Moldava Institut Leipzig e.V.
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Das Moldova-Institut Leipzig (MIL) ist eine interdisziplinäre Institution zur Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung im sozial- und geisteswissenschaftlichen Bereich. Als solche pflegt es den kulturellen Dialog und die institutionelle Zusammenarbeit zwischen Moldova und der Europäischen Union.


 


für Besucher: Universität Leipzig, Moldova Institut Leipzig e.V.,
Ritterstraße 12, Raum 403/404, 04109 Leipzig.

Postadresse: Universität Leipzig, Moldova-Institut Leipzig e.V., Ritterstraße 24, 04109 Leipzig

 

Deutsch

Ausschreibungen

                    

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Sichtbare Erinnerungen:
Denkmäler, Plätze und Gedenkstätten
in der Republik Moldau und der Ukraine

 

Chișinău / Republik Moldau und Czernowitz / Ukraine
22. September - 30. September 2016

In Zusammenarbeit mit der Fakultät für Geschichte und Philosophie der Staatlichen Universität Moldau (USM) und der Nationalen Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz organisiert das Moldova-Institut Leipzig (MIL) in diesem Jahr eine Herbstschule im Rahmen des DAAD-Programms

Ausbau der Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft in den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Russland.

 

welches durch den DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA) finanziert wird.

Teilnehmer:
Das Projekt richtet sich vor allem an deutsche, moldauische, ukrainische und georgische Studierende, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler geistes- und sozialwissenschaftlicher Fachrichtungen (Geschichte, Politik- und Kulturwissenschaften) sowie der Journalistik.
Zielsetzung und Problemstellung:
Seit Erlangung der Unabhängigkeit wird die Vergangenheit in den Ländern der Östlichen Partnerschaft neu gedeutet. In der Ukraine und der Republik Moldau wird die nationale Erinnerung wiederentdeckt und sichtbar gemacht, was nicht selten zu kontroversen und heftigen Auseinandersetzungen führt. Die in der Ukraine vielerorts noch anzutreffenden  Lenindenkmäler wurden verboten und viele davon wurden demoliert bzw. gestürzt. In zahlreichen Dörfern wurden mündliche Zeugnisse von Überlebenden des Holodomor gesammelt, Friedhöfe eingerichtet und Denkmäler gebaut, in vielen Orten entstanden zudem Gedenkstätten für die Opfer des Holocaust. Neben der Abschaffung des Tags der Sowjetischen Armee war die Umgestaltung und Umdeutung des "Tags des Sieges" der wichtigste Eingriff in den traditionellen, aus Sowjetzeiten stammenden Kanon von offiziellen Feiertagen in der Ukraine. In der Republik Moldau sind in den vergangenen Jahren vor allem die Erzählungen von Deportierten und anderen Opfern des Stalinschen Regimes ins Blickfeld der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Die Geschichtsforschung untersucht und rekonstruiert somit lange Zeit tabuisierte Aspekte der Vergangenheit. Auffällig ist zudem, dass Denkmäler aus der Sowjetzeit in vornehmlich russischsprachigen Regionen der Republik Moldau wie Comrat, Bălţi und Tiraspol zur Pflege sowjetischer Geschichtsbilder und der Bindung zu Russland genutzt werden.
Die Erinnerungen an die wechselvolle Geschichte in den multikulturell geprägten Regionen der Republik Moldau und der Ukraine sind nicht unwesentlich von der jeweiligen ethnischen Perspektive geprägt. Auch in den Kaukasusrepubliken führen ethnische Sichtweisen zu einer kontroversen Betrachtung der für die jeweilige Titularnation maßgeblichen geschichtlichen Ereignisse des 20. Jahrhunderts.
Im Rahmen des Projekts sollen vor allem die folgenden Fragen diskutiert werden:
Wer erinnert wann wo an was und warum? Welche Erinnerungsdebatten finden zu welchen Themen in den Ländern der Östlichen Partnerschaft statt? Welche Rolle spielen einerseits Politiker und institutionelle Akteure bei der Erinnerungspolitik und welche Funktion kommt den Medien und der Form des Erinnerten zu? Was ist ein Erinnerungsort und wie entsteht er? Welche Deutungsunterschiede werden sichtbar? Welche Bedeutung haben grenzüberschreitende Erinnerungen? Welchen Einfluss hat der gegenwärtige militärische Konflikt in der Ukraine auf die Erinnerungskultur?
Die Teilnehmer werden exemplarisch in die multikulturelle Geschichte der Republik Moldau und der nördlichen Bukowina (Gebiet Czernowitz) eingeführt und haben dabei die Gelegenheit, die gewonnenen Erkenntnisse mit entsprechenden Erinnerungsorten zu verknüpfen, deren Wirkung zu analysieren und deren Konzeption zu hinterfragen.

Arbeitsformen:
Im Rahmen der Herbstschule sind Fachvorträge, Diskussionen, Besuche bei Regierungsinstitutionen, Gespräche mit Experten und Mitarbeitern zivilgesellschaftlicher Organisationen, Begegnungen mit Zeitzeugen in Chişinău, Comrat, Tiraspol und Czernowitz sowie Exkursionen zu Erinnerungsorten und Gedenkstätten (Opfer des Zweiten Weltkriegs, des Holocaust und der Deportationen) vorgesehen.

Finanzierung: Das Projekt wird vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA) gefördert. Die Organisatoren übernehmen die Kosten für Programm, Unterkunft, Verpflegung (HP) sowie die Kosten für die An- und Abreise und die Exkursionen.

Bewerbung: Eine vollständige Bewerbung umfasst folgende Unterlagen:
- lückenloser tabellarischer Lebenslauf
- Motivationsschreiben (1 Seite)
- Angaben zu Sprachkenntnissen (formlos; in einfacher Kopie beigefügte entsprechende Leistungsnachweise sind keine Voraussetzung, aber von Vorteil)

Bewerbungsschluss beim Moldova-Institut Leipzig ist der 4. Juni 2016

Die Bewerbungen sind an folgende E-Mail-Adresse zu senden: moldova@uni-leipzig.de

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

                              

 

                                  
Ausschreibung

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Chișinău und Odessa
24. August – 13. September 2016

 

 

Seit Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU im Juni 2014 und vor dem Hintergrund der kriegerischen Auseinandersetzungen in der östlichen Ukraine ist die Republik Moldau verstärkt ins Blickfeld der politischen und medialen Öffentlichkeit gerückt. Nicht selten wird das Land als potentielles Konfliktfeld beschrieben. Als mögliche Faktoren für eine Verschärfung der Situation gelten neben dem weiterhin ungeklärten Status der abtrünnigen Region Transnistrien ein spürbarer Dissens innerhalb der moldauischen Gesellschaft hinsichtlich der künftigen geopolitischen Ausrichtung sowie ein tiefgreifendes Misstrauen in die politischen Eliten.
Im Mittelpunkt der Sommerschule sollen weniger die politischen, als vielmehr die geschichtlichen und sozialen Dimensionen dieser Gemengelage stehen. In Folge der Besiedlungs- und Migrationsprozesse der vergangenen zwei Jahrhunderte besteht die Bevölkerung der Republik Moldau, ebenso wie jene in den benachbarten Regionen auf rumänischem und ukrainischem Gebiet, aus Angehörigen unterschiedlicher Ethnien. Ungeachtet des weitgehend spannungsfreien Zusammenlebens spielt vor allem der sprachliche Hintergrund (vor allem Rumänisch bzw. Russisch) bei der sozialen Positionierung eine wesentliche Rolle; die Vorstellung von der Republik Moldau als ein einträchtiges multiethnisches Gemeinwesen ist somit kritisch zu hinterfragen. Gleichzeitig ist ein regionales Bewusstsein innerhalb des Landes ausgeprägt, welches im Autonomiegebiet Gagausien auch in administrativer Form seinen Ausdruck findet. Eine dauerhafte Belastungsprobe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Republik Moldau ist zudem die weiterhin hohe Arbeitsmigration in Staaten der EU sowie in die Russische Föderation.
Die Sommerschule setzt sich zum Ziel, Studierenden deutscher Hochschulen ein umfassendes und anschauliches Bild zur Republik Moldau zu vermitteln. Neben einer einführenden Übersicht zu Geschichte und Bevölkerung sollen vor allem die Herausforderungen und Chancen erörtert werden, die aus der sozialen und ethnischen Vielfältigkeit der moldauischen Gesellschaft resultieren.
Das Programm der Sommerschule besteht aus einem Intensiv-Sprachkurs Rumänisch für Anfänger und Fortgeschrittene; außerdem aus einem breiten Angebot an Institutionsbesuchen, Vorträgen und Gesprächsterminen unter Beteiligung von verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren sowie Historikern, Politologen, Sprach- und Kulturwissenschaftlern. Ergänzt wird dies durch Gesprächsrunden und Aufgaben zur eigenständigen Bearbeitung, im Zuge derer sich die Teilnehmer u. a. das multikulturelle Erbe der Stadt Chișinău erschließen.
Vervollständigt wird das Programm durch verschiedene, zum Teil mehrtägige Exkursionen. Vorgesehen sind folgende Orte:

  • Orheiul Vechi - historische Stätte mit traditionellen moldauischen Dörfern
  • Bendery und Tiraspol – Städte in der Region Transnistrien
  • Comrat – Hauptstadt des Autonomiegebiets Gagausien
  • Tvardița – eines der Zentren der bulgarischen Minderheit
  • Odessa – Hafenstadt in der Ukraine mit lebendiger Geschichte

Kursgebühren und sonstige Kosten
Die Gesamtkosten für Sprachkurs, Vortrags-, Besuchs- und Exkursionsprogramm, Unterkunft, Verpflegung (HP sowie Begrüßungs- und Abschlussessen) belaufen sich auf 1200 €. Die Aufwendungen für Abendessen sowie An- und Abreise nach / von  Chișinău sind von den Teilnehmern selbst zu tragen.
Für Studierende besteht die Möglichkeit einer Förderung durch den DAAD, bei dem der für diese Sommerschule vorgesehene Betrag erfragt werden kann. Darüber hinaus freuenwirunsauchüberBewerbungenvon Studierenden, BerufseinsteigernundanderenInteressenten,die ihreTeilnahmeprivatfinanzieren wollen.

Bewerbungsunterlagen
sollten beim Moldova-Institut Leipzig vorzugsweise in elektronischer Form eingereicht werden und müssen folgende Komponenten umfassen:
• lückenloser tabellarischer Lebenslauf
• gescannte Immatrikulationsbescheinigung
• Motivationsschreiben (1 Seite)
• Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers
• Selbsteinschätzung (formlos) der Rumänischkenntnisse (keine Kenntnisse / erste Kenntnisse / fortgeschrittene Kenntnisse)

Förderung
Deutsche Studierende können sich im Rahmen des Go East- Sommerschulprogramms beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) um ein Stipendium bewerben.  Das Stipendium setzt sich zusammen aus Pauschale zur Deckung der Aufenthaltskosten, Reisekostenzuschuss und Kursgebühren. Weiterführende Informationen finden Sie unter: https://goeast.daad.de/de/25457/index.html
Das zweigleisige Bewerbungsverfahren sieht vor, dass Interessenten sich parallel bei der Sommerschule um eine Zulassung und beim DAAD um ein Stipendium bewerben.
Es können bis zu 12 Personen gefördert werden.

Bewerbungsschluss ist Freitag, der 22. April 2016.

Kontakt
Universität Leipzig                                            Telefon:    0341 / 97 334 97
Moldova-Institut Leipzig e. V.                          Fax:          0341 / 97 302 49
Ritterstr. 24                                                       Email:        moldova@rz.uni-leipzig.de
D-04109 Leipzig                                               Internet:    http://www.uni-leipzig.de/~mil/


Ausschreibung

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Antidiskriminierung im Kontext der europäischen Integration
Republik Moldau, Ukraine, Armenien und Georgien

Chișinău / Republik Moldau, 05. - 11. September 2016

In Zusammenarbeit mit der Fakultät für Geschichte und Philosophie der Staatlichen Universität Moldau (USM) organisiert das Moldova-Institut Leipzig (MIL) in diesem Jahr zum sechsten Mal einen Workshop im Rahmen des DAAD-Programms Konfliktprävention in der Region Südkaukasus / Zentralasien und Moldau.


Teilnehmer:
Das Projekt richtet sich an deutsche, moldauische, ukrainische, armenische und georgische Studierende, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler geistes- und sozialwissenschaft-licher Fachrichtungen sowie der Journalistik. Insgesamt können bis zu 22 Teilnehmer gefördert werden. Arbeitssprachen sind Deutsch, Rumänisch bzw. Russisch.
Zielsetzung und Problemstellung:
Das Projekt verfolgt das Ziel, anhand eines relevanten Themas zur Stärkung des Pluralismus beizutragen und den Ideenaustausch zwischen Vertretern von NGOs aus der Ukraine, der Republik Moldau und Georgien zu fördern. Ein wesentliches Ziel dieses Projekts ist es auch, den Wissenstransfer und Menschenrechtsdialog zu unterstützen sowie das Bewusstsein für Antidiskriminierung in den genannten Ländern zu fördern. Teilnehmer und Referenten werden zu diesem Zweck zu einem mehrtägigen Workshop in Chișinău zusammenkommen.
Im Rahmen der 2009 ins Leben gerufenen Östlichen Partnerschaft verabschiedeten die Parlamente in Kiew, Chişinău und Tiflis mehrere Gesetze, die eine Voraussetzung für die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU waren. Das Antidiskriminierungsgesetz hat hierbei viele Proteste in der Öffentlichkeit hervorgerufen.
Dass ein von Diskriminierung freies Zusammenleben wünschenswert ist, wird kaum ernsthaft in Frage gestellt. Ob und unter welchen Bedingungen es sinnvoll ist, diesem Zweck entsprechende Gesetze zu implementieren, ist allerdings sehr wohl umstritten, wie die Diskussion der vergangenen Jahre insbesondere in der Ukraine, der Republik Moldau und Georgien zeigt. Der scharfe Ton in der gegenwärtigen politischen Auseinandersetzung in allen drei Ländern macht deutlich, wie groß die Unterschiede bei der Wahrnehmung von Werten und der Interpretation komplexer juristischer und sozial-politischer Begriffe sind.
Tatsächlich haben es Gegner der europäischen Integration in den genannten Ländern sehr leicht, die geforderten rechtlichen Angleichungen mit einer Wertedebatte zu vermengen, in deren Ergebnis die Annäherung an die EU nur mit einer Aufgabe von vor Ort tradierten Werten zu erreichen sei. Hauptziel der Kritik ist hierbei im genannten Bereich das Diskriminierungsverbot aufgrund des Geschlechts und der sexuellen Orientierung. Europa wird hierbei als ein zunehmend „gottloses“ und wertfreies gesellschaftliches Konstrukt dargestellt, das außer dem Liberalismus über kein substantielles Fundament verfüge.


Im Rahmen des Projekts sollen u. a. folgende Fragen diskutiert werden:
- Wie geht eine Gesellschaft mit Diskriminierung um?
- Welche Rolle spielt das Antidiskriminierungsgesetz in der aktuellen politischen Diskussion? Worin besteht die Relevanz dieses Gesetzes im nationalgesellschaftlichen Kontext?
- Wo liegen gegenwärtig die gravierendsten Probleme im Zusammenhang mit Diskriminierung?
- Auf welche Weise werden Flüchtlinge, Angehörige ethnischer und sexueller Minderheiten und Menschen mit Behinderungen von Journalisten dargestellt?
- Wie können nationale Regierungen im Kontext der europäischen Integration einen Beitrag zur Integration der ethnischen Minderheiten leisten?
- Welche Handlungsmöglichkeiten haben die auf dem Gebiet der Antidiskriminierung tätigen NGOs? Wie kann ein wirksamer Schutz vor Diskriminierung ermöglicht werden?

Arbeitsformen:
Im Rahmen des Aufenthalts sind neben dem Workshop auch Fachvorträge, Besuche bei internationalen Organisationen, Regierungsinstitutionen und NGOs sowie Begegnungen in Comrat und Tiraspol vorgesehen.

Finanzierung: Die Organisatoren übernehmen die Kosten für Programm, Unterkunft, Verpflegung (HP) sowie die Kosten für die An- und Abreise und die Exkursionen.

Bewerbung: Eine vollständige Bewerbung umfasst folgende Unterlagen:
- lückenloser tabellarischer Lebenslauf
- Motivationsschreiben (1 Seite)
- Angaben zu Rumänisch- bzw. Russischkenntnissen (formlos; in einfacher Kopie beigefügte entsprechende Leistungsnachweise sind keine Voraussetzung, aber von Vorteil)

Bewerbungsschluss beim Moldova-Institut Leipzig ist der 30. Mai 2016

Die Bewerbungen sind an folgende E-Mail-Adresse zu senden:
moldova@uni-leipzig.de

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!


 

 

 

                                                                             

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Конкурс

Видимая память
Памятники, места памяти и мемориалы
в Республике Молдова и в Украине
Кишинэу / Республика Молдова/ и Черновцы /Украина/, 22-30 сентября 2016

Организаторы
Молдова-Институт Лейпциг (MIL) в сотрудничестве с Факультетом Истории и Философии Государственного Университета Молдовы (USM) и Черновицким Национальным Университетом имени Юрия Федьковича организует в этом году осеннюю школу в рамках программы DAAD «Расширение сотрудничества с гражданским обществом в странах Восточного партнерства и России»

 

Участники
Проект адресован, прежде всего, немецким, молдавским, грузинским и украинским студентам, докторантам и молодым исследователям в сферах гуманитарных и социальных наук (история, политология, культурология, а также журналистика).

Целеполагание и постановка задач
В странах Восточного партнерства с момента распада СССР и приобретения независимости прошлое объясняется по-новому. В Украине и в Республике Молдова актуализируется вопрос визуализируемой национальной памяти, что нередко приводит к спорным и острым разногласиям. Запрещенные памятники Ленину, многие из которых были разрушены или снесены, все еще встречаются в Украине. Во многих деревнях Украины были собраны устные свидетельства людей, переживших Голодомор, созданы кладбища и возведены памятники, а во многих поселениях и в память жертв Холокоста. Самыми важными изменениями в трактовке традиционных официальных праздников в Украине, укоренившихся еще в советский период, стали упразднение Дня Советской Армии, переосмысление и новая интерпретация «Дня победы». В Республике Молдова в поле зрения общественного внимания попали в последние годы, прежде всего, рассказы депортированных и других жертв сталинского режима. Историография исследует и реконструирует подобным образом табуированные длительное время аспекты прошлого. Обращает на себя внимание тот факт, что памятники советского периода используются главным образом в русскоязычных регионах Республики Молдова, таких как Комрат, Бельцы, Тирасполь, для сохранения советского понимания истории и демонстрации связи с Россией.
В ярко выраженных мультикультурных регионах Республики Молдова и Украины память об изменчивой истории отражается определенным образом в различных культурных и этнических точках зрения. И в кавказских республиках этнические точки зрения ведут к спорному рассмотрению исторических событий ХХ столетия, важных для соответствующей титульной нации.

Постановка вопросов
В рамках проекта прежде всего должны быть обсуждены следующие вопросы:

  • Кто вспоминает, что, где, когда, о чем и почему?
  • Какую роль играют политики и основные институциональные действующие лица в политике памяти, и какая функция отводится СМИ, а также форме памяти?
  • Что такое место памяти и как оно возникает?
  • Какие разногласия видны в интерпретации?
  • Какое значение имеют трансграничные воспоминания?
  • Какие дебаты по тематике памяти происходят в странах Восточного Партнерства?
  • Какое влияние оказывает на культуру воспоминаний существующий военный конфликт в Украине?

 

Участники будут ознакомлены с примерами мультикультурной истории Республики Молдова и региона Буковина (Черновцы) и получат возможность привязать полученные сведения к соответствующим местам памяти, проанализировать их влияние и задуматься над их концепцией.

Формы работы
В рамках осенней школы предусмотрены доклады, дискуссии, посещения правительственных учреждений, беседы с экспертами и сотрудниками организаций гражданского общества, встречи с очевидцами событий в Кишинэу, Комрате, Тирасполе и Черновцах, а также экскурсии к местам памяти жертвам Второй мировой войны, Холокоста и депортаций.

Финансирование               
Проект финансируется DAAD при поддержке Министерства иностранных дел Германии (АА). Организаторы берут на себя все затраты, связанные с проживанием, питанием, программой, транспортом и экскурсиями

Подача заявки                   
Полноценная заявка содержит следующие документы:

  • Резюме в табличной форме (CV)
  • Мотивационное письмо (1 страница)
  • Данные о владении языками (в свободной форме или в виде простой копии сертификата) не являются обязательными, но дают преимущество при рассмотрении заявок.

 

Заявки принимаются в Молдова-Институт Лейпциг до 4 июня 2016

Заявки отправлять по адресу moldova@uni-leipzig.de

Мы будем рады Вашим заявкам!

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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