Hinter diesem Türchen öffnet sich die Welt der getrockneten Pflanzen: Das Leipziger Herbarium bewahrt botanische Belege aus unterschiedlichen Regionen und Jahrhunderten und macht sie für Forschung, Lehre und interessierte Besucher:innen zugänglich.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Gezeigt werden Vitrinen der Lehr- und Schausammlung im Herbarium LZ, AG Müllner-Riehl
Die Lehr- und Schausammlung des Herbariums Universitatis Lipsiensis vermittelt anschaulich Aufbau und Vielfalt der Pflanzenwelt. Foto: A. Müllner-Riehl

Am 23. Dezember richten wir den Blick auf das Herbarium Universitatis Lipsiensis, die zentrale botanische Sammlung der Universität Leipzig. Mit rund 150.000 Pflanzen- und Pilzbelegen liefert das Herbarium wertvolle Daten für Wissenschaft und Gesellschaft. 

Gegründet bereits 1806, ist es das älteste Universitätsherbarium Deutschlands. Neben dem wissenschaftlich genutzten Forschungssammlungsteil gibt es eine Lehr- und Schausammlung, die hunderte präparierte Pflanzenteile, vor allem Früchte und Samen, von heimischen bis hin zu exotischen Arten zeigt. 

Die Sammlung unterstützt Forschung und Lehre in Bereichen wie Ökologie, Naturschutz, Pharmazie und Umweltwissenschaften. Sie hilft, Pflanzenarten zu dokumentieren, bedrohte Arten zu schützen und ökologische Entwicklungen nachzuvollziehen. Auch Studierende sowie Forschende aus aller Welt profitieren davon, indem sie das Belegmaterial als Referenz für ihre Arbeit nutzen. 

Gerade in der Adventszeit erinnert das Herbarium daran, wie zerbrechlich und zugleich dauerhaft Pflanzen sein können – konserviert auf  Papier, in Tüten oder Gläsern, aber auch lebendig als Quelle für Wissen. 

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Zu sehen ist das Exsikkatenwerk Fungi Saxonici Exsiccati von K. W. Krieger
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Gezeigt wird der Beleg einer Tillandsia im Herbarium Leipzig
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Farbfoto: zwei Personen sitzen an einem Computerarbeitsplatz und schauen gemeinsam auf einen Ausdruck.