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Geschichte
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Das Paul-Flechsig-Institut
für Hirnforschung besteht seit dem 11.12.1974 an der Medizinischen
Fakultät (damals Bereich Medizin) der Universität
Leipzig. Es geht auf den Hirnanatomen und Psychiater Paul Flechsig
(1847-1929) zurück, der besonders durch seine Arbeiten
über die Myelogenese des menschlichen Gehirns weltweit
bekannt wurde.
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Paul Flechsig, 1877
auf den Lehrstuhl für Psychiatrie berufen, gründete
nach Fertigstellung des Klinikhauptgebäudes 1883 das "hirnanatomische
Laboratorium", dem 1927 der Rang einer selbständigen
Abteilung zuerkannt wurde. Richard Arwed Pfeifer (1877-1957)
übernahm die Leitung dieser Abteilung (nun als Hirnforschungsinstitut
bezeichnet) und erhielt damit 1927 die erste planmäßige
außerordentliche Professur für Hirnforschung in Deutschland.
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Nach Zerstörung
(1943) und Wiederaufbau (1946) des Institutes wurde es 1957
aus der Nervenklinik herausgelöst. 1959 wurde Wolfgang
Wünscher (1922-1981), 1973 Ernst Winkelmann (1931-2005) zum
Direktor berufen. Bereits 1962 war in der Universitätsnervenklinik
unter Leitung von Lothar Pickenhain die Abteilung für Klinische
Neurophysiologie gegründet und seit 1966 als Abteilung
für Neurophysiologie unter Fritz Klingberg (1930) weitergeführt
worden. 1965 war unter der Leitung von Dietmar Biesold (1925-1991)
die Abteilung für Neurochemie aus dem Institut für
Biochemie herausgelöst worden. 1974 wurden die drei Abteilungen
unter dem Direktorat von Dietmar Biesold zum heutigen Institut
zusammengeschlossen, blieben aber auch 1977-1992 unter der Leitung
von Fritz Klingberg räumlich getrennt.
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1993
zog schließlich das gesamte Institut unter dem Direktorat von Volker
Bigl (1942-2005) unter ein gemeinsames Dach im ehemaligen Gebäude der
DHfK in der Jahnalle 59. Nach dem unerwartet zeitigen Tod von Volker
Bigl übernahm Thomas Arendt 2005 und danach 2007 Andreas Reichenbach
die kommissarische Leitung des Instituts. Es besteht jetzt aus
der Abteilung für Neurochemie (Volker Bigl, 1990-2005, seit 2005
kommissarischer Leiter Thomas Arendt), der Abteilung für Neuroanatomie
(seit 1996 Thomas Arendt, geb. 1955) und der Abteilung für
Neurophysiologie (seit 1994 Andreas Reichenbach, geb. 1950).
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