Die Pflege und Betreuung von Angehörigen sollen mit der Arbeit an unserer Universität vereinbar sein. Hier finden Sie Tipps, Informationen und Angebote, die Sie dabei unterstützen. Ob telefonische Beratung oder Vor-Ort-Pflegeberatung - unser kostenfreies Programm ELDERCARE bietet nützliche Informationen. Oder nutzen Sie unseren Pflegewegweiser für einen ersten Überblick über Unterstützungsleistungen und Vorsorgemöglichkeiten.

Georg Teichert, Foto: Swen Reichhold

Wir möchten unterstützen, damit Elternschaft, Kinderbetreuung & Pflegeaufgaben gut vereinbar sind.

Georg Teichert, Zentraler Gleichstellungsbeauftragter

Individuelle Beratung

Ob Vereinbarkeit des Arbeitens mit Familienaufgaben, Kinderbetreuung, der Pflege von Angehörigen oder Diskriminierung und sexualisierte Gewalt. Beschäftigte können sich in Gleichstellungsfragen persönlich an den Zentralen Gleichstellungsbeauftragten wenden.

Beratungsthemen

Der zentrale Gleichstellungsbeauftragte und die Gleichstellungsbeauftragten der Fakultäten und zentralen Einrichtungen bieten Information, Beratung und Unterstützung. Bitte kontaktieren Sie uns auch, wenn Sie Anregungen zu unseren Themen haben:

  • Durchsetzung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern,
  • Fördermöglichkeiten und -programme speziell für Frauen auf Bundes-, Landes- und universitärer Ebene,
  • fachliche Initiativen und Projekte zum Thema Gleichstellung,
  • Vereinbarkeit von Familienaufgaben, wie bspw. Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen, mit Studium und Beruf,
  • Diskriminierung und sexualisierte Gewalt.

Kontakt

Georg Teichert
Zentraler Gleichstellungsbeauftragter

Sprechzeiten
Montag bis Freitag, nach Vereinbarung.

Nikolaistraße 6-10, Raum 3.55
04109 Leipzig

T +49 341 97-30090
F +49 341 97-39290

E-MAIL SCHREIBEN

Pflegezeit- und Familienpflegezeit im Überblick

Im Folgenden finden Sie die Voraussetzungen und Hinweise zur Beantragung der gesetzlichen Ansprüche aus dem Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz.

Kurzzeitige Arbeitsverhinderung gemäß § 2 Pflegezeitgesetz (PflegeZG)

  • unerwarteter Eintritt einer akuten Pflegesituation
  • pflegebedürftiger, naher Angehöriger
  • Notwendigkeit einer Freistellung zur Organisation einer bedarfsgerechten Pflege oder Sicherstellung der pflegerischen Versorgung

Umfang

vollständige Freistellung bis zu 10 Arbeitstage

Ankündigung

Keine Ankündigungsfrist, aber unverzügliche schriftliche Mitteilung an den Dienstvorgesetzten und das Personaldezernat über

  • Arbeitsverhinderung
  • voraussichtliche Dauer der Arbeitsverhinderung
  • Namen des nahen Angehörigen
  • genauen Verhinderungsgrund

Nachweise (Frist in der Regel 3 Wochen)

  • Angehörigenstatus (z. B. durch Geburtsurkunde oder Heiratsurkunde)
  • Pflegebedürftigkeit und Erforderlichkeit der Freistellung (durch ärztliche Bescheinigung)

Besonderer Kündigungsschutz

ab Mitteilung bis zum Ende der Arbeitsverhinderung

Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld

  • sofern kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung oder Anspruch auf Krankengeld oder Verletztengeld eines Kindes (§ 45 SGB V bzw. § 45 SGB IV)
  • Anspruch muss gegenüber Pflegekasse oder privatem Versicherungsunternehmen des nahen Angehörigen gelten gemacht werden (unverzügliche Antragstellung, Personaldezernat erteilt Entgeltbescheinigung)
  • Höhe: 100% des ausgefallenen Nettoarbeitsentgeltes bei Bezug einer Einmalzahlung in den letzten 12 Monaten, ansonsten 90% (§ 45 Abs. 2 S. 3 und 5 SGB V)
  • Bewilligungsbescheinigung über Zeitraum des Bezugs und Höhe unverzüglich dem Dezernat Finanzen und Personal vorgelegen

Pflegezeit gemäß § 3 Abs. 1 Pflegezeitgesetz (PflegeZG)

Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung

Umfang

unbezahlte vollständige oder teilweise Freistellung (Stundenreduzierung ohne gesetzl. Vorgaben) bis zu 6 Monate je pflegebedürftigen Angehörigen

Nachweise (Frist in der Regel 3 Wochen)

  • Angehörigen-Status (z. B. durch Geburtsurkunde o. Heiratsurkunde)
  • Pflegebedürftigkeit und Stufe (durch Bescheinigung von Pflegekasse oder med. Dienst der KK, bei privat Pflegeversicherten entsprechender Nachweis)

Ankündigung & Frist

schriftlich über den Dienstvorgesetzten an Personaldezernat:

  • spätestens 10 Arbeitstage vor gewünschtem Beginn
  • Ausnahme: spätestens 8 Wochen vor gewünschtem Beginn, wenn vorher Freistellung nach Familienpflegezeitgesetz

Familienpflegezeit gemäß § 2 Abs. 1 Familienpflegezeitgesetz (FPfZG)

Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung

Umfang

  • unbezahlte teilw. Freistellung, aber Mindestarbeitszeit von durchschnittlich 15 Stunden je Woche
  • bis zu 24 Monate je pflegebedürftigen Angehörigen

Nachweise

  • Angehörigenstatus (z. B. durch Geburtsurkunde o. Heiratsurkunde)
  • Pflegebedürftigkeit und Grad (durch Bescheinigung von Pflegekasse oder med. Dienst der KK, bei privat Pflegeversicherten entsprechender Nachweis)

Ankündigung & Frist

schriftlich über den Dienstvorgesetzten an Personaldezernat:

  • spätestens 8 Wochen vor gewünschtem Beginn
  • Ausnahme: spätestens 3 Monate vor gewünschtem Beginn bei vorheriger Freistellung nach den § 3 Abs. 1 oder 5 Pflegezeitgesetz

Ankündigung der (teilweisen) Freistellungen

  • alle (teilweise) Freistellungen nach dem Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz müssen schriftlich angekündigt werden (Ausnahme: kurzzeitige Arbeitsverhinderung)
  • an das Personaldezernat (über den Dienstvorgesetzten)
  • Ankündigungsformular im Intranet auf der Homepage des Personaldezernates

Verlängerung der (teilweisen) Freistellung 

  • nur innerhalb der jeweils zulässigen Höchstdauer
  • nur mit Zustimmung des Personaldezernates
  • billiges Ermessen der Arbeitgeberin (ausnahmensweise: Anspruch auf Verlängerung, wenn vorgesehener Wechsel in der Person des Pflegenden aus wichtigem Grund nicht erfolgen kann)

Hinweis: ausgenommen kurzfristige Arbeitsverhinderung

Vorzeitige Beendigung der (teilweisen) Freistellung

Hinweis: ausgenommen kurzfristige Arbeitsverhinderung

  • wenn Pflegebedürftigkeit/Betreuung/Begleitung wegfällt oder häusliche Pflege unmöglich oder unzumutbar
  • endet vier Wochen nach Eintritt der veränderten Umstände
  • unverzügliche Unterrichtung des Personaldezernates über die veränderten Umstände
  • in allen sonstigen Fällen vorzeitige Beendigung nur mit Zustimmung des Personaldezernates

Begleitung (= Leisten von Beistand) eines nahen Angehörigen in der letzten Lebensphase

Umfang

  • unbezahlte vollständige oder teilweise Freistellung (keine Mindestarbeitszeit)
  • bis zu 3 Monate
  • je nahen Angehörigen

Nachweise (Frist in der Regel 3 Wochen)

  • Angehörigen-Status (z. B. durch Geburtsurkunde o. Heiratsurkunde)
  • übrige Anspruchsvoraussetzungen (durch ärztliches Zeugnis)

Ankündigung & Frist

schriftlich über den Dienstvorgesetzten an Personaldezernat spätestens 10 Arbeitstage vor gewünschtem Beginn

ELDERCARE: kostenfreie Unterstützung bei Pflege und Betreuung

In einem Alten- und Pflegeheim leisten professionelle Pflegekräfte Pflege und Betreuung rund um die Uhr. Ganz anders dagegen funktioniert die ambulante Pflege. Sie baut auf die Zusammenarbeit mit den pflegenden Angehörigen auf. Pflegende Angehörige nehmen dabei viele Belastungen und Einschränkungen in ihrem Alltag hin. Die pflegebedürftige Person soll möglichst lange zu Hause in der gewohnten Umgebung selbstbestimmt leben können.

Die Pflegespezialisten von vivacus care GmbH unterstützen und entlasten pflegende Angehörige. Sie erhalten Anleitung, Beratung und Schulung in der konkreten Pflegesituation und Betreuung. Daneben bieten Sie Informationen zu regionalen Hilfsangebote und Einrichtungen sowie weiteren Unterstützungsmöglichkeiten. Vor allem in schwierigen Zeiten haben die Pflegespezialisten ein offenes Ohr für Ihre Sorgen.

Übermitteln Sie Ihren Rückrufwunsch an unseren Partner vivacus care.

In regelmäßigen Abständen werden Servicesprechstunden an den verschiedenen Standorten der Universität angeboten. Dort können Sie mit den PflegeexpertInnen alle Fragen klären, die sich Betroffene und Angehörige im eintretenden Pflegefall stellen müssen. Zudem können Sie individuelle Termine mit den Expert_innen vereinbaren. Das Angebot ist kostenfrei und ohne Anmeldung. Kommende Termine finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Veranstaltungskalender

Die geschulten Pflegefachkräfte können bei Bedarf auch eine kostenlose Pflegeschulung im Haushalt des Pflegebedürftigen oder des Angehörigen durchführen. Das kann dann notwendig werden, wenn etwa unvorbereitet ein Angehöriger zu Hause gepflegt und betreut werden muss oder dies absehbar ist. So werden die Angehörigen in die Lage versetzt, eine sichere Pflege und Betreuung für ihren Angehörigen zu gewährleisten. Damit können bereits im Vorfeld stark belastende Ereignisse und Krisen zwischen dem Pflegenden und dem Pflegebedürftigen vermieden werden. Bei Bedarf können weitere Beratungen vereinbart werden. Informationen zu diesem Angebot erhalten Sie in den Pflegesprechstunden.

In Zusammenarbeit mit den Pflegekassen werden zudem kostenlose Kurse angeboten, in denen die wichtigsten Grundlagen der häuslichen Pflege und Betreuung erlernt werden können. Die Pflegekurse richtet sich an bereits pflegende Angehörige, aber auch an Angehörige die noch keinen Angehörigen pflegen, aber vor dieser Entscheidung stehen. Informationen zu anstehenden Kursen in Leipzig bietet unser Partner vivacus care.

Auf der Pflegeplattform von vivacus care finden Sie umfangreiche Informationen zu verschiedenen Themengebieten der häuslichen Pflege, Unterstützungsangebote, Ansprechpartner_innen sowie Termine und Veranstaltungen.

Pflegewegweiser

Der digitale Pflegewegweiser gibt Auskunft über rechtliche Definitionen von Pflegebedürftigkeit, Ansprüche Pflegebedürftiger, Unterstützungsleistungen für pflegende Angehörige,  Vorsorgemöglichkeiten und hilfreiche Links. Ein Pflegeglossar erklärt wichtige Begriffe. Ein Angebot der Koordinierungsstelle zur Förderung der Chancengleichheit an sächsischen Universitäten und Hochschulen.

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