Hinter diesem Türchen können Sie die Technikgeschichte der Universität Leipzig erleben: Vom Ethernet-Bohrer bis zur Millennium-Diskette zeigen die Exponate des Universitätsrechenzentrums eindrucksvoll die Entwicklung der Informationstechnik.
Heute richten wir unseren Blick auf eine ganz besondere Sammlung: das Universitätsrechenzentrum (URZ) der Universität Leipzig. Die Sammlung dokumentiert die Entwicklung der Informationstechnologie an der Universität und zeigt, wie sich Hardware, Netzwerke und Arbeitsplätze im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.
Ein besonders kurioses Stück Computergeschichte ist der Ethernet-Bohrer. In den 1980er und frühen 1990er Jahren wurde dieses Werkzeug zur Herstellung von Anschlüssen am sogenannten Yellow Cable, einem Koaxialkabel des frühen Ethernet-Standards, verwendet. Produziert in den USA, steht der KD2151 für eine Zeit, in der Netzwerke noch buchstäblich gebohrt wurden – eine unscheinbare, aber prägende Etappe der digitalen Kommunikation.
Mit der Millennium-Diskette halten wir eine Erinnerung an die Jahrtausendwende in der Hand. IT-Verantwortliche prüften damit, ob Hardware und BIOS die Umstellung auf das Jahr 2000 korrekt verarbeiten konnten. Die Diskette war Teil einer Zeit, in der die Angst vor dem Y2K-Problem groß war.
Ein Blick auf den Silicon Graphics O2 Workstation-Arbeitsplatz zeigt, wie fortschrittlich die Computertechnik Mitte der 1990er Jahre war. Diese Workstations dienten Wissenschaftler:innen vor allen bei der Visualisierung von Daten. Ein System ist heute noch betriebsfähig in der Sammlung des Rechenzentrums vorhanden.
Schließlich erzählt das Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessgerät Typ 405 von den Bedingungen in den frühen Rechnerräumen. Schon in den 1980er Jahren zeichnete es analog Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf. Dieses Gerät überdauerte mehrere Umzüge und ist damit eines der langlebigsten Geräte der Sammlung.
Die Sammlung des URZ ist damit nicht nur ein Blick zurück auf technische Entwicklungen, sondern auch ein faszinierendes Archiv des universitären Alltags und der digitalen Geschichte Leipzigs – von skurril bis hochmodern.