung im Bewerbungsverfahren nicht oder nicht mehr möglich. Nach der DS-GVO stehen Ihnen gegenüber dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS-GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS-GVO); Datenlöschung (Art. 17 DS-GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS-GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS-GVO). Bei Fragen können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Universität Leipzig (dienstansässig: Augustusplatz 10, 04109 Leipzig) wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten.