Das Gleichstellungsbüro setzt sich mit Förderprogrammen, internationalen Tagungen, Aktionswochen, Filmreihen und weiteren Angeboten für mehr Chancengerechtigkeit, Diversität und Familienfreundlichkeit an unserer Universität ein. Erfahren Sie mehr über unsere Angebote, die Hintergründe unserer Arbeit, unseren Gremien, Zertifikaten und Netzwerken.

Georg Teichert, Foto: Swen Reichhold

Exzellente Lehre und Forschung setzen voraus, dass alle Menschen ihr Potential frei entfalten können.

Georg Teichert, Zentraler Gleichstellungsbeauftragter

Themenbereiche im Überblick

Exzellente Lehre und Forschung setzen voraus, dass alle Menschen ihr Potential frei entfalten können. Je größer die soziale Vielfalt, umso kreativer und vielfältiger die Lösungen. Daher braucht es Strategien, um die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern, Kinderbetreuung oder die Pflege Angehöriger, soziale Vielfalt frei von Benachteiligungen und barrierefreie Arbeits- und Studienbedingungen an unserer Universität sicherzustellen. Mit unseren Angeboten, Veranstaltungen und Förderprogammen möchten wir diese Ziele unterstützen.

Übersicht

Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern ist das Thema unserer Förderprogramme, Veranstaltungen und Aktionen. Weibliche Nachwuchswissenschaftlerinnen erhalten durch das t.e.a.m.-Förderprogramm Unterstützung in jeder Qualifikationsphase. Studentinnen, Promovendinnen, Postdoktorandinnen, Habilitandinnen und Juniorprofessorinnen erwarten ein abgestimmtes Mentoring, Workshops und Vernetzungsmöglichkeiten. Gefördert werden die fachliche Exzellenz sowie weitere Kenntnisse, um die Herausforderungen in jeder Phase der wissenschaftlichen Laufbahn zu bewältigen. Vom Praktikum in der Arbeitswelt, über das Erlernen von Führungskompetenzen und bis hin zu Publikationsstrategien ist vieles dabei. Darüber hinaus thematisieren unsere Veranstaltungen, Workshops und Ausstellungen stets aktuelle Fragen rund um die Themen Geschlechtergerechtigkeit. Diese finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Die aktuellen Maßnahmen beruhen auf dem integrierten Gleichstellungskonzept 2025, welches erfolgreich begutachtet wurde und damit die Teilnahme am Professorinnen-Programm III ermöglichte. Bereits das vorhergehende Konzept konnte überzeugen und hat die Teilnahme am Professorinnen-Programm II ermöglicht.

t.e.a.m.-Förderprogramm im Überblick

  • WISSENSCHAFT FINDET STADT
    Ämter und Referate der Stadtverwaltung Leipzig bieten vielfältige berufliche Perspektiven und Karrierechancen. Studentinnen aller Disziplinen können die Leipziger Stadtverwaltung als potentielle Arbeitgeberin kennenlernen.
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  • t.e.a.m. ability für Studentinnen mit Beeinträchtigung
    Studentinnen mit einer Beeinträchtigung erhalten im geschützten Raum Expertise für die erfolgreiche Gestaltung des Studiums sowie dem Übergang in den Beruf.
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  • t.e.a.m. für Promovendinnen
    Nachwuchswissenschaftlerinnen in der Promotionsphase wird ein Mentoring, Weiterbildungen sowie der Austausch mit Expert_innen und erfolgreichen Alumnae der Universität Leipzig angeboten.
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  • t.e.a.m. für Postdoktorandinnen
    Postdoktorandinnen, Habilitandinnen sowie Juniorprofessorinnen erhalten eine_n Professor_in der Universität Halle-Wittenberg bzw. der Universität Jena als Mentor_in. Unter anderem werden Workshops in den Bereichen science, leadership und personal skills angeboten.
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Vogelperspektive auf einen Tisch, an dem fünf Personen bei einer Besprechung sitzen. Über der Mitte des Tisches legen die Personen als Zeichen des Zusammenhalts ihre Fäuste aneinander.
Logo: t.e.a.m. Training. Expertise. Allianzen. Mentoring.

Diversität wird oft mit dem Begriff Vielfalt übersetzt. Wir bezeichnen damit die Vielfalt der Menschen an unserer Universität. Innovative und kreative Ideen brauchen Freiraum. Eine weltoffene und moderne Universität muss ein diskriminierungsfreier Raum sein, in dem jeder Mensch das eigene Potential frei entfalten kann. Ob Geschlecht, sexuelle Identität, Behinderung oder chronische Erkrankung, Herkunft, Weltanschauung oder Religion - die Themen sind so vielfältig, wie Menschen an unserer Universität. Um den konkreten Handlungsbedarf näher zu bestimmen, hat die Universität Leipzig von 2015 bis 2017 am Diversity Audit des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft teilgenommen. In diesem Rahmen wurde eine umfassende Diskriminierungsstudie an der Universität Leipzig durchgeführt. Sie stellt die Grundlage für die Entwicklung weiterer Maßnahmen dar, um die Chancengerechtigkeit aller Hochschulmitglieder und -angehörigen weiter zu verbessern. Im Jahr 2017 hat die Universität das Diversity Audit erfolgreich abgeschlossen und das Zertifikat »Vielfalt Gestalten!« verliehen bekommen. Um ihre Bemühungen zu unterstreichen, hat die Universität Leipzig im Jahr 2016 die Charta der Vielfalt unterzeichnet.

Die Universität Leipzig setzt zahlreiche Einzelmaßnahmen um, damit alle Menschen an Studium, Lehre und Forschung teilhaben können. Dazu wurden beispielsweise ein barrierefreies Kraftfahrzeug und Technik angeschafft. Wichtigte Informationen zum Nachteilsausgleich oder der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises wurden aufbereitet. Viele weitere Maßnahmen folgen, damit das Studien- und Arbeitsumfeld nachhaltig barrierefrei wird. Grundlage ist der Aktionsplan Inklusion der Universität Leipzig zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK). Das Förderprogramm t.e.a.m. ability für Studentinnen mit Beeinträchtigung zielt auf das Empowerment und die Unterstützung bei der Karriereplanung.

Ob Kinderbetreuung oder Pflegeaufgaben, die Herausforderungen der Studierenden und Mitarbeitenden sind vielfältigt. Die Angebote reichen vom Familienfrühstück für Studierende mit Kind, einer Kinderbetreuung in den Ferien, Informationen zu Still- und Wickelmöglichkeiten bis hin zum kostenfreien Beratungsangebot »Eldercare – Vereinbarkeit von Pflege und Beruf«. Die Universität Leipzig hat im Jahr 2014 die Charta Familie in der Hochschule unterzeichnet und ist Mitglied im gleichnamigen Netzwerk.

Gleichstellungsbeauftragte, Gremien & Beiräte

Die folgende Auflistung bietet einen Überblick über die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten und den relevanten Gremien. Mitglieder und Angehörige unserer Hochschule sollen keine Nachteile erfahren. Insbesondere darf es keine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts geben. Probleme anzusprechen und abzubauen, ist Aufgabe der gewählten Gleichstellungsbeauftragten. Die Rechte und Funktionen dieses Amtes sind in § 55 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) definiert. Die Gleichstellungsbeauftragten sind in zahlreichen Gremien vertreten, um sich untereinander auszutauschen und die Rechte benachteiligter Personen durchzusetzen.

Auftrag & Funktion

Der Zentrale Gleichstellungsbeauftragte wirkt hochschulweit auf die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern hin. Dazu kann er zu allen Gleichstellungsfragen Stellung beziehen, insbesondere in Berufungsverfahren und bei der Einstellung des wissenschaftlichen und künstlersichen Personals. Er darf Bewerbungsunterlagen einsehen. Daneben steht er allen Mitgliedern- und Angehörigen der Universität für individuelle Beratung zu allen gleichstellungsrelevanten Fragen bereit. Der Zentrale Gleichstellungsbeauftragte wird von den Mitgliedern des Gleichstellungsrates gewählt. Sein gesetzliche Auftrag ist in § 55 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) festgeschrieben.

Beratungsthemen

Der zentrale Gleichstellungsbeauftragte und die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten und zentralen Einrichtungen bieten Information, Beratung und Unterstützung. Bitte kontaktieren Sie uns auch, wenn Sie Anregungen zu unseren Themen haben:

  • Durchsetzung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern,
  • Fördermöglichkeiten und -programme speziell für Frauen auf Bundes-, Landes- und universitärer Ebene,
  • fachliche Initiativen und Projekte zum Thema Gleichstellung,
  • Vereinbarkeit von Familienaufgaben, wie bspw. Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen, mit Studium und Beruf,
  • Diskriminierung und sexualisierte Gewalt.

Kontakt

Georg Teichert
Zentraler Gleichstellungsbeauftragter

Sprechzeiten
Montag bis Freitag, nach Vereinbarung.

Nikolaistraße 6-10, Raum 3.55
04109 Leipzig

T +49 341 97-30090
F +49 341 97-39290

E-MAIL SCHREIBEN

Auftrag & Funktion

Die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten und zentralen Einrichtungen wirken auf die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern hin. Dazu können sie zu allen Gleichstellungsfragen Stellung beziehen, insbesondere in Berufungsverfahren und bei der Einstellung des wissenschaftlichen und künstlersichen Personals. Sie dürfen Bewerbungsunterlagen einsehen. Daneben stehen sie allen Mitgliedern- und Angehörigen der Universität für individuelle Beratung zu allen gleichstellungsrelevanten Fragen bereit. Sie können mit Rede- und Antragsrecht an Sitzungen der Berufungskommissionen teilzunehmen. Die dezentralen Gleichstellungsbeauftragten werden von den Mitgliedern und Angehörigen der jeweiligen Fakultäten gewählt. Ihr gesetzliche Auftrag ist in § 55 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) festgeschrieben.

Beauftragte & Kontakte

Erziehungswissenschaftliche Fakultät

Sibylle Reech
E-Mail schreiben
Stellvertretung: Katrin Lattner, Manuela Leideritz
Webseite

Fakultät für Chemie und Mineralogie

Zeno Fickenscher
E-Mail schreiben
Stellvertretung: N.N.

Fakultät für Geschichte-, Kunst- und Orientwissenschaften

Prof.in Dr.in Ines Seumel
E-Mail schreiben
Stellvertretung: Dr.in Katharina Stegbauer

Fakultät für Lebenswissenschaften

Dr.in Christina Föllner
E-Mail schreiben
Stellvertretung: Prof.in Dr.in Franziska Krajinski-Barth

Fakultät für Mathematik und Informatik

Alina Mailach
E-Mail schreiben
Stellvertretung: Vanessa Kretzschmar

Fakultät für Physik und Geowissenschaften

Prof.in Dr.in Claudia Schnohr
E-Mail schreiben
Stellvertretung: Prof.in Dr.in Mareike Zink
Webseite

Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie

Dr.in Ute Rietdorf
E-Mail schreiben
Stellvertretung: Mario Futh

Juristenfakultät

Almuth Buschmann
E-Mail schreiben
Stellvertretung: Constantin Rechenberg

Medizinische Fakultät

Dr.in Susanne Kuhnt
E-Mail schreiben
Webseite 

Philologische Fakultät

Dr.in Nadine Menzel
E-Mail schreiben
Stellvertretung: Heike Müller

Sportwissenschaftliche Fakultät

Prof.in Dr.in Heike Tiemann
E-Mail schreiben
Stellvertretung: Sascha Leisterer

Theologische Fakultät

Laura Gonnermann
E-Mail schreiben
Stellvertretung: Prof. Dr. Gert Pickel

Veterinärmedizinische Fakultät

Prof. Dr. Getu Abraham
E-Mail schreiben
Stellvertretung: PD Dr.in Tatjana Sattler

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Sebastian Stieler
E-Mail schreiben
Stellvertretung: N.N.

Zentrale Einrichtungen

Sandra Stingl
E-Mail schreiben
Stellvertretung: N.N.

Beirat für Inklusion

Der Beirat für Inklusion ist eine Rektoratskommission unter dem Vorsitz des Prorektors für Bildung und Internationales. Der Beirat berät das Rektorat und gibt Empfehlungen und Stellungnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit im Arbeits- und Studienumfeld ab. Mitglieder sind der Zentrale Gleichstellungsbeauftragter sowie Vertreter_innen aus den Bereichen Beauftragte für Studierende mit Behinderung und chronischen Erkrankungen, Vertrauensperson für Menschen mit Behinderung im Hochschulbereich, Referat für Inklusion des Student_innenRates, Beauftragte des Arbeitgebers für die Angelegenheiten schwerbehinderter Menschen, Akademische Verwaltung, Akademischer Senat, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesamtpersonalrat.

Senat

Der Zentrale Gleichstellungsbeauftragte ist Mitglied mit beratender Stimme im Senat unserer Universität. Er bringt eigene Vorlagen ein sowie Vorlagen des Gleichstellungsausschusses. Die Vorlagen enthalten konkrete Vorschläge, wie aktuelle Gleichstellungsthemen bei Grundsatzangelegenheiten des Lehr- und Studienbetriebs berücksichtigt werden können.

Gleichstellungsrat

Im Gleichstellungsrat tauschen sich die Gleichstellungsbeauftragten der 14 Fakultäten und zentralen Einrichtung zu aktuellen gleichstellungsrelevanten Themen aus. Den Vorsitz übt der Zentrale Gleichstellungsbeauftragte aus.

Gleichstellungsausschuss

Als ständige Senatskommission beraten die Mitglieder das Rektorat, den Senat und insbesondere den Zentralen Gleichstellungsbeauftragten zu Maßnahmen und Projekten zur Durchsetzung der Chancengerechtigkeit. Der Rat erarbeitet Vorschläge und Richtlinien zur Weiterentwicklung von Gleichstellungsprogrammen sowie zur Bereitstellung angemessener Ressourcen für die Gleichstellungsarbeit. Mitglieder sind gemäß der Grundordnung der Universität Leipzig Vertreter_innen der Hochschullehrenden, Mitarbeitenden, Studierenden und Promovierenden sowie der Zentrale Gleichstellungsbeauftragte.

Die 16 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der sächsischen Universitäten und Hochschulen bilden die Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten (LaKoG Sachsen). Sie tauschen sich zu aktuellen gleichstellungsrelevanten Themen aus, teilen Erfahrungen und Informationen zu Weiterbildungsmöglichkeiten. Die LaKoG vertritt gleichstellungspolitische Anliegen gegenüber der sächsischen Landesregierung und innerhalb der Bundeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (BuKoF).

Landeskonferenz

Die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) ist die geschlechterpolitische Stimme im wissenschafts- und hochschulpolitischen Diskurs. In der bukof sind alle verbunden, die Struktur und Kultur von Hochschulen in Deutschland geschlechtergerecht gestalten. Die bukof ist als gemeinnütziger Verein organisiert. Mitglieder  sind die Hochschulen, vertreten durch Frauen- und Gleichstellungsakteur*innen, Mitarbeiter*innen in Gleichstellungsbüros, Funktionsträger*innen in den Bereichen der Gleichstellung an Hochschulen und Mitarbeiter*innen in den Geschäftsstellen der Landeskonferenzen.

Bundeskonferenz

Zertifikate, Förderprogramme & Audits

Unsere Universität hat diverse Chartas unterzeichnet und sich damit zur Erfüllung gewisser Stardards verpflichtet, um die Chancengerechtigkeit, Diversität und Familienfreundlichkeit sicherzustellen. Auch das Diversity Audit des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft hat die Maßnahmen gegen Diskriminierung gestärkt. Nach der erfolgreichen Teilnahme am Professorinnen-Programm II, nimmt unsere Universität an der dritten Runde teil. Unser weiterentwickeltes Gleichstellungskonzept konnte erneut überzeugen und stellt damit die Nachwuchsförderung bis 2025 sicher.

Mit dem Aktionsplan Inklusion setzt unsere Universität die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) um. Der Aktionsplan enthält sieben Handlungsfelder, um die Barrierefreiheit im Arbeits- und Studienumfeld an unserer Universität gezielt zu verbessern. Vom Zugang zur Hochschule für Studieninteressierte, über Beschäftigte bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. Damit werden zugleich die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) an unserer Universität umgesetzt. Jedes Handlungsfeld enthält konkrete Ziele und Maßnahmen, welche durch verschiedene Akteur_innen unserer Universität derzeit umgesetzt werden. Die Inklusionsreferent_innen des Gleichstellungsbüros koordinieren die Umsetzung und stehen bei Fragen mit Fachexpertise gern zur Verfügung. Der Aktionsplan wurde 2017 vom Rektorat beschlossen.

Aktionsplan Inklusion
PDF ∙ 2 MB

Aktionsplan Inklusion (barrierefrei)
PDF ∙ 317 KB

Aktionsplan Inklusion (Leichte Sprache)
PDF ∙ 4 MB

Die Universität Leipzig hat im Jahr 2014 die Charta Familie in der Hochschule unterzeichnet. Die Charta ist auf der Grundlage der jahrelangen Erfahrungen aus dem gleichnamigen Netzwerk entstanden und verfolgt das Ziel, die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Wissenschaft mit Familienaufgaben im deutschsprachigen Hochschulraum zunächst zu verankern und im erweiterten Hochschulverbund weiter zu entwickeln. Die Charta orientiert sich an den Bedürfnissen von Studierenden, Beschäftigten, Lehrenden sowie Forschenden und eröffnet die Möglichkeit der Entwicklung und Etablierung eines unverwechselbaren Marken- und Qualitätskennzeichens von Familienbewusstsein an Hochschulen. Zugeschnitten auf das Hochschul- und Wissenschaftssystem thematisiert sie die Bereiche Wissenschafts- und Führungskultur, Selbstverantwortung und Diversity sowie Arbeits- und Studienbedingungen, Ressourcen, Infrastruktur und Service über normative und instrumentelle Standards und geht damit weit über familienorientierte Mindeststandards hinaus.

Die Charta im Wortlaut

Die Universität Leipzig hat die Charta der Vielfalt im Jahr 2016 unterzeichnet. Die Charta der Vielfalt ist eine Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Sie wurde im Dezember 2006 von vier Unternehmen ins Leben gerufen und wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, unterstützt.

Ziel

Ziel der Initiative ist es, die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt in Deutschland voranzubringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiter_innen sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht und geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Die Charta der Vielfalt im wörtlichen Sinn und eine Selbstverpflichtung der Unterzeichnenden, Vielfalt und Wertschätzung in der Arbeitswelt zu fördern. Über 3.400 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 13,3 Millionen Beschäftigten haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet und kontinuierlich kommen neue Unterzeichner_innen hinzu.

Die Charta im Wortlaut

Charta der Vielfalt

Diversity Audit

Die Heterogenität der Studierenden nimmt stetig zu. Damit steigen auch die Herausforderungen für Hochschulen. Die Universität Leipzig hat daher 2015 bis 2017 am Diversity Audit des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft teilgenommen. Initiator der Teilnahme und Projektleiter ist der Zentrale Gleichstellungsbeauftragte, Georg Teichert. Expert_innen haben die Hochschulleitung und Mitarbeitende begleitet, um gemeinsam eine Diversity-Strategie zu entwickeln mit dem Ziel, die Chancengerechtigkeit der Arbeits- und Studienbedingungen für alle Mitglieder und Angehörigen unserer Hochschule zu verbessern. Als Auditorin stand Dr.in Daniela De Ridder, MdB unserer Universität zur Seite. Die Universität befindet sich derzeit in der Re-Autidierung, um die Chancengerechtigkeit auch weiterhin zu verbessern.

Abschlussbericht
PDF ∙ 817 KB

Zertifikat »Vielfalt Gestalten!«

Die Universität Leipzig erhielt im Jahr 2017 Zertifikat »Vielfalt Gestalten!« vom Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft verliehen. Grundlage ist die erfolgreiche Teilnahme am Diversity Audit seit 2015. Damit wurde die Basis geschaffen für die Weiterentwicklung einer Gesamtstrategie im Bereich Diversität, mit dem Ziel, die Chancengerechtigkeit der Arbeits- und Studienbedingungen für alle Mitglieder und Angehörigen unserer Hochschule zu verbessern.

Beate Schücking, Rektorin und Georg Teichert, Zentraler Gleichstellungsbeauftragter der Universität Leipzig halten das Zertifikat in den Händen.
Übergabe des Zertifikats »Vielfalt Gestalten!« am 13.02.2017 in Berlin, Foto: Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Diskriminierungsstudie

Im Rahmen des Diversity Audits wurden in einer umfassenden Diskriminierungsstudie die Erfahrungen der Studierenden und Beschäftigten unserer Universität untersucht. Kann es Diskriminierung an einer weltoffenen und vielfältigen Universität überhaupt geben? Und wenn ja: wer wird diskriminiert, durch wen und weswegen? Die auf Grund der unerwartet hohen Rücklaufquote und der aus nahezu 1000 Fallschilderungen generierten Erkenntnisse werden die universitäre Gleichstellungspolitik auch in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. Die Ergebnisse wurden 2019 im Leipziger Universitätsverlag veröffentlicht als Auftakt der Reihe »IMPULSE. Leipziger Hochschulbeiträge zu Diversität und Chancengleichheit«.

Überblick

Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder soll die Gleichstellung von Männern und Frauen im Wissenschaftssystem voranbringen und zu mehr Geschlechtergerechtigkeit beitragen. Hochschulen, welche eine Wissenschaftlerin erstmalig in ihrer Karriere unbefristet auf eine W2- oder W3-Professur berufen, erhalten eine Anschubfinanzierung bis zu 150.000 Euro jährlich über fünf Jahre. An einer Hochschule werden zeitgleich bis zu drei Stellen gefördert. Voraussetzung ist die Einreichung eines Gleichstellungskonzepts, welches durch ein externes Gremium positiv beurteilt werden muss. Die Mittel, die die Hochschule sonst für die Finanzierung der Stellen ausgegeben hätte, müssen in Gleichstellungsmaßnahmen fließen. Die Finanzierung erfolgt je zur Hälfte durch den Bund sowie das Land. Das Programm wurde im Jahr 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ins Leben gerufen. 2012 und 2017 hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz jeweils die Fortführung des Programms beschlossen. Initiator und Projektleiter an der Universität Leipzig ist der Zentrale Gleichstellungsbeauftragte, Georg Teichert.

Professorinnnen-Programm III

Nach der zweiten Programmrunde (2015–2019) hat das weiterentwickelte Gleichstellungskonzept der Universität Leipzig auch in der dritten Phase überzeugt. Im Zeitraum von 2020–2024 erhält die Universität Mittel für zwei Regelprofessuren in den Fächern 'Plitische Bildung' und 'Organische Chemie'. Die damit im Haushalt frei werdenden Mittel ermöglichten wiederum zusätzliche gleichstellungsfördernde Maßnahmen. So wird nicht nur der Frauenanteil unter den Professor_innen gezielt erhöht, sondern gleichzeitig die Gleichstellungsarbeit nachhaltig unterstützt. Das integrierte Gleichstellungskonzept 2025 umfasst die Themen Struktur, strategisches Personalmanagement und Kultur. Diversität, Nachhaltigkeit und Digitalisierung bilden die Querschnittsthemen. Bisherige Einzelmaßnahmen und strukturelle Veränderungsprozesse werden erstmalig in die Hochschulstrategie eingebunden und verschränkt.

Gleichstellungskonzept 2025
PDF ∙ 3 MB

Professorinnen-Programm II

Das Gleichstellungskonzept der Universität Leipzig wurde in der zweiten Vergaberunde positiv begutachtet. Damit erhielt die Universität im Zeitraum von 2015–2019 Mittel für zwei Regelprofessuren in den Fächern 'Stoffwechselbiochemie' und 'Grundschuldidaktik'. Die damit im Haushalt frei werdenden Mittel ermöglichten wiederum zusätzliche gleichstellungsfördernde Maßnahmen. So wird nicht nur der Frauenanteil unter den Professor_innen gezielt erhöht, sondern gleichzeitig die Gleichstellungsarbeit nachhaltig unterstützt. Der Fokus des Gleichstellungskonzeptes lag unter anderem in der Steigerung des Frauenanteils in Führungs- und Leitungspositionen im wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Bereich. Die Einbingung von Gender-Aspekten in Lehre und Forschung sowie dem Ausbau der familiengerechten Infrastruktur an allen Standorten.

Netzwerke & Kooperationen

Im Folgenden erhalten Sie einen Einblick in unsere Netzwerke und Kooperationen. Kollegialer Austausch zu Ideen und Best-Practices ist auch in der Gleichstellungsarbeit von entscheidender Bedeutung für den Erfolg. Darum ist unsere Universität über das Gleichstellungsbüro breit vernetzt.

Das Studentenwerk Leipzig ist ein Dienstleister mit sozialem Auftrag. Es trägt mit seinen Beratungs- und Unterstützungsleistungen dazu bei, dass Studieren gelingt. Das Angebot reicht von Mensen und Cafeterien, über Studentenwohnheime, Beratung im Amt für Ausbildungsförderung bis hin zu Mobilität und studentische Kultur. Die Beratungsstellen unterstützen Studierende mit Kind, internationale Studierende und Studierende mit einer Beeinträchtigung. Das Studentenwerk ist Koopeationspartner insbesondere beim Familienfrühstück für Studierende mit Kind.

Referat für Gleichstellung von Frau und Mann

Das Referat für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Leipzig organisiert Maßnahmen und Projekte zur Verwirklichung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Leipzig. Vereine, Initiativen und Projekte für Chancengleichheit werden beraten und unterstützt. LSBTIQ*-Personen können sich im Diskriminierungsfall direkt an das Referat wenden, um Beratung und Unterstützung zu erhalten. Darüber hinaus unterstützt das Referat auch Initiativen und Projekte für die Gleichbehandlung von LSBTIQ*. Ein gemeinsames Projekt ist WISSENSCHAFT findet STADT.

Kinder- und Familienbeirat

Der Kinder- und Familienbeirat ist Interessenvertreter für eine kinder- und familienfreundliche Stadt Leipzig. Er berät den Stadtrat und die Stadtverwaltung bei Belangen, die dazu beitragen, dass sich die Situation von Familien und ihren Kindern verbessert, dass sie gern in der Stadt leben und eine unterstützende Lebens- und Arbeitswelt vorfinden. Gemeinsame Projekte sind die Leipziger Familienbilder sowie die Servicebroschüre »Studieren mit Kind in Leipzig«.

Die Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen versteht sich als landesweite Einrichtung, die im Hochschulbereich alle Akteur_innen aktiv unterstützt, die für die Gleichstellung der Geschlechter und die Inklusion von Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung eintreten. Gemeinsame Projekte sind insbesondere die Ausstellungen Depromotionen – Hier sollte Ihr Titel stehen! und L(i)eben im Verborgenen – Zwischen Stonewall und der Ehe für Alle.

Das Netzwerk Diversity an Hochchulen ist ein bundesweit kollegial arbeitendendes Netzwerk von Mitarbeiter*innen, die auf operativer und strategischer Ebene mit der Umsetzung von Diversity- und Antidiskriminierungs-Aufgaben an deutschen Hochschulen betraut sind. Die Mitglieder des Netzwerkes möchten den Kulturwandel an Hochschulen vorantreiben. Dazu werden die Herausforderungen einer diversitätsgerechten Hochschullandschaft identifiziert und die Stärkung der Diversity- und Antidiskriminierungs-Aktivitäten an Hochschulen sowie die Institutionalisierung von Diversity-Strategien und -Strukturen an Hochschulen angestrebt. Das Netzwerk tagt in der Regel zweimal jährlich. Der Ort der Netzwerktreffen rotiert zwischen den beteiligten Hochschulen.

Die Hochschulen im Verein Familie in der Hochschule verstehen sich als Vorreiter_innen bei der gesellschaftlichen Entwicklung hin zu mehr Familienorientierung und Wertschätzung von Vielfalt. Vereinbarkeit wird von diesen Hochschulen in die Profilentwicklung integriert und gilt als Leitungs- und Querschnittsaufgabe, die hohen Ansprüchen gerecht werden muss. Alle Mitgliedshochschulen haben die Charta Familie in der Hochschule unterzeichnet. Durch vielfältige Formen der Zusammenarbeit entsteht eine enge Kooperation und ein Austausch auf Augenhöhe. Die gemeinsame Arbeit erfolgt an den Jahrestagungen, an halbjährlichen Club-Arbeitstreffen, in Arbeitsgruppentreffen, auf einer gemeinsamen Intranetplattform, in Diskussionsforen, über Email-Verteilerlisten sowie bei Bedarf jederzeit auf persönlichem Weg.

Unser Team

Mitarbeitende des Gleichstellungsbüros in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Mitarbeitende des Gleichstellungsbüros in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, Foto: Swen Reichhold 2020

Mitarbeitende

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Andreas Baumert

Referent

Rektorin
Verwaltungsgebäude
Ritterstraße 26, Raum 111
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-30003
Telefax: +49 341 97-30009

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Karin Hermann

Sekretärin

Rektorin
Verwaltungsgebäude
Ritterstraße 26, Raum 108
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-30000
Telefax: +49 341 97-30009

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Gesine Leistner

Sachbearb. f. verwaltungstechn. u. org. Aufg.

Rektorin
Verwaltungsgebäude
Ritterstraße 26, Raum 110
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-30006
Telefax: +49 341 97-30009

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Claudia Schmidt

Mitarbeiterin f. verwaltungstechn. u. org. Aufg.

Rektorin
Verwaltungsgebäude
Ritterstraße 26, Raum 110
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-30004
Telefax: +49 341 97-30009

Prof. Dr. Beate A. Schücking

Prof. Dr. Beate A. Schücking

Rektorin

Rektorin
Verwaltungsgebäude
Ritterstraße 26
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-30000
Telefax: +49 341 97-30009

Veranstaltungen & mehr

IMPULSE Band 4: L(i)eben im Verborgenen

Cover der Publikation L(i)eben im Verborgenen
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Familienfrühstück für Studierende mit Kind

Foto: Frühstücksbufett
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Spielkoffer & mobiles Kinderzimmer "makz"

makz - mobile Spielkoffer und mobiles Kinderzimmer, Foto: Christian Hüller
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Ausstellung: L(i)eben im Verborgenen

Ausstellung L(i)eben im Verborgenen, Foto: Swen Reichhold 2019
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Filmreihe: DOKversity

Foto: ein in schwarz gekleideter spricht in ein Mikro
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Christopher Street Day Leipzig

Teilnehmende demonstrieren auf dem Christopher Street Day Leipzig 2019 vor dem alten Rathaus
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Wer ist dieser Herr Gender?

Im Vordergrund ist eine Frau von hinten zu sehen, die an einem Rednerpult steht. Auf dem Pult steht ein Laptop. Die Zuhörenden im Raum, die den Vortrag der Rednerin hören, sind nur verschwommen zu sehen.
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FerienCampus

Foto: ein Kind, das mit der Schere etwas ausschneidet
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#herstory. Sachsen und seine Akademikerinnen.

Foto der Ausstellung #herstory. Sachsen und seine Akademikerinnen.
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Anfahrt & Barrierefreiheit

Barrierefreiheit

Unsere Räumlichkeiten sind für Personen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, barrierefrei zugänglich. Ein barrierefreies WC ist vorhanden. In der Ritterstraße befinden sich drei Parkplätze für Menschen mit Behinderung. Bei weiteren Fragen melden Sie sich bitte telefonisch oder per E-Mail.

Häufig gesucht

Angebote für Studierende

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Angebote für Beschäftigte

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Veranstaltungen & Publikationen

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