Stellenausschreibung vom Kennziffer: 272

An der Philologischen Fakultät ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt oben genannte Professur zu besetzen.

Wissenschaftliches Umfeld
Die Universität Leipzig gehört zu den renommierten, forschungsstarken Universitäten in Deutschland und bietet eine einzigartige Fächervielfalt von Geistes- und Sozialwissenschaften, Natur- und Lebenswissenschaften. Das Herder-Institut ist eines von zehn Instituten der Philologischen Fakultät und das älteste und derzeit größte Institut für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache im deutschsprachigen Raum. Mit den Forschungsschwerpunkten Linguistik und angewandte Linguistik, Didaktik/Methodik sowie Kulturstudien repräsentiert es das Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache in seiner ganzen Vielfalt ebenso wie in seiner disziplinären Einheit und Identität. Mit der ausgeschriebenen Professur soll der Praxiskontext „Deutsch als Zweitsprache“ am Institut gestärkt und institutionell verankert werden.

Aufgaben
Der/die Stelleninhaber/in vertritt am Herder-Institut den Wissenschaftsbereich „Deutsch als Zweitsprache“ in seiner ganzen Breite, aber mit besonderer Berücksichtigung des schulischen DaZ-Lernens in Primar- und Sekundarstufe, bildungssprachlicher Kompetenzen sowie des sprachsensiblen Fachunterrichts. Weitere mögliche Schwerpunkte sind Mehrsprachigkeit und Mehrsprachigkeitsdidaktik, Sprachstandsdiagnostik, Spracherwerbsforschung, Didaktik/Methodik des Deutschen als Zweitsprache sowie Kinder- und Jugendliteratur im DaZ-Kontext. Darüber hinaus ist prinzipiell die Anschlussfähigkeit an den Lehr- und Lernkontext Deutsch als Fremdsprache und an die am Herder-Institut vertretenen Forschungsbereiche erwünscht.
Der/die Stelleninhaber/in soll den Wissenschaftsbereich „Deutsch als Zweitsprache“ in Forschung und Lehre vertreten, Lehrveranstaltungen im Umfang von 8 SWS in den BA-, MA- und insbesondere in den Lehramtsstudiengängen des Herder-Instituts anbieten und durchführen sowie fachlich einschlägige Abschlussarbeiten betreuen. Darüber hinaus ist der/die Stelleninhaber/in auch für die Koordination der Staatsexamensprüfungen im Lehramtserweiterungsfach Deutsch als Zweitsprache zuständig. Die Bereitschaft zur Übernahme der üblichen Aufgaben in der akademischen Selbstverwaltung wird erwartet.

Anforderungen
Vorausgesetzt werden ein abgeschlossenes Studium des Faches Deutsch als Fremd- und Zweitsprache oder eines vergleichbaren Faches, eine qualifizierte Promotion im Fach mit einem fachlich einschlägigen Schwerpunkt sowie Habilitation bzw. habilitationsadäquate Leistungen. Erwartet werden darüber hinaus eine reichhaltige und fachlich einschlägige Publikationstätigkeit, die Vertrautheit mit empirischen Forschungsmethoden sowie mehrjährige akademische Lehrerfahrung im Fach. Nach § 58 Abs. 3 SächsHSFG ist zudem der Nachweis über eine mindestens dreijährige Lehrpraxis an einer Schule zu erbringen. Erwünscht sind zudem die Fähigkeit und Bereitschaft zu disziplinärer und interdisziplinärer Kooperation sowie Erfahrung in der erfolgreichen Einwerbung von Drittmitteln.

Unser Angebot
Die Tenure-Professur ist auf 6 Jahre befristet. Spätestens im fünften Jahr nach Dienstantritt erfolgt eine Tenure-Evaluation gemäß der Ordnung über Ausgestaltung, Verlauf und Evaluation von Tenure-Track-Professuren an der Universität Leipzig (Tenure-Track-Ordnung – TTO). Grundlage des Evaluationsverfahrens bildet eine zu Dienstantritt einvernehmlich geschlossene Evaluationsvereinbarung, in der die Entwicklungsziele und Erwartungen an die individuellen Leistungen der Professorin/des Professors in den Kategorien Forschung, Lehre, Wissenstransfer sowie akademisches und außeruniversitäres Engagement verbindlich festgeschrieben sind. Nach erfolgreicher Tenure-Evaluation erfolgt die Berufung auf eine unbefristete W2-Professur gemäß § 59 Abs. 2 Satz 1 Ziff. 1 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) ohne erneute Stellenausschreibung.

Rechte und Pflichten des/der Stelleninhabers/-in ergeben sich aus dem Sächsischen Hochschul-freiheitsgesetz (SächsHSFG) und der Sächsischen Dienstaufgabenverordnung (DAVOHS). Die Be-werber/innen müssen die Berufungsvoraussetzungen gemäß § 58 SächsHSFG erfüllen.
Die Universität Leipzig legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern. Schwerbehinderte werden zur Bewerbung aufgefordert und bei gleicher Eignung bevorzugt berück-sichtigt.

Bitte bewerben Sie sich bis zum 15. Oktober 2021 mit den üblichen Unterlagen ausschließlich über das Berufungsportal der Universität Leipzig: www.uni-leipzig.de/berufungen.

Universität Leipzig
Dekan der Philologischen Fakultät
Prof. Dr. Beat Siebenhaar

Zum Berufungsportal

 

Bewerbungsschluss:

Hinweise zum Datenschutz

Eine Bewerbung und damit die Zusendung der für eine Bewerbung üblichen Unterlagen erfolgt freiwillig. Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden von der Universität Leipzig – hier der ausschreibenden Dienststelle – ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für diese hier ausgeschriebene Stelle verarbeitet und, sofern nicht in Einzelfall ausdrücklich eingewilligt wird, nicht an Dritte weitergegeben. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist § 11 Abs. 1 Sächsisches Datenschutzdurchführungsgesetz i. V. m. EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Verantwortlich für das Bewerbungsverfahren ist der in dieser Ausschreibung angegebene Adressat der Bewerbung.

Ihre personenbezogenen Daten werden für sechs Monate nach Beendigung des Einstellungsvorgangs gespeichert und danach gelöscht bzw. datenschutzgerecht vernichtet. Die Einwilligung kann verweigert oder mit Wirkung auf die Zukunft ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. In diesen Fällen ist eine Bearbeitung der Bewerbung durch die Universität Leipzig und damit eine Berücksichtigung im Bewerbungsverfahren nicht oder nicht mehr möglich. Nach der DS-GVO stehen Ihnen gegenüber dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS-GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS-GVO); Datenlöschung (Art. 17 DS-GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS-GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS-GVO). Bei Fragen können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Universität Leipzig (dienstansässig: Augustusplatz 10, 04109 Leipzig) wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten.