Konzert am

Veranstaltungsort: Paulinum – Aula/Universitätskirche St. Pauli

Zum ersten Mal seit genau 52 Jahren am selben Ort – Der Leipziger Universitätschor mit Bachs Matthäuspassion

Universitätschor Leipzig, Foto: Lorenz Lenk

  • Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, können das Orgelkonzert zu Bachs Geburtstag am 21. März 2020 sowie die Aufführung der Matthäuspassion am 4. April 2020 durch den Leipziger Universitätschor leider nicht stattfinden.
    Für die Eröffnung des Zyklus „Sämtliche Orgelwerke Bachs in 21 Konzerten“ mit Universitätsorganist Daniel Beilschmidt ist – in der Hoffnung, dass sich die Lage bis dahin wieder beruhigt -  nun der 19. Juni 2020 geplant. Bereits für den 21. März gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit oder können an den jeweiligen Vorverkaufsstellen (Musikalienhandlung Oelsner, Culton Ticket und Ticket Galerie in Barthels Hof) zurückgegeben werden.
    Bereits gekaufte Karten für die Matthäuspassion werden ebenfalls bei den Vorverkaufsstellen zurückgenommen.

Am Samstag vor der Karwoche, den 4. April 2020, lädt der Leipziger Universitätschor um 18 Uhr zu seinem traditionellen Passionskonzert. Vor genau 52 Jahren, am 4. April 1968, erklang die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach das letzte Mal in der Universitätskirche St. Pauli – nur wenige Wochen vor ihrer Sprengung am 30. Mai 1968.

Unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor David Timm führt der Chor dieses Werk gemeinsam mit dem Pauliner Barockensemble auf historischen Instrumenten sowie den Thomaneranwärtern der 3. Klassen im Paulinum – Aula/Universitätskirche St. Pauli auf. Martin Petzold wird in dieser Aufführung die Partie des Evangelisten zum letzten Mal singen.

Mit einer Aufführungszeit von knapp zweieinhalb Stunden und ihrer großen Besetzung – zwei Chöre, zwei Orchester, sieben Solostimmen – ist die Matthäuspassion eines der umfangreichsten und bedeutendsten Werke Johann Sebastian Bachs. Die textliche Vorlage für das Passionsgeschehen bildet das Matthäusevangelium in der Übersetzung von Martin Luther. Eine besondere Rolle spielen die reflektierenden Arien und Choräle, deren Texte teils von dem Poeten Picander stammen und teils aus Kirchenliedern und aus Chorälen von Paul Gerhardt entnommen sind. Mit ihnen legt Bach in dieser Passionsvertonung einen Schwerpunkt auf den Ausdruck der Trauer über den Tod des Erlösers. Die musikalisch beeindruckende und oft aufwühlende Gestaltung der Handlung stieß Ende der 1720er Jahre, als die Matthäuspassion entstand und uraufgeführt wurde, auf harsche Kritik: Das Werk gleiche eher einer Oper als einem Oratorium und sei für die Gestaltung eines Gottesdienstes zu lang, zu theatralisch. Nach Bachs Tod geriet die Passion in Vergessenheit. Erst rund 100 Jahre später führte Felix Mendelssohn Bartholdy in Berlin Teile des monumentalen Werks auf. Das Konzert war ein großer Erfolg und löste eine regelrechte Renaissance Bachscher Musik aus. Auf den historischen Instrumenten des Pauliner Barockensembles wird der Klang der Bachzeit für das heutige Publikum erlebbar.

Besetzung:
Sibylla Rubens – Sopran
Marcela Rahal – Alt
Martin Petzold – Tenor
Diogo Mendes – Bass (Arien)
Gotthold Schwarz – Bass (Christus)

Leipziger Universitätschor, Thomaneranwärter der 3. Klassen, Pauliner Barockensemble auf historischen Instrumenten

Leitung:
UMD David Timm

Karten im VVK 13 Euro / ermäßigt 8 Euro bei allen bekannten VVK-Stellen und an der Abendkasse zu 15 Euro / ermäßigt 10 Euro. Restkarten für Studierende an der Abendkasse zu 5 Euro.

Zum Vorverkauf

Darja Schäfer