Konzert am

Veranstaltungsort: Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli

Die Aufführung ist Teil des Symposiums zum "Livre du Saint-Sacrement" vom 4. bis 6. Mai 2022 - einer Veranstaltung des Kirchenmusikalischen Instituts der Hochschule für Musik und Theater Leipzig in Kooperation mit der Theologischen Fakultät, der Universitätsmusik und dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Leipzig.

Olivier Messiaen: "Livre du Saint-Sacrement" - Das Buch vom heiligen Sakrament (1984) – Abendmahl und Ostern

Konzerteinführung: 18 Uhr

Studierende des Kirchenmusikalischen Instituts der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig

Gastdozenten: Dr. Dorothee Bauer (Wien), Prof. Dr. Meinrad Walter (Freiburg), Prof. Dr. Stefan Keym (Leipzig), Prof. Dr. Michael Heinemann (Dresden)

Hier geht es zum Programm des Symposiums.
PDF 89 KB

 

Im Jahr 2022 widmen sich Universitätsmusik und Universitätsgottesdienst der Universität Leipzig dem Schaffen des französischen Komponisten Olivier Messiaen (1908-1992). Anlässlich seines 30. Todestages wird ein Messiaen-Jahr gestaltet, das seine sieben Orgelzyklen in Orgelvespern, Gottesdiensten und Konzerten an der Jehmlich-Orgel erlebbar macht.

Der tiefgläubige Katholik Messiaen gehört zu den bedeutendsten Komponisten geistlicher Musik. Verkürzt kann man sagen: was Bach für die evangelische Kirchenmusik ist, entspricht der Bedeutung Messiaens für die katholische Kirchenmusik.

Sein Orgelœuvre stellt einen Meilenstein im 20. Jahrhundert dar. In seinem umfangreichen und inspirierenden Werk finden sich Einflüsse aus Impressionismus, Gregorianik, griechischer und indischer Metrik, Vogelgesang und avantgardistischen Klang-Zeit-Konzepten. In den dreißiger Jahren entwickelte er ein vielseitig nutzbares System verschiedener Modi, die eine farbenreiche Polyharmonik ermöglichen. Er gab entscheidende Impulse für den Serialismus und war als langjähriger Kompositionsprofessor am Pariser Conservatoire National einflussreicher Lehrer mehrerer Komponistengenerationen.

Seine sieben Orgelzyklen widmen sich fast ausnahmslos theologischen Themen und konzentrieren sich um bestimmte kirchliche Feiertage.