Ausstellung am

Veranstaltungsort: Bibliotheca Albertina, Ausstellungsraum

Besondere Schriftstücke aus der UB Leipzig geben Auskunft über das Bemühen, die eigene Religion und die Religion der anderen sprachlich und in Bildern verständlich zu machen. Die Ausstellung zeigt Beispiele für das Übersetzen als Arbeit am religiösen Text aus zwei Jahrtausenden.

Ein Pergamentstreifen mit Gebeten für einen mehrprachigen Gottesdienst aus Ägypten, eine mittelalterliche Handschrift mit Worterklärungen zur Bibel auf Altfranzöisich in hebräischer Schrift und ein arabischsprachiges Wörterbuch eines shiitischen Gelehrten des 10. Jahrhunderts, der in religiöser und geheimer Mission unterwegs war: Religionsgeschichte ist immer auch Übersetzungsgeschichte. 

Besondere Schriftstücke aus der Universitätsbibliothek Leipzig geben Auskunft über das Bemühen, die eigene Religion und die Religion der anderen sprachlich und in Bildern verständlich zu machen. Der Austausch im Miteinander, aber auch im Gegeneinander, findet seinen Niederschlag nicht nur in den prachtvoll gestalteten Büchern europäischer Missionare über die Religionen des Nahen und Fernen Ostens. 

Die Geschichte der Suche nach Urtexten der Bibel ist ebenso Thema der Ausstellung wie der Einfluss der wissenschaftlichen Übersetzung auf die Religion, etwa auf das Yezidentum aus dem Irak. Die Ausstellung zeigt Beispiele für das Übersetzen als Arbeit am religiösen Text aus zwei Jahrtausenden.

Kuratiert von PD Dr. Katja Triplett.

 

Website zur Ausstellung

 

Ausstellung in der Ausstellung

"Herkunft zu ermitteln. Das Depositum der Israelitischen Religionsgemeinde in der UB Leipzig"

Die Bibliothek der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig setzt sich aus Altbeständen der Leipziger jüdischen Gemeinde sowie aus Beständen sehr unterschiedlicher Provenienzen zusammen, die erst nach der Neugründung der Gemeinde aus unterschiedlichen Quellen in die Bibliothek kamen. Das soll ab 2021 im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützten Katalogisierungsprojekts ermittelt werden. Die Kabinettausstellung in Kooperation mit dem Dubnow-Institut in der Ausstellung „Übersetzte Religion“ gibt einen ersten Einblick. 

Die Ausstellung basiert auf einer Kooperation zwischen der Universitätsbibliothek Leipzig und dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow. Sie werden gefördert durch #2021 JLID – Jüdisches Leben in Deutschland e. V. aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Eröffnung und Laufzeit beider Ausstellungen

Die Ausstellungseröffnung findet am 7. Oktober 2021 um 18 Uhr in der Bibliotheca Albertina statt. Die Ausstellung kann vom 8. Oktober 2021 bis 13. Februar 2022 täglich von 10 bis 18 Uhr im Ausstellungsraum der Bibliotheca Albertina besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.