Stellenausschreibung vom Kennziffer: 279

An der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften ist zum 1. Oktober 2022 oben genannte durch das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Tenure-Track-Programm) geförderte Stelle zu besetzen.

Wissenschaftliches Umfeld
Das seit 1912 bestehende Religionswissenschaftliche Institut der Universität Leipzig ist das älteste in Deutschland und hat sich in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt. An der Universität Leipzig ist es federführend an interdisziplinären Verbundprojekten wie der Kolleg-Forschungsgruppe „Multiple Secularities - Beyond the West, Beyond Modernities“ beteiligt und tragender Pfeiler des Forschungsprofilbereichs „Globale Verflechtungen und Vergleiche“ innerhalb des strategischen Forschungsfeldes „Veränderte Ordnungen in einer globalisierten Welt“ sowie des Research Centre Global Dynamics (ReCentGlobe). Mit ihrer Vielzahl philologischer, regionalwissenschaftlicher, geschichtswissenschaftlicher sowie sozial- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen bietet die Universität Leipzig ein exzellentes wissenschaftliches Umfeld für eine verflechtungsgeschichtlich orientierte, interdisziplinär anschlussfähige, theoriegeleitete und -produktive Religionswissenschaft.

Aufgaben
Zu den Aufgaben der Stelleninhaberin bzw. des Stelleninhabers gehören neben der Lehre in den BA- und MA-Studiengängen Religionswissenschaft die fachspezifische Studienberatung sowie aktive Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung am Religionswissenschaftlichen Institut.
Eine inhaltliche Anbindung an das strategische Forschungsfeld der Universität Leipzig „Veränderte Ordnungen in einer globalisierten Welt“, insbesondere an den Profilbereich „Globale Verflechtungen und Vergleiche“, sowie aktives Engagement im Research Centre Global Dynamics (ReCentGlobe) werden vorausgesetzt. Es wird erwartet, dass der/die Stelleninhaber/in innerhalb dieses Forschungskontextes eigene, zur weiteren Profilbildung beitragende Projektideen entwickelt und entsprechende Drittmittelanträge stellt.

Anforderungen
Einstellungsvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Studium der Religionswissenschaft sowie eine Promotion in Religionswissenschaft oder in einem für die Religionsforschung einschlägigen Fach. Vorausgesetzt werden ferner Lehrerfahrung, Engagement, Teamfähigkeit sowie ein ergebnisorientierter Arbeitsstil. Der Kandidat / die Kandidatin muss einen Forschungsschwerpunkt auf mindestens einem Gebiet der Religionsgeschichte nachweisen können. Besondere Expertise im Bereich der Verflechtungs- und/oder Globalgeschichte, vorzugsweise mit Bezug zum vormodernen Ostasien, wäre wünschenswert.

Unser Angebot
Die Tenure-Track-Professur ist zunächst auf drei Jahre befristet. Eine Verlängerung auf insgesamt sechs Jahre erfolgt im Falle erfolgreicher Zwischenevaluation gemäß der Ordnung für das Verfahren zur Zwischenevaluation von Juniorprofessor_innen an der Universität Leipzig (Zwischenevaluationsordnung – ZEvaO). Spätestens im fünften Jahr nach Dienstantritt erfolgt eine Tenure-Evaluation gemäß der Ordnung über Ausgestaltung, Verlauf und Evaluation von Tenure-Track-Professuren an der Universität Leipzig (Tenure-Track-Ordnung - TTO). Grundlage des Evaluationsverfahrens bildet eine zu Dienstantritt einvernehmlich geschlossene Evaluationsvereinbarung, in der die Entwicklungsziele und Erwartungen an die individuellen Leistungen des/der Professor/-in in den Kategorien Forschung, Lehre, Wissenstransfer sowie akademisches und außeruniversitäres Engagement verbindlich festgeschrieben sind. Nach erfolgreicher Tenure-Evaluation erfolgt die Berufung auf eine unbefristete W3-Professur gemäß § 59 Abs. 2 Satz 2 Ziff. 2 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) ohne erneute Stellenausschreibung.

Die dienstrechtliche Stellung sowie Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus §§ 63, 64, 70 SächsHSFG und der Sächsischen Dienstaufgabenverordnung (DAVOHS).

Die Tenure-Track-Professur ist als Qualifikationsstelle zu verstehen. Die Ausschreibung richtet sich daher an Bewerber/-innen in einer frühen Karrierephase, die eine Promotion mit herausragender Qualität (mindestens magna cum laude) abgeschlossen haben, eine weitere Qualifikation anstreben und nicht über eine abgeschlossene Habilitation verfügen. Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in und/oder als wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt ist, sollten Promotions- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als sechs Jahre betragen haben. Bewerber/-innen sollen nach der Promotion die Universität gewechselt haben oder mindestens zwei Jahre außerhalb der Universität Leipzig wissenschaftlich tätig gewesen sein. Ihre Promotion soll längstens vier Jahre zurückliegen.

Die Universität Leipzig legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern.
Schwerbehinderte werden zur Bewerbung aufgefordert und bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen richten Sie mit den üblichen Unterlagen (unter Beifügung einer Liste der wissenschaftlichen Arbeiten und der akademischen Lehrtätigkeit einschließlich vorhandener Nachweise zu Evaluationen, einer beglaubigten Kopie der Urkunde über den höchsten erworbenen akademischen Grad) in gedruckter oder elektronischer Form (eine einzige pdf-Datei) bitte bis 29. Oktober 2021 an:

Universität Leipzig
Dekanin der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften
Frau Prof. Dr. Rose Marie Beck
Schillerstraße 6
04109 Leipzig

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Bewerbungsschluss:

Hinweise zum Datenschutz

Eine Bewerbung und damit die Zusendung der für eine Bewerbung üblichen Unterlagen erfolgt freiwillig. Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden von der Universität Leipzig – hier der ausschreibenden Dienststelle – ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für diese hier ausgeschriebene Stelle verarbeitet und, sofern nicht in Einzelfall ausdrücklich eingewilligt wird, nicht an Dritte weitergegeben. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist § 11 Abs. 1 Sächsisches Datenschutzdurchführungsgesetz i. V. m. EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Verantwortlich für das Bewerbungsverfahren ist der in dieser Ausschreibung angegebene Adressat der Bewerbung.

Ihre personenbezogenen Daten werden für sechs Monate nach Beendigung des Einstellungsvorgangs gespeichert und danach gelöscht bzw. datenschutzgerecht vernichtet. Die Einwilligung kann verweigert oder mit Wirkung auf die Zukunft ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. In diesen Fällen ist eine Bearbeitung der Bewerbung durch die Universität Leipzig und damit eine Berücksichtigung im Bewerbungsverfahren nicht oder nicht mehr möglich. Nach der DS-GVO stehen Ihnen gegenüber dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS-GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS-GVO); Datenlöschung (Art. 17 DS-GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS-GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS-GVO). Bei Fragen können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Universität Leipzig (dienstansässig: Augustusplatz 10, 04109 Leipzig) wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten.