Hinter diesem Türchen eröffnet sich ein Blick in die traditionsreiche Veterinärmedizin der Universität Leipzig, deren Sammlungen anschaulich zeigen, wie sich Tierheilkunde und tiermedizinische Forschung im Laufe der Zeit verändert haben.
Heute stellen wir Ihnen drei bedeutende Sammlungen der Tiermedizin an der Universität Leipzig vor. Sie eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Forschung, Lehre und die Geschichte der Veterinärmedizin:
- Die Veterinär-Anatomische Lehrsammlung umfasst rund 600 Präparate von Haussäugetieren, Vögeln, Reptilien, Kleinsäugern sowie ausgewählten Zoo- und Wildtieren, die in der Ausbildung und im Selbststudium genutzt werden. Viele Objekte stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die Sammlung wird kontinuierlich erweitert, gepflegt und multimedial aufbereitet, um in das Unterrichtskonzept integriert zu werden.
- Die veterinärmedizinhistorische Sammlung der Universität Leipzig dokumentiert die Entwicklung des Veterinärwesens und umfasst unter anderem Festschriften, Biografien, medizinische Instrumente und Dissertationen, mit dem Ziel, tierärztliches Kulturgut zu sammeln, zu bewahren und auszustellen. Seit 2001 befinden sich Museum und Bibliothek auf dem Lehr- und Forschungsgut Oberholz, und seit 2019 sind die Bestände dank digitaler Aufbereitung auch online einsehbar.
- Die veterinär-pathologische Lehrsammlung der Universität Leipzig umfasst über 1.500 Präparate von Haus-, Nutz-, Zoo- und Wildtieren und zeigt die Pathomorphologie zahlreicher Erkrankungen. Sie dient als zentrales Lehrmaterial im Studium, da die dreidimensionalen Präparate wesentlich besser dazu geeignet sind, komplexe krankhafte Zustände von Organen zu verstehen als zweidimensionale Bilder.
Gerade in der Adventszeit erinnern die tiermedizinischen Sammlungen daran, wie wichtig Tiergesundheit und Pflege sind – für Haustiere im Alltag ebenso wie für die Forschung und Lehre an der Universität Leipzig.