Durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales wurde die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung bis zum 25.05.2022 verlängert. Der Krisenstab der Universität Leipzig hat daraus neue Regelungen für den Universitätsbetrieb beschlossen.
letzte Aktualisierung: 6. Mai 2022

Homeoffice

Ist Homeoffice möglich?

Homeoffice muss als Mobile Arbeit auf der Grundlage der Regelungen in der Dienstvereinbarung Mobile Arbeit (DVMA) individuell vereinbart werden.

Nach der Dienstvereinbarung darf Mobile Arbeit:

  • in einem Umfang von bis zu 40 Prozent der arbeitsvertraglich vereinbarten oder teilzeitbewilligten Arbeitszeit innerhalb eines Kalendermonats und
  • für längstens ein Jahr sowie nicht über den 31. Oktober 2022 (Ende des derzeitigen Geltungszeitraums der DVMA) hinaus vereinbart werden.

Die bewährte Praxis von Absprachen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden des wissenschaftlichen Personals kann im Übrigen fortgeführt werden.

Nachweis Impfung, Genesung oder Testung

Besteht an der Universität Leipzig für Beschäftigte noch die Pflicht oder Notwendigkeit den 3G-Status nachzuweisen.

Der 3G-Status muss nicht mehr nachgewiesen werden und darf nicht eingefordert oder dokumentiert werden.

Regelungen zum Tragen von Masken

Wann müssen Sie eine FFP2/KN95 Maske, wann nur einen medizinischen Mund-Nase-Schutz tragen?

Auf allen Verkehrswegen (Flure, Treppenhäuser, Aufzüge, Toiletten, usw.) wird das generelle Tragen von einem medizinischen Mund-Nase-Schutz oder einer FFP2/KN95-Maske ohne Ausatemventil dringend empfohlen. 

Wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter zu anderen Personen unterschritten wird, besteht innerhalb der Universitätsgebäude die Pflicht einen medizinischen Mund-Nase-Schutz oder eine FFP2/KN95-Maske ohne Ausatemventil zu Tragen. 

Eine Pflicht zum Tragen einer FFP-Maske ohne Ausatemventil besteht weiterhin für die öffentlichen Bereiche der Hochschulambulanzen.

Am persönlichen Arbeitsplatz kann auf die FFP2/KN95-Maske, den medizinischen Mund-Nase-Schutz verzichtet werden, wenn der Mindestabstand zu anderen Beschäftigten eingehalten ist. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten ist, sind technische oder organisatorische Maßnahmen zu treffen. Näheres ist im Hygiene- und Infektionsschutzkonzept der Universität Leipzig geregelt.

In Lehrräumen und den Lesearbeitsplätzen/Gruppenarbeitsräumen oder nutzeröffentlichen Verkehrsflächen der Bibliotheken ist generell mindestens ein medizinischer Mund-Nase-Schutz zu tragen. Für Labore, Praktikumsräume und Sporthallen gelten individuelle Vorgaben.
 

Nach gründlicher Abwägung und Diskussion der Argumente zwischen dem Recht auf körperliche Unversehrtheit und der Einschränkung bestehender, allgemeiner Freiheitsrechte, wurde durch den Gesamtpersonalrat entschieden, dass eine generelle Maskenpflicht unverhältnismäßig ist und die vorangestellten Maßnahmen bei deren Einhaltung sicher und ausreichend sind.

Warum ist das Tragen von Masken noch notwendig?

Es hat sich erwiesen, dass das Tragen von Masken zu den effektivsten Schutzmaßnahmen während der Pandemie zählt. Eine Studie, die im Dezember auf PNAS veröffentlicht wurde erklärt den Kontakt infizierter Personen mit Nichtinfizierten:

  • Ohne Maske 90 Prozent Infektionsrisiko schon nach ein paar Minuten.
  • Trägt der Infizierte eine OP-Maske ist ein Infektionsrisiko von 90 Prozent erst nach 30 Minuten erreicht.
  • Trägt der Infizierte eine FFP2-Maske, verbleibt selbst nach einer Stunde nur noch ein Infektionsrisiko von 20 Prozent.
  • Tragen beide eine OP-Maske, verbleibt nach einer Stunde ein Infektionsrisiko von 30 Prozent.
  • Aber, wenn beide eine gutsitzende FFP2-Maske tragen, liegt das Infektionsrisiko nach einer Stunde nur noch bei 0,4 Prozent.

Quelle: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2110117118 

Handlungsanleitung für den Umgang mit Beschäftigten im Infektions- oder Verdachtsfall

Mit welchen Symptomen dürfen Universitätsangehörige die Universität Leipzig besuchen?

In Anlehnung an die Handreichung des Sächsischen Gesundheitsministeriums und des Sächsischen Kultusministeriums vom 16.09.2020 sowie SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard/SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel werden folgende Regelungen für Mitarbeitende der Universität getroffen:

  1. Mitarbeitende mit leichtem Schnupfen können die Universität Leipzig unter Wahrung aller hygienischen Sicherheitsmaßnahmen weiterhin besuchen. Sollte der Schnupfen stärker werden oder kommen weitere Symptome hinzu (vergleiche Punkt 3), ist der Besuch der Universität nicht mehr gestattet.
  2. Mitarbeitende mit einer Symptomatik, die auf COVID-19 hindeutet, dürfen die Universität Leipzig nicht betreten. Dafür genügt eines der folgenden Symptome: 
    Fieber ab 38 Grad Celsius
    Husten
    Durchfall
    Erbrechen
    allgemeines Krankheitsgefühl (Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen)
    Geruchs- oder Geschmacksstörungen
  3. Mitarbeitende mit einem der oben genannten Symptome (insbesondere bei sich verstärkenden Symptomen) werden gebeten, sich an eine:n Arzt:Ärztin ihres Vertrauens zu wenden oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 zu kontaktieren.
  4. Mitarbeitende, bei denen Symptome wie Husten bekannt und einer nicht-infektiösen Grunderkrankung wie zum Beispiel Asthma zuzuordnen sind, können ebenfalls weiterhin die Räumlichkeiten der Universität aufsuchen.
  5. Zeigen Mitarbeitende Allgemeinsymptome ohne klaren COVID-19-Verdacht, sollten sie mindestens zwei Tage zur Beobachtung zu Hause bleiben und mindestens 24 Stunden fieberfrei und in gutem Allgemeinbefinden sein, bevor sie die Universität Leipzig wieder betreten dürfen.
  6. Jede oder jeder Einzelne ist aufgefordert verantwortungsbewusst mit der Situation umzugehen.

Was passiert im Infektionsfall oder bei angeordneten Maßnahmen wie Beobachtung, Quarantäne, Tätigkeitsverbot, Kontaktbeschränkung?

  • Oben genannte Maßnahmen werden ausschließlich vom Gesundheitsamt angeordnet.
  • Den Anweisungen des Gesundheitsamtes ist Folge zu leisten.
  • Beschäftigte mit Infektion (positiver PCR-Test) und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung informieren unverzüglich ihre:n direkte:n Vorgesetzte:n und das Dezernat Personal (zuständige:r Personalsachbearbeiter:in).
  • Beschäftigte, für die Beobachtung/Quarantäne/Tätigkeitsverbot/Kontaktbeschränkung vom Gesundheitsamt angeordnet wurde, informieren bitte unverzüglich ihre:n direkte:n Vorgesetzte:n und das Dezernat 3 Personal (zuständige:r Personalsachbearbeiter:in), die behördliche Anordnung des Gesundheitsamtes ist an das Dezernat 3 Personal weiterzuleiten.
  • Wenn möglich bei Beobachtung/Quarantäne/Tätigkeitsverbot/Kontaktbeschränkung, Homeoffice nutzen. In diesem Fall ist Homeoffice bis zu 100 Prozent möglich.
  • Beschäftigte werden nach positivem Test dringend gebeten, über die Corona-Warn-App zu informieren. Hierfür muss lediglich der Barcode des positiven PCR-Testergebnisses in die eigene Corona-Warn-App eingescannt werden. (Tragen Sie dazu bei, Infektionsketten zu durchbrechen und informieren Sie andere.)
  • Beschäftigte sind verpflichtet, sich unverzüglich nach Kenntniserlangung des positiven Testergebnisses abzusondern.
  • Bei positiv getesteten Personen endet die Absonderung nach 5 Tagen, wenn sie 48 Stunden keine Symptome hatten. Wenn am fünften Tag noch Symptome bestehen, verlängert sich die Absonderung so lange, bis die Person 48 Stunden lang ohne Beschwerden ist – maximal auf zehn Tage. Ein offizielles Freitesten in einem Testzentrum ist nicht mehr nötig.
  • Weitere Informationen auf Seiten der Stadt Leipzig/Gesundheitsamt

Welche Regelungen gelten, wenn bei Ihrem Kind Quarantänemaßnahmen, (Teil-)Schließung der Betreuungseinrichtung/Schule des Kindes, beschlossen wurden?

  • Das Gesundheitsamt legt verbindlich fest, welche Kontaktpersonen sich in Quarantäne begeben müssen.
  • Wenn für Kind und Beschäftigte:n behördliche Quarantäne/Beobachtung usw. angeordnet wurde, ist unverzüglich die:der direkte Vorgesetzte und das Dezernat 3 Personal zu informieren (siehe Punkt 2)
  • Wenn nur für das Kind und nicht auch für die Beschäftigten behördliche Quarantäne angeordnet wurde, kein ärztliches Attest für das Kind vorliegt und die Betreuungseinrichtung/Schule nicht schließt, können Beschäftigte:
    • Homeoffice nutzen
    • Gleitzeitausgleich nehmen
    • Urlaub nehmen
    • falls keine alternative Betreuungsmöglichkeit gefunden werden kann, begründeten Antrag auf unbezahlte Freistellung/Sonderurlaub beim zuständigen Personalsachbearbeiter mit Quarantänebescheinigung einreichen.
  • Wenn das Kind erkrankt, besteht ein Freistellungsanspruch nach Paragraf 45 Abs. 1, 3 und 5 GB V. Dieser beträgt nach Paragraf 45 Abs. 2a SGB V bis zum 31.12.2022 (für jeden Elternteil für jedes Kind bis zu 30 Tage im Jahr/Alleinerziehende bis zu 60 Tagen im Jahr, insgesamt aber nicht mehr als 65 Tage pro Jahr/Alleinerziehende 130 Tage). Ab dem 01.01.2023 beträgt der Anspruch nach Paragraf 45 Abs. 2 SGB V für jeden Elternteil und für jedes Kind bis zu 10 Tage im Jahr/Alleinerziehende bis zu 20 Tage im Jahr, insgesamt jedoch nicht mehr als 25 Tage pro Jahr/Alleinerziehende 50 Tage.
  • Der Freistellungsanspruch besteht gemäß § 45 Abs. 2a Satz 3 SGB V bis zum Ablauf des 23. September 2022 auch dann, wenn die Betreuungseinrichtung/Schule vorübergehend aus Gründen des Infektionsschutzes geschlossen wird oder das Betreten untersagt wird oder von der zuständigen Behörde aus Gründen des Infektionsschutzes Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert werden oder die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben wird oder der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt wird, oder das Kind auf Grund einer behördlichen Empfehlung die Einrichtung nicht besucht.
  • Wenn diese Tage aufgebraucht sind, die Möglichkeit von Homeoffice nicht genutzt werden kann und keine alternative zumutbare Betreuungsmöglichkeit in Anspruch genommen werden kann, ist auf Antrag an das Dezernat 3 Personal eine unbezahlte Freistellung/Sonderurlaub möglich.
  • Wenn die Betreuungseinrichtung/Schule aus Gründen des Infektionsschutzes schließt, das Kind aber gesund ist, jedoch betreut werden muss und sich keine alternative Betreuungsmöglichkeit findet, können Beschäftigteab dem 24. September 2022:
    • Homeoffice nutzen
    • Gleitzeitausgleich nehmen
    • Urlaub nehmen
    • falls keine alternative Betreuungsmöglichkeit gefunden wird, beim zuständigen Personalsachbearbeiter Sonderurlaub unter Fortzahlung der Bezüge bzw. Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Entgelts nach § 29 Abs. 3 TV-L beantragen.

Was ist ein enger Kontakt zu auf Covid-19 positiv getesteten Personen und wie müssen Sie sich verhalten?

  • Personen, die engen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person (Quellfall) nach den jeweils geltenden Kriterien des RKI hatten, gelten als enge Kontaktpersonen. Dazu gehören insbesondere Personen, die mit der positiv getesteten Person in einem Hausstand zusammenleben (Hausstandsangehörige). Weitere Fälle:
    • Aufenthalt im Nahfeld (weniger als 1,50 Meter Abstand) und mehr als 10 Minuten ohne adäquaten Schutz. Für adäquaten Schutz tragen beide Personen durchgehend und korrekt Mund-Nase-Schutz oder FFP2/KN95 Maske.
    • Gespräch (weniger als 1,50 Meter Abstand) ohne adäquaten Schutz unabhängig von Dauer oder direkter Kontakt mit respiratorischem Sekret (zum Beispiel Küssen)
    • Weitere Fälle nach RKI
  • Enge Kontaktpersonen müssen sich grundsätzlich nicht absondern. Das Gesundheitsamt kann jedoch auch weitere enge Kontaktpersonen absondern. 
  • Während einer behördlich angeordneten Absonderung soll, wenn möglich, im Homeoffice gearbeitet werden. Ausgenommen davon ist die eigene krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit.
  • Die:der direkte Vorgesetzte und das Dezernat 3 Personal sind unverzüglich über die behördliche Absonderung als Kontaktperson zu informieren. 
  • Bei engem Kontakt sind, wenn möglich, die Kontakte zu reduzieren und es ist bis zum zehnten Tag nach Kontakt ist ein Selbstmonitoring durchzuführen und auf eigene Symptome zu achten. Wenn möglich ist in Absprache mit dem/der Vorgesetzten Homeoffice zu nutzen.
  • Indirekter Kontakt (zum Beispiel Kontakt zu einer Person, die wiederum Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte): gilt nicht als Kontakt. Es sind keine Maßnahmen erforderlich.

Welche Maßnahmen müssen nach engem Kontakt zu auf Covid-19 positiv getesteten Personen getroffen werden?

Nach roter Meldung der Corona-Warn-App „erhöhtes Risiko“

  • Führen Sie ein Selbstmonitoring durch und achten Sie auf eigene Symptome. Es sind regelmäßig Selbsttests durchzuführen.

Enger Kontakt zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person

  • Bis zum zehnten Tag nach Kontakt ist ein Selbstmonitoring durchzuführen und auf eigene Symptome zu achten. Es sind regelmäßig Selbsttests durchzuführen. 
  • Wenn möglich ist in Absprache mit dem/der Vorgesetzten Homeoffice zu nutzen

Welche Pflichten haben Führungskräfte bei Meldungen von Mitarbeitenden?

Im Fall eines positiven Tests oder behördlich angeordneter Quarantäne, Beobachtung usw.

  • Informiert der:die Beschäftigte selbst unverzüglich das Dezernat 3 Personal (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder Quarantäneanordnung beilegen).
  • Der:die Vorgesetzte:r muss informiert werden.
  • Der:die Vorgesetzte:r informiert unverzüglich das Dezernat 3 Personal.
  • Anonymität und Persönlichkeitsrechte der betreffenden Person im Team sind zu wahren (keine Angaben zur betreffenden Person an Dritte).
  • Melde-E-Mails von betroffenen Mitarbeitenden dürfen nicht weitergeleitet werden.

Im Fall eines Verdachts aufgrund eindeutiger Symptomatik?

  • Der:die Vorgesetzte darf den:die Mitarbeiter:in bitten, eine:n Arzt:Ärztin seines:ihres Vertrauens aufzusuchen oder telefonisch zu kontaktieren.
  • Der:die Vorgesetzte:r informiert unverzüglich das Dezernat 3 Personal, damit ein vorläufiges Zutrittsverbot angeordnet werden kann.

Im Fall eines direkten Kontaktes mit einer positiv getesteten Person?

  • Der 3G-Status muss nicht mehr nachgewiesen werden und darf nicht eingefordert oder dokumentiert werden.

Empfehlung für Vorgesetzte zum Verhalten bei einem positiven Testergebnis oder Verdachtsfall in der Abteilung.

  • Vorgesetzte sollen präventive Maßnahmen nach eigenem Ermessen treffen.
  • Informationen über positiven Fall werden anonymisiert an die Abteilungen der Mitarbeitenden, welche die infizierte Person als Kontaktpersonen genannt hat, weitergegeben.

Wie sehen die Berichtspflichten und Meldeketten aus?

  • Meldung an das SMWK durch den Referenten der Rektorin.
  • Die Universität Leipzig unterliegt nicht der Meldepflicht an das Gesundheitsamt.
  • Grundsätzlich ist auf eine sparsame Verarbeitung personenbezogener Daten zu achten.
  • Beschäftigte melden nur die Abwesenheit und angeordnete Beobachtung/Quarantäne, Tätigkeitsverbot/Kontaktbeschränkung. Positives Testergebnis (Diagnose) und ansteckungsrelevante Kontakte sind freiwillige Angaben.
  • Es wird empfohlen, Telefon oder Uni-Mail-Adressen zu nutzen, da bei privaten Mail-Adressen der Datenschutz nicht gesichert ist.

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