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Schwerpunkt

Frühkindliche negative emotionale Erfahrungen resultieren in lang anhaltenden Verhaltensstörungen und Störungen der Lernfähigkeit. Unter der Annahme, dass solche negativen Erfahrungen die Reifung neuronaler Transmissionssysteme und damit die Chemoarchitektur des Gehirns beeinflussen, spekulieren wir, dass frühe sozio-emotionale Deprivation zu messbaren anatomischen Veränderungen in den relevanten Hirnregionen führt. Untersuchungen des frühkindlichen Lernens haben gezeigt, dass den dopaminergen, serotonergen und nitridergen Systemen offensichtlich eine herrausragende Rolle bei frühkindlichen emotionalen Lern- und Gedächtnisvorgängen zukommt. Das methodische Herangehen zur Untermauerung dieser Hypothese soll von Aktivitätsmarkierungen mit Hilfe von 2-FDG-Autoradiographie und den entsprechenden quantitativen computerunterstützten bildgebenden Verfahren über mikrodialytische Analysen des Transmitterstoffwechsels, computergestützte quantitative Auswertung von enzym- und  immunhistochemischen Untersuchungen bis hin zu Verhaltensexperimenten reichen.

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Methoden
Doppelmarkierung Immunhistochemie: Fluoreszenzdoppelmarkierung eines Dopamin-sensitiven Neurons durch Nachweis des Dopaminrezeptors mit Anti-DARPP32 (rot) und dopaminerger Fasern durch Anti-Tyrosinhydroxylase (grün).
NO-Zellen Enzymhistochemie:  NADPH-dehydrogenase (Diaphorase)- aktive Neurone im Präfrontalkortex des Degu. Diese Neurone bilden den retrograden Transmitter Stickoxid (NO) und sind wahrscheinlich GABAerg.
Golgi-Tracing :

Golgi-Neuron Links: Abbildung einer Pyramidenzelle nach Golgi-Imprägnierung.

Zwei Beispiele, welche die dreidimensionale Struktur Golgi-imprägnierter Neurone als Animation zeigen.

CA1-Pyramidenzelle

Körnerzelle des
Gyrus Dentatus




Tracing Rechts: Tracing einer Pyramidenzelle mit dem Neurolucida-System (dreidimensionale Erfassung des Dendritenbaumes und der Spines als Orte von Synapsen).


2FDG-Autoradiographie:

Rechts:
2FDG
C-2-FluoroDesoxyGlucose-Autoradiogramm des Präfrontalcortex eines Degus nach Beschallung mit einem Mutterlaut in Falschfarbendarstellung. Die Farbtiefe ist Ausdruck der Aktivität des entsprechenden Hirnareals. Die Regionen des präfrontalen Cortex sind stark markiert.




Thalamus Links:14C-2-FluoroDesoxyGlucose-Autoradiogramm in einem Graustufenbild weiter caudal als oben dargestellt. Die Intensität der Schwärzung ist  ein Ausdruck  der Aktivität der Hirnareale, hier ist der Thalamus stark markiert.
Rezeptorautoradiographie: :

D1 links:
D1-Rezeptor-Markierung mit 3 H-SCH23390 im Präfrontalcortex eines jungen Degu.



 


GABA rechts: GABA(A)-Rezeptormarkierung mit  3 H-Muscimol.
Die Markierungsstärke kann quantitativ ausgewertet werden.
Verhalten:OF
Laufbeispiel eines 14 Tage alten Degu im
Open Field bei Präsentation von Mutterlauten über einen Lautsprecher in der rechten oberen Ecke. In Verhaltensexperimenten werden die Laufstrecke, die Vokalisation, das Aufrichten, Putzen und Kratzen während eines dreiminütigen Aufenthalts im Open Field aufgezeichnet.

Degu.jpg

Durch quantitative Auswertung können Verhaltensveränderungen nach parentaler Deprivation sowie nach Präsentation emotionaler Reize erfasst werden.

Weitere Degu-Bilder:   Degu    Degu
Video weniger Tage alte Degus: Degu



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Publikationen

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