Tagung/Symposium am

Veranstaltungsort: Universitätsbibliothek Albertina, Fürstenzimmer

Die Tagung geht von ’89 als charismatischem Ereignis aus und rückt die tiefe Prägekraft der Ereignisse auch für Gegenwartsdeutungen und politische Orientierungen in den Mittelpunkt.

Blick auf das Gästehaus der Universität (Ritterstr. 12) sowie die Nicolaisäule

Blick auf das Gästehaus Ritterstraße direkt am Nikolaiplatz, Foto: Randy Kühn

Im Mittelpunkt der Tagung stehen divergierenden und teilweise konkurrierende (Alltags)Verständnissen von Demokratie sowie ihr Bezug zu ’89-spezifischen Erfahrungen. Gefragt wird nach konkreten Formen der Politisierung des Erinnerns: von relativierenden Vergleichen der DDR mit vermeintlich gleichen oder schlimmeren politischen Verhältnissen in der heutigen Zeit; über Protestmobilisierungen einer „Politik der Straße“; geschichtspolitischen Kontroversen bis hin zu eigensinnigen Ausdeutungen von Demokratie und des Politischen.

Mit der Re-Aktualisierung und Politisierung von ’89 in der Gegenwart greift die Tagung ein aktuell viel diskutiertes, zugleich weithin noch unverstandenes ‚Phänomen’ auf. Wir verfolgen einen multiperspektivischen Ansatz, der verschiedene Kontexte, empirische Zugänge sowie unterschiedliche disziplinäre Perspektiven berücksichtigt: sozialwissenschaftliche Deutungs- und Erklärungsansätze, erinnerungs- und geschichtskulturelle Kontextualisierungen sowie Perspektiven auf die Implikationen konkurrierender Demokratieverständnisse für die politisch-historische Bildung. Es referieren unter anderem Hedwig Richter, Ute Frevert, Karl-Siegbert Rehberg, Thomas Lindenberger und Ilko-Sascha Kowalczuk.

 

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