Der Papyrus Ebers ist die längste, wichtigste und einzig komplett überlieferte Buchrolle zur Heilkunde Altägyptens. Er ist ein Unikat und die Hauptquelle des Wissens über die alte ägyptische Medizin. Die Universitätsbibliothek Leipzig stellt eine Replik des Papyrus Ebers in Originalgröße her, gedruckt auf ägyptischem Papyrus.

Trailer zum Fundraising Papyrus Ebers, Realisation: Ulli Wendelmann & Denis Kliewer
Fundraising-Trailer für den Papyrus Ebers, Realisation: Ulli Wendelmann & Denis Kliewer

Fundraising-Trailer für den Papyrus Ebers, Realisation: Ulli Wendelmann & Denis Kliewer

Das Ergebnis soll im Foyer der Bibliotheca Albertina dauerhaft präsentiert werden. In einem eigenen Schauraum wird die Replik in einer elf Meter langen Vitrine zu sehen sein, mit zusätzlichen Informationen für Besucherinnen und Besucher. So wird der Papyrus Ebers – ein überragendes Dokument der ägyptischen Hochkultur und einer der größten Schätze der Universitätsbibliothek Leipzig – erstmals und dauerhaft als Rolle in seiner eindrucksvollen Länge zu sehen sein.

Eine einzigartige Überlieferung

Mit dem 3.500 Jahre alten Papyrus Ebers hütet die Universitätsbibliothek Leipzig die weltweit längste, einzig vollständige und besterhaltene Papyrusrolle zur altägyptischen Heilkunde. Erworben wurde sie in Luxor durch den Leipziger Ägyptologen Georg Ebers, der 1875 für die wissenschaftliche Forschung ein gedrucktes Faksimile anfertigte. In einer Art Ganzheitsmedizin aus Religion, Magie und Wissenschaft werden über 800 Krankheitsbilder beschrieben. Die Heilmittel in Form von Salben, Pflastern, Zäpfchen, Klistieren und Pillen sind zu schnupfen, inhalieren, gurgeln, räuchern und schlucken.

In seinem Fundzustand stellte der Papyrus Ebers noch eine fast 19 Meter lange zusammenhängende Papyrusrolle dar. Aus konservatorischen Gründen wurde er, mit Beginn seiner Aufbewahrung in Leipzig, in 29 Teile zerschnitten, unter Glas aufbewahrt und konnte seitdem der Öffentlichkeit nicht als zusammenhängendes Ganzes präsentiert werden.

Papyrus Ebers digital

Die Universitätsbibliothek hat das Faksimile des Papyrus Ebers digitalisiert und stellt es samt deutscher und englischer Übersetzung online zur Verfügung.

Zum Digitalisat

Foto: Universitätsbibliothek Leipzig
Foto: Universitätsbibliothek Leipzig

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