Hinter diesem Türchen verbirgt sich ein Blick in die Lehrsammlungen des Altorientalischen Instituts. Sie führen mitten hinein in die Welt der frühesten Schriftkultur und zeigen, wie Keilschrifttexte und archäologische Funde helfen, die Anfänge von Wissen und Überlieferung zu verstehen.
Am 18. Dezember öffnet das Altorientalische Institut der Universität Leipzig seine Türen und lässt uns einen Blick auf seine besondere Lehr- und Forschungssammlung werfen. Sie umfassen originale und nachgebildete Keilschrift-Tontafeln sowie weitere Objekte, die die Kultur-, Sozial- und Wissensgeschichte des Alten Orients anschaulich erschließen.
Die Tontafelsammlung dokumentiert frühe Verwaltungspraktiken, sprachliche Entwicklungen und literarische Traditionen der altorientalischen Kulturen. Sie zeigt, wie eng Schrift, Wissen und gesellschaftliche Organisation miteinander verknüpft waren. Ergänzend dazu ermöglicht die objektbezogene Sammlung mit Abgüssen, Modellen und Materialien einen praxisnahen Zugang zu archäologischen Methoden und historischen Zusammenhängen.
In Forschung und Lehre dienen die Sammlungen als wichtige Grundlage, um Studierenden und Forschenden die Arbeit mit historischen Quellen zu vermitteln. Sie machen sichtbar, wie materielle Überlieferungen helfen, komplexe gesellschaftliche, sprachliche und kulturelle Entwicklungen des Alten Orients zu verstehen – und zeigen, wie eng Vergangenheit und heutige wissenschaftliche Erkenntnisse miteinander verbunden sind.
In der Adventszeit lädt die Sammlung dazu ein, die Schätze des Alten Orients zu entdecken und sich von der Vielfalt menschlicher Kreativität und Wissenskultur inspirieren zu lassen.