Vorlesung/Vortrag am

Veranstaltungsort: Universität Leipzig, Campus am Augustusplatz, Hörsaalgebäude (HS 8)

Die öffentliche Vortragsreihe des Ägyptologischen Instituts/Ägyptischen Museums –Georg Steindorff– zeigt in diesem Jahr „Gräberwelten“. Dabei geht es um Architektur und Archäologie sowie Grabbesitz und die Schattenseiten verborgener Kostbarkeiten.

Foto einer Wandmalerei im Grab des Rechmire

Wandmalerei im Grab des Rechmire (TT100): Ziegelherstellung, Foto: Thierry Benderitter, www.osirisnet.net

  • Der Vortrag wurde abgesagt.

 

Abseits von Pyramiden sowie reich verzierten und ausgestatteten Königsgräbern gibt es im Alten Ägypten eine ganze Reihe von Gräbern für Privatpersonen der höheren Gesellschaftsschichten. Gemäß den Lebenslehren – einer altägyptischen Textsorte – wird angeraten, sich ein funktionsfähiges und prächtig ausgestattetes Grab in der Nekropole errichten zu lassen. Auch sollte man damit schnellstmöglich beginnen, damit man vorbereitet ist, wenn einen der Tod holt. In den späteren Überlieferungen von Lehren wird zudem davor gewarnt, auf einem Grab ein (Wohn-)Haus zu bauen. Nekropolen waren ausschließlich den Gräbern – den Häusern für die Ewigkeit – vorbehalten.

Es gab also den Bau betreffend gewisse Vorschriften, die es einzuhalten galt, ganz zu schweigen von den Abläufen und der Entlohnung der Handwerker. Doch wie haben wir uns die theoretische Planung und die praktische Umsetzung eines Grabes vorzustellen? Was ist uns aus dem Alten Ägypten an Quellen überliefert, die uns Bericht erstatten über den Bau von solchen Privatgräbern? Dieser Frage wird Herr Hans-W. Fischer-Elfert in seinem Vortrag nachgehen und anhand verschiedener Beispiele erläutern. So wird ein Grabbau anhand von verschiedenen Quellen beschrieben, indem auf die Organisation eines solchen Bauprojektes eingegangen wird.

Im Anschluss an den Vortrag (gegen 19:30 Uhr) ist das Auditorium wie immer herzlich zu einem kleinen Umtrunk ins Ägyptische Museum –Georg Steindorff– eingeladen.

Josephine Hensel