Hinter diesem Türchen öffnet sich die faszinierende Welt des alten Ägypten: Ein Rundgang durch das Ägyptische Museum –Georg Steindorff– lässt uns Schätze, Geschichten und Alltagsleben vergangener Zeiten entdecken.
Das Ägyptische Museum –Georg Steindorff– in Leipzig befindet sich im prächtigen Kroch‑Hochhaus und beherbergt eine der bedeutendsten universitären Lehr- und Forschungssammlungen Altägyptens. Auf zwei Etagen erwarten Besucher:innen über 7.000 Originalobjekte, darunter Statuen, Reliefs, Särge, Uschebti, Tongefäße und Ostraka.
Der Rundgang beginnt in der großen Ausstellungshalle, wo Reliefs und Statuen aus pharaonischen und nach-pharaonischen Epochen Ägyptens bestaunt werden können. Im Vestibül steht der kunstvoll verzierte Holzsarg des Hedbastiru – eines der frühesten und eindrucksvollsten Objekte der Sammlung. Der Schriftraum zeigt ägyptische Schriftentwicklung neben mesopotamischer Schrift – ein faszinierender Dialog zwischen Kulturen. Im Raum der Vor- und Frühzeit sind Gefäße, Spielsteine und Grabfundstücke aus der Naqada-Kultur ausgestellt.
Ein ganz besonderer Raum ist der Totenkultbereich: Hier erläutern Mumien, Sarkophage und Grabbeigaben altägyptische Vorstellungen vom Jenseits. Im begehbaren Magazin finden sich unter anderem Tongefäße, Kosmetikutensilien und Miniaturen – ein Schaudepot, das einen tiefen Einblick in die Alltagskultur ermöglicht.
In der Adventszeit, wenn wir innehalten und uns Geschichten zuwenden, lädt das Ägyptische Museum dazu ein, 4.000 Jahre alte Erzählungen neu zu entdecken: Die Reliefs, Mumien und Skulpturen flüstern von Zeitaltern voller Glauben, Kunst und Gemeinschaft – eine leise, aber berührende Verbindung zwischen dem alten Ägypten und unserer eigenen festlichen Zeit.