Konzert am

Veranstaltungsort: Paulinum – Aula/Universitätskirche St. Pauli

Am 24. Januar 2020 um 19:30 Uhr erfahren die beiden Konzertreihen „Clavier-Concert“ und Orgel+ der Leipziger Universitätsmusik miteinander kombiniert eine Fortsetzung. Universitätsmusikdirektor David Timm begleitet im Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli den Stummfilmklassiker „Die Nibelungen. 1. Teil: Siegfried“ von Fritz Lang aus dem Jahr 1923 mit Improvisationen an verschiedenen Tasteninstrumenten.

Foto von David Timm vor einer Orgel sitzend, eine Hand auf den Orgeltasten

Foto: Sebastian de Vries

Um die Vorführungen von Stummfilmen lebendiger zu gestalten, wurden sie von Anfang an musikalisch begleitet: am Klavier, von Jazzbands und Instrumentalensembles aller Art oder auch von eigens für diesen Zweck konstruierten Kinoorgeln, die nicht nur ein ganzes Orchester imitieren, sondern mit Hilfe diverser Effektregister auch Natur- und Alltagsgeräusche täuschend echt wiedergeben konnten.

Aber auch ohne diese zusätzlichen Effekte hat die große Orgel des Paulinums – Aula und Universitätskirche St. Pauli schon bewiesen, dass sie mit ihren 46 Registern wunderbare Möglichkeiten zur lautmalerischen Gestaltung und damit zur Begleitung von Filmen in sich birgt.

UMD David Timm erweitert das klangliche Spektrum diesmal noch durch den Einsatz verschiedener Tasteninstrumente und stellt der Orgel das Klavier und einen Synthesizer zur Seite. So greift er in seinen Improvisationen die Stimmungen des Films in einfühlsamer Weise auf und lässt den Abend zu einem farbigen und im wahrsten Sinne des Wortes einmaligen musikalischen Erlebnis werden. 

„Die Nibelungen“, gedreht von 1922 bis 1924, war der zweite große Publikumserfolg des Regisseurs Fritz Lang und überzeugte durch seine perfekte, malerische Bildkomposition, einen großen Aufwand an Ausstattung und Masken, innovative Tricks und visuelle Effekte.

Trotz einer umfangreichen Überlieferung ist von „Die Nibelungen“ keine vollständige deutsche Fassung in Form einer zeitgenössischen Verleihkopie oder eines Kameranegativs erhalten.
Die Restaurierung des Films durch die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung wurde nach vierjähriger Arbeit im Jahr 2010 abgeschlossen. Sie basiert auf unvollständigen Kameranegativen, fehlende Teile wurden durch verschiedene Verleihkopien der Zeit und Sicherungsduplikate ergänzt. Die Färbung folgt den überlieferten Kopien und basiert auf der ursprünglichen Viragetechnik, der Herstellung einer s/w-Kopie und der anschließenden Färbung im Farbbad.

Der Abend hält also sowohl für Film- als auch für Musikfreunde viel Sehens- und Hörenswertes bereit.

David Timm

David Timm, ehemaliges Mitglied des Leipziger Thomanerchores, absolvierte das Studium der Kirchenmusik mit A-Examen und schloss ein Meisterklassenstudium in Klavier mit Auszeichnung an der Musikhochschule Leipzig sowie am Mozarteum Salzburg ab. Umfassende Lehrtätigkeiten führten ihn an die Hochschule für Kirchenmusik Halle sowie an die Musikhochschule Leipzig. Er war mehrfacher Preisträger renommierter Wettbewerbe und musikalischer Leiter des Leipziger Vocalensembles in der Nachfolge von Georg Christoph Biller. Seit 2005 leitet er in der Position des Universitätsmusikdirektors den Leipziger Universitätschor. Zudem konzertiert Timm als gefragter Solist und Dirigent regelmäßig im In- und Ausland, ist in Rundfunk- und CD-Produktionen zu hören und als Arrangeur u. a. für das Gewandhausorchester Leipzig tätig.

Karten

Karten im VVK 10 € / ermäßigt 5 € bei allen bekannten VVK-Stellen und an der Abendkasse zu 12 € / ermäßigt 6 €

Restkarten für Studierende an der Abendkasse zu 5 €

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