Die Leipziger Journalistik
Campus-Seite Campus-Seite
Campus vom 22. 2. 2010 als PDF Campus vom 1. 2. 2010 als PDF

Von der Lehrredaktion Campus (Print)
zur Lehrredaktion Crossmedia

Im Sommersemester 2009 startete die Lehrredaktion Campus crossmedial: es werden sowohl Seiten für die Printausgabe der Leipziger Volkszeitung produziert als auch Beiträge für das neue Angebot CAMPUS ONLINE. Die Hintergründe zu CAMPUS ONLINE.

Geschichte. Die Campus-Seite der Leipziger Volkszeitung gibt es seit 1996. Im Sommersemester 1996 war in einem Hauptstudiums-Seminar unter Leitung von Prof. Dr. Haller das Konzept für diese Seite entwickelt und mit der Chefredaktion der LVZ abgestimmt worden. Im Juli 1996 erschien – nach zwei internen Probeseiten – die erste reale Seite. Seit dem Wintersemester 1996/97 werden die Campus-Seiten in der »Lehrredaktion Print (Campus)« produziert. Sie erscheinen während der Vorlesungszeit etwa aller vierzehn Tage. Wegen der Anlaufzeit für die immer wieder neu zusammengesetzte Redaktionsmannschaft kommen so pro Semester sechs bis zehn Ausgaben (eine, manchmal zwei und einmal sogar vier davon während der vorlesungsfreien Zeit) zusammen. Im Sommer 2003 erschien die 100. Campus-Seite, im Sommer 2006 die 150., im November 2009 die 200. Seite.

Die Lehrredaktion Campus wurde über Jahre im Wechsel von Prof. Dr. Michael Haller und Prof. Dr. Siegfried Schmidt geleitet, bei Gestaltung und Produktion unterstützt von Dr. Jochen Schlevoigt. Seit der Pensionierung von Prof. Schmidt alternierten Professor Haller und Dozent Dr. habil. Thomas Schuster bei der Leitung der Lehrredaktion, einmal vertrat Dr. Sonja Kretzschmar die Leitung, einmal der Lehrbeauftragte Tobias D. Höhn. Ab dem Sommersemester 2009 leitet wieder Prof. Haller die Redaktion. Ziel: eine enge Verflechtung von Printausgabe und Online-Angebot.

Konzept. Die Campus-Seite soll die interessierte Öffentlichkeit in der Region Leipzig über das Geschehen und die Probleme an den sechs Leipziger Hochschulen informieren. Sie ist keine Seite für die Hochschulen (die Hochschulangehörigen sind potentielle Leser wie alle anderen auch), sie ist natürlich auch kein PR-Instrument der Hochschulen.

Die Leipziger Hochschulen sind mit ihren 36.000 Studenten und über 4.000 Mitarbeitern (die große Zahl kommt vor allem durch den medizinischen Bereich der Uni zustande) eine gewichtige Größe in der Region: wissenschaftlich, ökonomisch, kulturell. Die Hochschulen sind nach der öffentlichen Verwaltung der zweitgrößte Arbeitgeber im Territorium. Von den Forschungs- und Ausbildungsergebnissen der Hochschulen wird die wirtschaftliche Zukunft der Region wesentlich bestimmt. Von den Hochschulen gehen zahlreiche Impulse für das geistig-kulturelle Leben in Leipzig aus. Aber auch auf den ganz normalen Alltag in Leipzig haben die Hochschulen wesentlichen Einfluss, allein schon durch die große Zahl junger Leute, die wegen der Hochschulen in Leipzig wohnen und leben und nicht zuletzt auch konsumieren.

Dies zusammen rechtfertigt eine Seite zu dieser Thematik, ja, sie macht sie für die LVZ geradezu notwendig. Das heißt natürlich nicht, dass diese Seite den Studierenden des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft überlassen werden muss. Das ist ein Entgegenkommen der Chefredaktion (Stichwort Verantwortung für den journalistischen Nachwuchs), welches dem Verlag durch das Sponsoring der Sparkasse Leipzig leichter gemacht wird. Potentiell ist diese Seite natürlich auch ein Image-Faktor für die LVZ – wenn die Qualität des journalistischen Angebots der Campus-Seite stimmt.

Seitenprofil. Auf der Campus-Seite können alle Themen auftauchen, die mit dem (so gar nicht existierenden) »Campus« verbunden sind – also nicht nur mit der Universität. Ausnahmen sind die »reine Wissenschaft« ohne den zwingenden Bezug zu den Leipziger Hochschulen – solche Themen müssten im Sonderfall zumindest mit dem Wissenschaftsredakteur der LVZ abgestimmt sein. Kaum möglich für die Campus-Print-Redaktion ist die klassische Ereignis-Berichterstattung, die bei einer Tageszeitung natürlich tagesaktuell auf den Politik-, Kultur- oder Lokalseiten erfolgt.

Da die Campus-Seite lange Zeit keinen festen Erscheinungstermin und -platz hatte – sie ist eine »Schiebeseite«, deren Einbau in die Ausgabe vor allem von der Anzeigenbelegung abhängt – erscheint die Campus-Seite manchmal eher in einer der anderen Regional-Ausgaben der LVZ, bevor die Leipziger die Seite in der Stadtausgabe finden. Seit dem Herbst 2009 soll sie in der LVZ-City-Ausgabe etwa 14-täglich immer montags erscheinen, alternierend mit einer anderen Hochschulseite.

Als Schiebeseite erschien die Campus-Seite lange einfarbig bzw. mit nur einer Zusatzfarbe. Im Sommer 2006 gab es die erste Campus-Seite in 4c, seit Januar 2007 gibt es nur noch Vierfarbseiten in der LVZ.

Produktion. Für die Produktion der Campus-Seiten ist komplett die Lehrredaktion Print &ndash jetzt Lehrredaktion Crossmedia – verantwortlich. In ihr arbeiteten jedes Semester zwölf bis sechzehn Studierende vorwiegend aus dem Diplomstudiengang Journalistik, jetzt aus dem Masterstudiengang, aber auch einige Nebenfachstudierende der Journalistik. Erwünscht sind sowohl Studenten, die schon das Volontariat absolviert haben, als auch solche, die sich in der Lehrredaktion auf das Volontariat vorbereiten. Unter dem Stichwort »Redaktionelles Handeln« werden in der Lehrredaktion die in den vorbereitenden Seminaren gelehrten Einzelinhalte zusammen- und weitergeführt. Mit der Weiterentwicklung zur crossmedial arbeitenden Lehrredaktion wurde auch die Zahl der studentischen Redakteure auf etwa 25 erhöht.

Die Teilnehmer der Lehrredaktion konzipieren die Seiten, recherchieren die Themen, schreiben die Texte und gestalten die Seiten. Für die Gestaltung gelten die Standards der LVZ, in diesem Rahmen ist den Redakteuren jedoch »alles erlaubt«. Im Selbstverständnis der Redaktion sollen sich die Seiten durch inhaltliche (Themenaspekte, Stoffe aus verschiedenen Hochschulen) und methodische Vielfalt (neben Nachricht und Bericht immer auch Reportage, Feature, Kommentar, Porträt, Interview, wenn möglich Untersuchung und Glosse) bei origineller visueller Präsentation auszeichnen.

Im Verlaufe der Zeit haben die Redaktionen einige Standard-Rubriken entwickelt, die mehr oder weniger kontinuierlich gepflegt werden: »Ach ja, Leipzig …« (Prominente erinnern sich an ihre Studienzeit in Leipzig), seit 2005 »Wo die Hochschule glücklich ist – Lieblingsplätze in Leipzig« und von 2006 bis 2008 »Akademisches Alphabet« (»Fachtermini« wurden witzig, oft leicht ironisch erläutert). 2008 wurde die Rubrik »Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?« erfunden, in der Studieninhalte am Beispiel eines »interessanten« Studenten vorgestellt werden. In Vorbereitung auf das Universitäts-Jubiläum startete Anfang 2009 wieder eine neue Rubrik mit Episoden aus der Geschichte der Alma Mater.

Für jede der Ausgaben sind zwei studentische »Chefs vom Dienst« verantwortlich, jeder Seminarteilnehmer wird im Laufe des Semesters mindestens einmal mit dieser Aufgabe betraut. Jeder hat auch mindestens an einem großen Aufmachungsbeitrag zu arbeiten (die entstehen meist in Zweier-Teams). Außerdem werden von jedem Redakteur einige mitlere und kleinere Beiträge recherchiert und geschrieben.

Die Lehrredaktion liefert – nach Freigabe durch den Leiter der Lehrredaktion – ihre Seite als komplette Datei an die Leipziger Volkszeitung. Die Seite kann direkt in das Redaktionssystem eingefügt werden. Abnehmer der Seite ist der Wissenschaftsredakteur der Leipziger Volkszeitung. Er kontrolliert im Auftrag des Chefredakteurs die Beiträge (im Sinne des Pressegesetzes ist der Chefredakteur natürlich auch für die Campus-Seite verantwortlich, denn sie erscheint als Teil der LVZ) auf inhaltliche und formale Richtigkeit.

Für die funktionierende Zusammenarbeit könnte stehen: Bisher sind alle von der Lehrredaktion produzierten Seiten auch erschienen.

J. Schlevoigt 2009-11 (update)

Campus-Seite

Campus vom 4. 1. 2010 als PDF Campus-SeiteCampus vom 28. 12. 2009 als PDF Campus-Seite

Campus vom 7. 12. 2009 als PDF Campus-Seite

Campus vom 23. 11. 2009 als PDF


Ältere Campus-Seiten

Im Sommersemester 2009 wurden neun Ausgaben produziert.

Im Wintersemester 2008/2009 erschienen sechs Campus-Seiten.

Im Sommersemester 2008 wurden zehn Ausgaben produziert .

Im Wintersemester 2007/2008 erschienen sieben Campus-Seiten.

Im Sommersemester 2007 wurden zehn Ausgaben produziert – das war ein neuer Semester-Rekord.

Im Wintersemester 2006/2007 wurden sechs Campus-Seiten gedruckt.

Zu CAMPUS ONLINE.

Letzte Aktualisierung: 1. Februar 2010