Als gemeinnützige rechtsfähige Stiftung des Bürgerlichen Rechts fördern wir Projekte aus Wissenschaft und Kultur an der Universität Leipzig. Durch Ihre Unterstützung konnten wir in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte umsetzen.

Das Gebäude der Kindertagesstätte "UniKat" in der Linéestraße in Leipzig
Die Kindertagesstätte „UniKat“ ist eines der von der Universitätsstiftung geförderten Projekte. Foto: Jens Koglin

Mehr Flexibilität durch Ihr Engagement

Als Universitätsstiftung Leipzig unterstützen wir die Universität Leipzig bei ihren akademischen und kulturellen Aktivitäten. Durch das private Engagement unserer Förderinnen und Förderer ermöglichen wir der Universität eine gewisse Unabhängigkeit von staatlichen Geldern. Dadurch können Projekte flexibler umgesetzt werden.

Förderin oder Förderer werden

Sie möchten die Universitätsstiftung als Förderin oder Förderer unterstützen? Treten Sie mit uns in Kontakt. Wir beraten Sie gern in einem persönlichen Gespräch.

Spenden können Sie jederzeit an aktuelle Projekte geben. Durch sogenannte Zustiftungen können Sie das Stiftungskapital aktiv erhöhen. Zustiftungen können Geldbeträge oder Sachleistungen sein.

Als Förderin oder Förderer der Universitätsstiftung Leipzig sind Ihre Spenden und Zustiftungen steuerlich abzugsfähig. Eine Spendenquittung senden wir Ihnen gern zu.

Stiftungsmitglieder

Gemäß ihrer Satzung besteht die Stiftung aus einem Vorstand und einem Stiftungsbeirat.

Den Vorstand bilden

  • die Kanzlerin der Universität Leipzig, Professorin Birgit Dräger, als Vorstandsvorsitzende
  • die Rektorin der Universität Leipzig, Professorin Beate Schücking, als stellvertretende Vorstandsvorsitzende
  • ein weiteres Vorstandsmitglied, berufen vom Stiftungsbeirat. Dieses Amt führt der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Leipzig, Herr Dr. Harald Langenfeld aus.

 

Der Stiftungsbeirat besteht aus fünf Personen:

  • einem Prorektor der Universität Leipzig, Professor Thomas Lenk, als Beiratsvorsitzender
  • drei weiteren Mitgliedern der Universität Leipzig, Professor Carmen Bachmann, Professor Johannes Ringel sowie Professor Harald Krautscheid
  • einer Person des öffentlichen Lebens der Stadt Leipzig, Professor Jörg Junhold als stellvertretender Beiratsvorsitzender

Stiftungsgeschichte

Die Universität Leipzig ist eine akademische Eigengründung – 1409 verließen mehrere hundert Magister und Scholaren Prag, um in Leipzig eine eigene Hochschule zu etablieren.

Die Leipziger Ratsherren und die Wettiner stifteten Grundstücke und Kapital, um die Akademiker in Leipzig anzusiedeln. Den Kaufleuten im Rat war klar, dass mit der Wissenschaft und den jungen Leuten ein wirtschaftlicher Aufschwung für die Stadtgemeinde verbunden war.

Die Landesherren hofften auf zahlreiche Schriftgelehrte für den Landesausbau: auf Juristen, Mediziner, Theologen und natürlich auf die unentbehrlichen Magister der freien Künste.

Eine renommierte Hochschule

Aus dem geringen Stiftungskapital im Jahre 1409 entwickelte sich eine fruchtbare und renommierte Hochschule, die immer wieder kluge, eigensinnige und selbstständige Persönlichkeiten anzog.

Die Geschichte der Universität ist gleichzeitig eine Geschichte der Stiftungen und des damit verbundenen Vertrauens in Nachhaltigkeit und gemeinen Nutzen dieser Bildungskorporation.

Die erste große private Stiftung

Schon 1422 entstand die erste große private Stiftung zugunsten der Universität: das collegium beatae mariae virginis, kurz Frauenkolleg (nach der Heiligen Jungfrau Maria). Die Gelder wurden vom ersten Rektor Johannes Otto von Münsterberg persönlich akquiriert.

Im ersten Jahrhundert ihres Bestehens stand die Universität unter dem Schutz der Kirche und des Kaisers. Erst nach der Reformation trat der sächsische Landesherr als Schutzpatron in diese Funktion ein und erweiterte mit der nach ihm benannten Schenkung von 1543 das Stiftungsvermögen der Universität Leipzig.

In den folgenden Jahrhunderten wurde der Universität, den Nationen, Kollegien und einzelnen Fakultäten immer mehr Stiftungskapital gewidmet. Die akademischen Vermögensverwalter legten die Gelder am Kapitalmarkt an und investierten in sichere Hypothekendarlehen. Schon im 18. Jahrhundert fungierten die verschiedenen Universitätsstiftungen als eine Art Entwicklungsbank: mit dem Stiftungskapital wurde die strukturelle Entwicklung des ländlichen Raums und der Stadt Leipzig gefördert.

Mit der Übernahme der finanziellen Verantwortung für die Universität durch das Königreich Sachsen im Jahr 1830 ließ sich der Staat bei Neubauten als Eigentümer in das Grundbuch eintragen. Das betraf vor allem die naturwissenschaftlichen Institute im Südosten und das Universitätsklinikum.

Hohes wissenschaftliches Niveau

Zum 500-jährigen Universitätsjubiläum 1909 wurde die Leipziger Hochschule von internationalen Gratulanten als „Weltuniversität“ gefeiert. Im Jubiläumsjahr konnten zahlreiche Förderer aktiviert werden – allein 1909 gab es einen Stiftungszuwachs von mehr als 800.000 Mark (was heute einem Vermögen von acht Millionen Euro entspricht).

Tücken des 20. Jahrhunderts

Das 20. Jahrhundert schmälerte mit seinen Weltkriegen und finanziellen Einschnitten den Stiftungsumfang erheblich. Nach der Inflation, mehrfachen Währungsumstellungen und der massiven Zerstörung von Immobilienbesitz durch den Krieg, wurden dann viele der restlichen Vermögenswerte im Zuge des Aufbaus der DDR in Volkseigentum umgewandelt.

Ausgenommen waren davon nur diejenigen Immobilien, die nicht unmittelbaren universitären Aufgaben gewidmet, sondern deren Mieterträge den Universitätshaushalt entlasten sollten. Diese Immobilien wurden wenige Tage vor Auflösung des Landes Sachsen im Jahr 1952 zusammen mit dem Stiftungseigentum anderer privatrechtlich organisierter Träger öffentlicher Aufgaben in eine neue „Sammelstiftung“ überführt.

Nach der Wiedervereinigung, für die der Einigungsvertrag die Rückgabe von „volkseigenen“ Immobilien an die Alteigentümer vorsah, musste die Universität die Rückgabe ihres Stiftungseigentums durch einen Prozess beim Bundesverwaltungsgericht erzwingen. Die betroffenen Immobilien wurden in die am 12. November 1999 errichtete neue Universitätsstiftung eingebracht.

So können Sie die Universität auch unterstützen

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