Kolloquium am

Veranstaltungsort: GWZ, Beethovenstr. 15, 2. Stock, Raum H4 2.16

Anna Elisabeth Keim referiert über die historischen Ursprünge der Leiharbeit in der Weimarer Republik und fragt danach, weshalb es in der Bundesrepublik ab den 1960ern zu einer Verankerung der Leiharbeit als normalisiertem Arbeitsmarktsegment kam.

Anna Elisabeth Keim (Universität Halle) stellt ihr Dissertationsprojekt über die Geschichte der Leiharbeit vor. Ausgehend von den historischen Ursprüngen, die bis in die späte Weimarer Republik zurückreichen, fragt sie danach, weshalb es jenseits politischer Mehrheiten am Ende des Nachkriegsbooms in der Bundesrepublik zu einer Verankerung der Leiharbeit als normalisiertem Arbeitsmarktsegment kommen konnte. In den Fokus treten hierbei verschiedene Akteure des Dienstleistungssektors, die in den 1960er und 70er Jahren nicht nur das Gegenmodell einer „Zeit-Arbeit“ erschufen, sondern auch ein neues Bild dessen lancierten, was einen „modernen Staat“ im Bereich des Arbeitsmarktes ausmachen sollte.

Vortrag mit anschließender Diskussion, im Rahmen des Kolloquiums des Lehrstuhls für die Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts (Prof. Dr. Dirk van Laak). Im Kolloquium werden aktuelle Forschungsprojekte zur Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts vorgestellt und diskutiert. Universitätsangehörige sind dazu ebenso herzlich eingeladen wie externe Interessierte!

Es gelten die aktuellen pandemiebedingten Hygieneregeln. Über kurzfristige Änderungen informieren Sie sich bitte auf der Seite des Lehrstuhls.

Erstellt von: Rhena Stürmer