Datum/Uhrzeit: bis Uhr
Art: Ringvorlesung, Präsenz
Ort: Hörsaalgebäude Hörsaal 2, 1. OG, Universitätsstraße 3, 04109, Leipzig
Referent:in: Prof. Dr. Angelika Berlejung:
Veranstaltungsreihe: Studium universale: Eros, Macht, Märkte

Von wegen prüde: das Alte Testament nimmt Leiblichkeit als Grundvoraussetzung des Lebens und steht für eine positive Sicht auf Sexualität und Erotik. Der Vortrag wirft ein Licht darauf, wie Lust und Liebe in der Antike zusammengehörten.

Menschliche Leiblichkeit ist für das Alte Testament eine Grundvoraussetzung des Lebens und wird uneingeschränkt positiv betrachtet. Daraus ergibt sich denn auch die positive Sicht auf Sexualität und Erotik. Schon vor der Erfindung von Viagra wusste man auch damals, dass man beidem mit Aphrodisiaka  auf die Sprünge helfen kann. Antike Bilder und Texte zeugen davon, wie Lust und Liebe zusammengehörten.

Prof. Dr. Angelika Berlejung ist seit 2004 an der Universität Leipzig als ordentliche Professorin für Geschichte und Religionsgeschichte des Alten Israel und seine Umwelt tätig. Sie ist zudem Professor extraordinaire an der Universität Stellenbosch/Südafrika und Gastprofessorin an der Bar Ilan Universität in Ramat Gan/Israel. An beiden Orten lehrt und forscht sie, in Israel leitet sie zusammen mit Prof. A. Kleiman (Beersheva) eine Ausgrabung in Hannathon. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Kulturanthropologie, Genderforschung, Religionsgeschichte und Geschichte, wobei sie in Lehre und Forschung Bibelexegese mit materieller Kultur und Ikonographie verbindet.