Hinter diesem Türchen öffnet sich die vielfältige Welt des Karl-Sudhoff-Instituts, dessen sechs Sammlungen eindrucksvoll nachzeichnen, wie Medizin und Wissenschaft sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Farbfoto: Frontalaufnahme eines Regals mit einer Vielzahl von Glasgefäßen, in denen verschiedene Materialien lagern.
Die Pharmakognostische Sammlung beinhaltet eine umfangreiche Drogensammlung pflanzlichen und tierischen Ursprungs und ist am Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften angesiedelt. Foto:…

Am 14. Dezember öffnen wir ein Türchen zu den Sammlungen des Karl-Sudhoff-Instituts für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften. Hinter ihnen verbirgt sich ein vielgestaltiger Bestand, der medizinische Praxis und Wissen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart dokumentiert. Die Sammlungen sind nicht öffentlich zugänglich, dienen jedoch intensiv der Lehre und Forschung. Eine Ausstellungsfläche entsteht aktuell.

Das Institut bewahrt die medizinhistorische Objektsammlung die unter Karl Sudhoff angelegt und bis heute erweitert wird.

Die beiden rechtsmedizinischen Sammlungen aus Jena und Leipzig vereinen Feucht- und Trockenpräparate sowie Objekte, die seit dem frühen 20. Jahrhundert zusammengetragen und bis in die 1980er Jahre ergänzt wurden. Die Historische Sammlung der Universitätsfrauenklinik bewahrt Instrumente und Präparate, deren Wurzeln vermutlich bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts reichen. 

Mit der Schenkung von Klaus Dittmer erhielt das Institut 2021 zudem eine vielseitige Sammlung zur Orthopädietechnik – von Prothesen und Gehhilfen bis zu Maschinen und einer kleinen Bibliothek. Im selben Jahr wurde auch die Pharmakognostische Sammlung übernommen, eine umfangreiche Drogensammlung pflanzlichen und tierischen Ursprungs, deren heutiger Bestand größtenteils nach 1945 entstand.

So gibt das Türchen des 14. Dezember einen umfassenden Einblick in die Entwicklung medizinischer und naturwissenschaftlicher Forschung in Leipzig. Die Sammlungen dokumentieren historische Praktiken, Instrumente und Materialien und stehen Forschenden und Lehrenden für wissenschaftliche Fragestellungen zur Verfügung – ein wertvoller Schatz an Wissen, der kontinuierlich gepflegt und erweitert wird.