Hinter diesem Türchen öffnen sich die vielfältigen Sammlungswelten der Universitätsbibliothek Leipzig, in denen kostbare Schätze archivierten Wissens warten.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Glasvitrine, in der die Papyrus-Ebers-Replik ausgestellt ist. Zu sehen ist ein Ausschnitt, der Raum ist dunkel, nur die Vitrine ist beleuchtet
Papyrus-Ebers-Replik der Universität Leipzig, Foto: Christian Hüller

Am 2. Dezember blicken wir nicht nur auf den Gründungstag der Universität Leipzig im Jahre 1409 zurück, sondern widmen unser zweites Adventskalendertürchen einer zentrale Institution des kulturellen Gedächtnisses: der Universitätsbibliothek Leipzig (UBL). In ihren historischen Beständen bündelt sie wichtige Zeugnisse aus vielen Jahrhunderten, darunter Handschriften, historische Drucke, Nachlässe, Papyri, Ostraka und Münzen aus mehr als 3.000 Jahren Schriftgeschichte, die bis heute für Forschung, Lehre und Öffentlichkeit von Bedeutung sind.

In den digitalen Sammlungen der UBL sind drei besonders profilierte Bereiche dokumentiert:

  • die Codices magici, eine einzigartige Sammlung magischer und esoterischer Handschriften.
  • die Nachlass-Sammlung, die persönliche Dokumente, wissenschaftliche Notizen und Korrespondenzen bedeutender Gelehrter umfasst.
  • die Papyrussammlung, deren antike Schriftstücke von der Alltagswelt über Verwaltungsakte bis hin zu literarischen Fragmenten reichen. Das wohl berühmtestes Papyrus dieser Sammlung ist das Papyrus Ebers, die größte und einzig vollständig überlieferte medizinische Papyrusrolle Altägyptens.

Diese digital zugänglichen Bestände eröffnen Menschen weltweit einen direkten Zugang zu bedeutenden kulturhistorischen Quellen der Wissens- und Kulturgeschichte. Gleichzeitig bietet die Universitätsbibliothek auf ihrer Website zahlreiche weitere digitale Sammlungen an, die das Spektrum der universitären Forschungsbibliothek eindrucksvoll erweitern.

Darüber hinaus lädt die UBL mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm dazu ein, diese Sammlungen im lebendigen Austausch zu entdecken. Ausstellungen, Führungen, Vorträge und Workshops machen die Geschichte und Gegenwart des Wissens erfahrbar und schaffen Begegnungsräume für ein breites Publikum – von Studierenden über Forschende bis hin zu kulturinteressierten Leipziger:innen.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Farbfoto: mehrere Personen stehen in einem abgedunkelten Ausstellungsraum mit erleuchteten Glasvitrinen und schauen sich die präsentierten Münzen an.
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Farbfoto: eine männlicher Person steht im zentrum des Bildes und spricht, mehrere weiblicher Personen stehen daneben und hören zu.
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Farbfoto: mehrere Personen in einem abgedunkeltem Ausstellungsraum betrachten die beleuchtete Glasvitrine, in der das Papyrus Ebers ausgestellt wird.